Nirvana-Hype 2026: Warum die Legende wieder explodiert
13.02.2026 - 04:27:10Du merkst es überall: Auf TikTok tauchen plötzlich Nirvana-Sounds unter jedem zweiten Clip auf, in Vintage-Stores hängen wieder massenhaft "Nevermind"-Shirts und selbst Leute, die 1994 noch gar nicht geboren waren, diskutieren im Discord über "In Utero". Nirvana ist 2026 wieder riesig – und der Hype fühlt sich fast so intensiv an wie zu Lebzeiten von Kurt Cobain.
Offizielle Nirvana-Seite: Releases, Merch & News checken
Zwischen neuen Dokus, Jubiläums-Editionen der Alben, unveröffentlichten Live-Aufnahmen und Fan-Theorien dreht die Community gerade völlig am Rad. Zeit, das Ganze sauber auseinanderzunehmen: Was passiert gerade wirklich, was davon ist Wunschdenken – und was bedeutet das für dich als Nirvana-Fan in Deutschland?
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Auch wenn Nirvana als Band seit Kurts Tod 1994 Geschichte ist, die Story ist 2026 alles andere als abgeschlossen. In den letzten Monaten haben sich mehrere Entwicklungen überlappt, die den Namen "Nirvana" wieder massiv in den Fokus gezogen haben.
Auf der einen Seite steht der große Jubiläums-Zyklus: "Bleach" (1989), "Nevermind" (1991) und "In Utero" (1993) drehen sich in klassischen 5- und 10-Jahres-Abständen immer wieder durch die Medien. Labels und Rechtehalter nutzen das konsequent, um Deluxe- und Super-Deluxe-Editionen rauszuhauen – mit Remasters, alternativen Mixen, Demos und teils bisher unveröffentlichten Live-Mitschnitten. Gerade die letzten Wellen an Jubiläums-Reissues haben auf Streaming-Plattformen und Vinyl-Charts für neue Rekorde gesorgt, vor allem in Europa.
Dazu kommt die stetige Doku-Flut. Nach großen Produktionen über Kurt Cobain in den 2010ern haben in den letzten Jahren mehrere Streaming-Dienste ihre eigenen Nirvana-Projekte angeschoben: Dokumentationen über die Seattle-Szene, True-Crime-artige Formate, die sich erneut mit Kurts Tod beschäftigen, und nostalgische Rückblicke auf die 90er-Alternative-Ära. Zahlreiche Musikjournalist:innen und Weggefährt:innen wurden erneut interviewt, was zu frischen Zitaten und neuem Diskussionsstoff führt. Selbst Dave Grohl und Krist Novoselič greifen das Thema regelmäßig in Interviews auf – meist mit einem Mix aus Dankbarkeit, Melancholie und der klaren Aussage, dass es kein klassisches "Comeback" geben wird.
Ein anderer Treiber: TikTok und Reels. In den letzten Jahren hat sich ein richtiger "Grunge-Tok"-Kosmos gebildet. Clips mit Outfits im 90er-Stil, Gitarren-Tutorials zu "Smells Like Teen Spirit" oder "Come As You Are", emotionalen Fan-Storys zu mentaler Gesundheit und Nostalgie-Mashups mit alten MTV-Aufnahmen – die Algorithmen lieben das. User:innen, die sonst eher in K-Pop, Cloud-Rap oder Deutschrap unterwegs sind, stolpern plötzlich über Nirvana und bleiben hängen, weil die Songs immer noch brutal direkt knallen.
Für deutsche Fans besonders spannend: Die Streaming-Zahlen aus Deutschland gehören europaweit mit zu den stärksten. Immer wieder tauchen Nirvana-Songs in den hiesigen Rock- und All-Time-Charts von Spotify, Apple Music und Co. weit oben auf. Vinyl-Presswerke und Indie-Plattenläden in Berlin, Hamburg, Köln oder Leipzig melden regelmäßig, dass Nirvana-Reissues zu den wichtigsten Dauerbrennern gehören. Dazu kommen Tribute-Abende in Clubs und Bars, auf denen komplette Alben nachgespielt werden – oft mit jüngeren Bands, die selber zu jung sind, um die 90er bewusst erlebt zu haben.
