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Norwegian Cruise Line: Skepsis vor Zahlen

27.02.2026 - 11:59:08 | boerse-global.de

Vor der Bilanzvorlage unter neuem CEO Chidsey zeigt der Optionsmarkt deutliche Skepsis, obwohl die Aktie zuletzt stark zulegte. Der aktivistische Investor Elliott Management erhöht den Druck.

Marktteilnehmer positionieren sich mit Blick auf den kommenden Montag auffällig defensiv. Vor der Präsentation der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 verzeichneten Put-Optionen zuletzt ein Handelsvolumen von über 76.000 Kontrakten – ein Plus von 170 Prozent gegenüber dem Durchschnitt. Kann das neue Management unter CEO John W. Chidsey diesen bärischen Erwartungen am Montag trotzen?

Neuer CEO und aktivistischer Druck

Der anstehende Quartalsbericht am 2. März 2026 markiert eine Zäsur für den Kreuzfahrtkonzern. Es ist die erste Bilanzvorlage unter der Führung von John W. Chidsey, der erst Mitte Februar den Chefposten von Harry Sommer übernahm. Dieser abrupte Wechsel an der Spitze fiel zeitlich mit dem Einstieg des aktivistischen Investors Elliott Management zusammen. Mit einer Beteiligung von rund 10 Prozent im Rücken dürfte der Investor den Druck auf das Management erhöhen, die operative Effizienz und die Margen kurzfristig zu steigern.

Trotz der aktuellen Skepsis am Optionsmarkt blickt die Aktie auf einen starken Monat zurück und verzeichnete in den letzten 30 Tagen ein Kursplus von 20,77 Prozent. Mit einem aktuellen Kurs von 21,00 Euro notiert das Papier deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 18,96 Euro. Allerdings deutet der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 67,3 darauf hin, dass der Titel sich bereits einer technisch überkauften Zone nähert.

Fokus auf Rendite und Kapazitäten

Um im intensiven Wettbewerb der Karibik-Routen mit den Rivalen Carnival und Royal Caribbean gleichzuziehen, investiert das Unternehmen massiv in exklusive Destinationen. Auf der Privatinsel Great Stirrup Cay wurden erst am Donnerstag neue Transportkapazitäten und Freizeitbereiche fertiggestellt. Diese Infrastruktur soll dazu beitragen, die Profitabilität pro Gast zu steigern, da allein für das Jahr 2026 Besuche von insgesamt 17 Schiffen auf der Insel geplant sind.

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Die langfristige Strategie sieht zudem eine Flottenerweiterung in Zusammenarbeit mit der Fincantieri-Werft bis ins Jahr 2037 vor. Ziel dieser Milliardeninvestitionen ist es, die Kapazitäten über alle Marken hinweg konsequent auszubauen und die zuletzt erreichten Auslastungsquoten von rund 102 Prozent durch ein moderneres Angebot zu untermauern.

Die Veröffentlichung der Bilanz am Montag, den 2. März 2026, bildet vor Börseneröffnung den nächsten entscheidenden Impulsgeber. Investoren werden insbesondere darauf achten, ob CEO Chidsey bereits konkrete Maßnahmen zur Kostenkontrolle ankündigt. Sollte die Aktie am Montag unter Druck geraten, bildet der 50-Tage-Durchschnitt bei 19,34 Euro die nächste relevante charttechnische Unterstützung. Hält der positive Trend hingegen an, bleibt das 52-Wochen-Hoch bei 22,95 Euro das nächste Ziel der Käufer.

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