Novartis Aktie: Strategische Neuausrichtung
21.02.2026 - 16:51:12 | boerse-global.deNovartis räumt das Portfolio auf und trennt sich endgültig von seinem klassischen Indien-Geschäft. Während der Konzern in Mumbai den Ausstieg besiegelt, treibt das Management die US-Expansion mit Milliardeninvestitionen voran. Doch wie nachhaltig ist dieser Fokus auf den amerikanischen Markt angesichts wachsender Konkurrenz durch Nachahmerpräparate?
Abschied vom indischen Markt
Der Verkauf der 70,68-prozentigen Beteiligung an Novartis India Limited an ein Konsortium um WaveRise Investments und ChrysCapital ist nun unter Dach und Fach. Für rund 159 Millionen US-Dollar gibt der Schweizer Riese ein Geschäft ab, das zuletzt primär auf den Vertrieb etablierter Medikamente spezialisiert war und über keine eigenen Produktionsstätten verfügte. Die Entscheidung markiert den Abschluss einer zweijährigen strategischen Prüfung und unterstreicht den Willen, Ressourcen konsequent in innovative Therapiegebiete umzuschichten.
Großinvestition in den USA
Parallel dazu konkretisieren sich die Pläne für den wichtigsten Absatzmarkt des Unternehmens. Als Reaktion auf die aktuelle US-Handelspolitik treibt Novartis ein Investitionspaket in Höhe von 23 Milliarden US-Dollar voran. Insgesamt elf neue Werke sollen in den USA entstehen, um die Produktion direkt vor Ort anzusiedeln und drohenden Importzöllen zu entgehen. An Standorten in North Carolina und Kalifornien sind die Bauarbeiten bereits gestartet, während weitere Anlagen in Florida in Planung sind.
Analysten mahnen zur Vorsicht
Anleger reagierten zum Wochenschluss verhalten auf die Nachrichtenlage. Die Aktie beendete den Handel am Freitag mit einem leichten Minus von 0,73 Prozent bei 138,02 Euro. Trotz der jüngsten Konsolidierung weist das Papier seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 17,34 Prozent auf und notiert damit nur rund 1,75 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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Marktbeobachter wie Michael Leuchten vom Analysehaus Jefferies bleiben jedoch zurückhaltend und bestätigten zuletzt das „Hold“-Rating mit einem Kursziel von 110 CHF. Während kurzfristig Potenzial durch eine steigende Bruttomarge besteht, könnte der verstärkte Markteintritt von Nachahmerpräparaten in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Wachstumsdynamik spürbar bremsen.
Novartis hat die Weichen für eine geografische Neugewichtung gestellt. Der Erfolg dieser Strategie hängt nun maßgeblich davon ab, ob die neuen US-Produktionsstätten rechtzeitig ihre volle Kapazität erreichen, um die erwarteten Umsatzeinbußen durch Generika abzufangen. Die kommenden Quartalsberichte werden Aufschluss darüber geben, ob die operative Marge stabil genug bleibt, um die massiven Investitionen zu rechtfertigen.
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