Rechtlich gibt es immer wieder Schlagzeilen rund um Bildrechte, Merch-Designs oder das berühmte "Nevermind"-Cover. Prozesse, Klagen und Debatten sorgen dafür, dass Nirvana regelmäßig im Feuilleton und in Newsfeeds landet. Auch wenn das manchmal trocken wirkt, hält es die Diskussion über die Band wach: Wer besitzt was? Wem gehört welche Kreativ-Leistung? Und wie geht man mit einem Erbe um, das gleichzeitig Kulturgut und Millionengeschäft ist?
All das führt dazu, dass Nirvana 2026 nicht nur ein Retro-Phänomen ist, sondern eine lebendige Diskussionsfläche. Für Fans hierzulande heißt das: dauernd neue Editionen, neue Perspektiven auf alte Storys und eine Fan-Community, die online aktiver ist als je zuvor.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Klar: Nirvana selbst wirst du nicht mehr live sehen. Aber wenn du dir anschaust, was aktuell in Clubs, auf Festivals und in Tribute-Formaten in Deutschland abgeht, wirkt es manchmal fast so, als wäre die Band noch unterwegs. Viele "Nirvana-Nights", Tribute-Touren und Special-Shows in Europa orientieren sich extrem nah an den legendären Setlists der frühen 90er – vom Reading-Festival über den "In Utero"-Tourblock bis hin zum ikonischen "MTV Unplugged in New York".
Typisch ist ein zweigeteiltes Konzept: Zuerst ein lauter, dreckiger Electric-Block, dann ein ruhigerer, akustischer Part. Der elektrische Teil feuert die offensichtlichen Klassiker ab: "Smells Like Teen Spirit", "Come As You Are", "Lithium", "In Bloom", "Breed", "Territorial Pissings" oder "Drain You". Dazu kommen Fan-Favorites wie "Aneurysm", "School", "About a Girl" oder "Negative Creep". Viele Tribute-Bands und Kuratoren studieren akribisch alte Bootlegs und offizielle Live-Alben wie "From the Muddy Banks of the Wishkah", um Dynamik und Reihenfolge möglichst authentisch nachzubauen.
Atmosphärisch ist das weit weg von perfekt durchchoreografierten Pop-Shows. In kleineren Venues stehst du meist mitten in einem schwitzenden, singenden Block, in dem "Teen Spirit" zum gemeinsamen Schrei nach Luft wird. Stagedives, Crowdsurfs und spontane Moshpits gehören dazu, obwohl viele Besucher:innen sonst eher auf urbanen Festivals oder Techno-Floors zu finden sind. Man merkt schnell: Nirvana ist für viele eine Art Ventil – eine Chance, Frust, Traurigkeit und Überforderung in etwas Lautes und Kollektives zu verwandeln.
Der zweite Block orientiert sich dann häufig am "MTV Unplugged"-Set: "About A Girl", "Come As You Are" in einer zurückgenommenen Version, "Jesus Doesn’t Want Me For A Sunbeam", "The Man Who Sold The World", "Pennyroyal Tea", "Dumb", "Polly", "On A Plain" und natürlich "Where Did You Sleep Last Night". Genau dieser letzte Song, im Original ein Traditional, ist in vielen Shows das emotionale Zentrum: Das Publikum wird meist schlagartig leise, Smartphones gehen runter, man spürt, wie nah dieser ganze Mythos an echten Abgründen gebaut ist.
