Nokia, Aktie

Nokia Aktie: Massive Aufwertung

17.01.2026 - 04:09:31

Morgan Stanley stuft Nokia nach der Infinera-Übernahme deutlich auf und hebt das Kursziel um 55 Prozent an. Grund ist die erfolgreiche Neuausrichtung auf KI-Infrastruktur und Rechenzentren.

Lange galt Nokia als Sorgenkind im Netzwerkausrüster-Markt, geprägt von Restrukturierungen und dem Kampf um Marktanteile im 5G-Geschäft. Doch Morgan Stanley zeichnet nun ein völlig neues Bild und hat die Aktie zum “Top Pick” für 2026 gekürt. Der Grund für den radikalen Stimmungsumschwung ist nicht das klassische Telekom-Geschäft, sondern eine erfolgreiche Positionierung im boomenden Markt für KI-Infrastruktur.

Kursziel drastisch angehoben

Die Analysten vollziehen eine deutliche Kehrtwende in ihrer Bewertung. Morgan Stanley stufte die Papiere auf “Overweight” hoch und hob das Kursziel von 4,20 Euro auf 6,50 Euro an – eine Steigerung von rund 55 Prozent gegenüber dem alten Ziel.

Verantwortlich für diesen Optimismus ist vor allem die 2,3 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Spezialisten für optische Netzwerke, Infinera, die im Februar 2025 abgeschlossen wurde. Dieser strategische Zukauf hat das Umsatzprofil der Finnen grundlegend verändert und den Fokus auf wachstumsstarke Rechenzentren und KI-Infrastruktur verlagert.

Auftragsbücher füllen sich rasant

Die These der Analysten stützt sich auf konkrete Zahlen, die eine hohe Dynamik in den neuen Geschäftsbereichen belegen. Besonders die Bestellungen in den KI-relevanten Segmenten zeigen steil nach oben:

  • Optische Netzwerke: Die Aufträge stiegen im Jahresvergleich um mehr als 40 Prozent.
  • Data Center Switching: Hier verzeichnete Nokia sogar einen Zuwachs von über 150 Prozent.
  • KI- und Cloud-Segment: Dieser Bereich macht mittlerweile 6 Prozent des Konzernumsatzes aus und wächst kontinuierlich.

Ein entscheidender Treiber ist das veränderte Ausgabeverhalten am Markt. Große Cloud-Anbieter (Hyperscaler) investieren mittlerweile in einem einzigen Quartal mehr Kapital als die größten Telekommunikationsbetreiber in einem ganzen Jahr. Nokia profitiert direkt von diesem Geldfluss, da die optischen Netzwerke für die Verbindung innerhalb und zwischen den Rechenzentren unverzichtbar sind.

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Günstige Bewertung trotz KI-Fantasie

Neben der Wachstumsstory im KI-Bereich sieht Morgan Stanley auch eine Stabilisierung im traditionellen Mobilfunkgeschäft. Die Belastungen durch den Verlust des AT&T-Auftrags laufen aus, während Kostensenkungen greifen.

Dennoch wird die Nokia-Aktie aktuell nur mit dem 9-fachen des operativen Ergebnisses (EBIT) gehandelt. Dies entspricht dem historischen Durchschnitt, spiegelt laut den Analysten aber keineswegs das neue, profitablere Profil des Unternehmens wider. Sollte sich die Neubewertung am Markt durchsetzen und die KI-Sparte weiter wachsen, erscheint das aktuelle Kursniveau im Vergleich zu anderen Tech-Werten als günstige Einstiegsgelegenheit.

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