In deutschen Städten wie Berlin, Hamburg oder München gibt es regelmäßig komplette "Nevermind"- oder "In Utero"-Abende, bei denen ein Album von vorne bis hinten durchgespielt wird – inklusive B-Seiten wie "Serve The Servants", "Scentless Apprentice", "Very Ape" oder "Frances Farmer Will Have Her Revenge On Seattle". Einige Acts interpretieren die Songs bewusst moderner, mit härterem Gitarrensound, tiefer gestimmten Instrumenten oder elektronischen Einflüssen, andere versuchen, so nah wie möglich an alten Live-Aufnahmen zu bleiben.
Für dich als Fan heißt das: Selbst ohne Originalband kannst du 2026 sehr genau erleben, wie sich eine Nirvana-Show anfühlen könnte. Du bekommst die Wucht von "Heart-Shaped Box" im Refrain, das zynische Grinsen von "Rape Me" in der Strophe, das kaputte Pop-Gefühl von "Drain You" und die Intimität von "Something in the Way" – oft verstärkt durch Visuals mit altem VHS-Content, Interview-Schnipseln oder Tagebuch-Zitaten. In manchen Venues werden sogar einzelne Cobain-Gitarrenmodelle wie die Fender Jag-Stang oder Mustang detailgetreu nachgebaut, um den Sound und die Optik noch näher ranzubringen.
Spannend ist auch, wie divers das Publikum mittlerweile ist: Da stehen Kids mit frisch genähten DIY-Patches neben Leuten, die Nirvana noch live gesehen haben, Emo-Fans neben Metalheads und Indie-Kids neben Techno-Heads, die nach dem Konzert direkt weiter in den Club ziehen. Für viele wirkt so eine Show wie die Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Gegenwart – ein Raum, in dem sich Gen Z und Millennials auf denselben Songs einigen, obwohl ihre restlichen Playlists kaum Überschneidungen haben.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
Wenn du dich auf Reddit, in deutschen Discord-Servern oder auf TikTok umschaust, merkst du schnell: Rund um Nirvana brodelt eine eigene Gerüchtewelt. Obwohl alle Beteiligten immer wieder sagen, dass es kein echtes "Nirvana-Reunion"-Projekt geben wird, bauen Fans sich ihre eigenen Szenarien – teils ernsthaft, teils bewusst als Meme.
Ein Dauerbrenner ist die Idee einer großen Tribute-Tour unter dem Banner "A Night of Nirvana" mit Dave Grohl, Krist Novoselič und wechselnden Gastsänger:innen. Namen, die regelmäßig fallen: Billie Eilish, Post Malone, Machine Gun Kelly, Yungblud oder sogar deutsche Acts wie Provinz oder Kraftklub – einfach weil sie emotional singen, zwischen Pop und Rock stehen oder sich öffentlich als Nirvana-Fans geoutet haben. Viele Fans wünschen sich so ein Projekt als einmalige Hommage, vielleicht zu einem runden Jubiläum von "Nevermind" oder "In Utero".
Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine laute Fraktion, die das strikt ablehnt. In Foren liest du immer wieder den Satz, dass Nirvana ohne Kurt Cobain nicht existieren kann und jede Art von "Nirvana feat. XY" schnell wie ein Zerrbild wirken würde. Die Diskussion dreht sich oft um Authentizität: Kann jemand Kurts Songs singen, ohne dass es wie Karaoke wirkt? Oder wäre es ehrlicher, die Songs unter neutralem Banner wie "A Tribute to 90s Seattle" zu spielen, ohne den Bandnamen prominent auszuschlachten?
Ein anderer Teil der Gerüchte dreht sich um unveröffentlichte Demos und Home-Recordings. Immer wieder tauchen in Threads Behauptungen auf, dass in Archiven noch komplette Rohfassungen von Songs liegen, die nie richtig produziert wurden. Spekuliert wird über alternative Versionen von Tracks wie "You Know You’re Right", Demos von ganz frühen "Fecal Matter"-Tagen oder Tape-Aufnahmen von Jam-Sessions kurz vor Kurts Tod. Realistisch ist: Es gibt durchaus Material, das bisher nicht offiziell erschienen ist, aber was davon jemals das Licht der Welt erblickt, hängt von rechtlichen und emotionalen Faktoren ab. Die Verantwortlichen bewegen sich hier auf einem schmalen Grat zwischen Fanhunger und Respekt vor einem komplizierten Nachlass.
Auf TikTok wiederum kursieren vor allem Mythen und Halbwahrheiten über Songbedeutungen. Einige User behaupten, Kurt habe ganz bestimmte Szenen, Personen oder moderne Themen wie Social Media "vorhergesehen" – meist gestützt auf einzelne Textzeilen aus "Rape Me", "Serve The Servants" oder "Dumb". Vieles davon ist natürlich Interpretation und Projektion. Trotzdem zeigt der Trend, wie sehr Gen Z die Lyrics auf ihre eigene Realität mappt: Depression, Überforderung, der Druck, ständig funktionieren zu müssen – das alles lässt sich in Nirvana-Texten lesen, auch wenn sie aus einer komplett anderen Zeit stammen.
Und dann sind da noch die kleineren, aber hartnäckigen Theorien: Wird es jemals ein komplett neu kuratiertes "Best of" geben, das sich bewusst an Streaming-Gewohnheiten orientiert (kürzere Laufzeit, Fokus auf drei, vier Mega-Hits plus zwei Deep Cuts)? Kommt eine aufwendige Biopic-Serie im Stil moderner Streaming-Produktionen, vielleicht aus europäischer Perspektive? Werden deutsche Regisseur:innen oder Musiker:innen daran beteiligt sein? Konkrete Bestätigungen gibt es nicht, aber die Spekulation allein hält die Gespräche am Laufen.
Für dich als Fan lohnt es sich, solche Gerüchte mit einem gesunden Filter zu lesen: Spannende Ideen, inspirierende Fantasien, aber nicht jedes "Leak" und jede "Insider-Quelle" ist seriös. Sicher ist nur: Solange Communities über mögliche Tribute-Touren, Doku-Ideen oder Archive diskutieren, bleibt Nirvana im Alltag präsent – auch ohne echte "News" im klassischen Sinne.
Alle Daten auf einen Blick
Damit du nicht den Überblick verlierst, hier ein kompakter Daten- und Faktenblock zu Nirvana und dem aktuellen Hype.
| Bereich | Detail | Hinweis für Fans in Deutschland |
|---|---|---|
| Bandgründung | Ca. 1987 in Aberdeen/Seattle (USA) | Startpunkt der späteren Grunge-Welle |
| Studioalben | "Bleach" (1989), "Nevermind" (1991), "In Utero" (1993) | Alle Alben als Reissues und Deluxe-Versionen erhältlich |
| Legendäres Live-Album | "MTV Unplugged in New York" (Aufnahme 1993, Release 1994) | In Deutschland bis heute eines der meistgestreamten Unplugged-Alben |
| Wichtige Compilation | "Nirvana" (2002) mit "You Know You're Right" | Gateway-Album für viele jüngere Fans |
| Erste Deutschland-Shows | Anfang der 90er, u.a. Berlin, Hamburg, München | Bootlegs und Zeitzeugenberichte kursieren in deutschen Foren |
| Typische Tribute-Setlist | "Smells Like Teen Spirit", "Come As You Are", "Lithium", "Heart-Shaped Box", "Pennyroyal Tea" u.v.m. | In vielen deutschen Clubs und auf Tribute-Festivals zu hören |
| Beliebte Streaming-Songs (global) | "Smells Like Teen Spirit", "Come As You Are", "Heart-Shaped Box" | Alle drei Songs regelmäßig in deutschen Rock-Playlists vertreten |
| Typische Tribute-Preisspanne | ca. 20–45 Euro pro Ticket (Je nach Stadt & Venue) | Früh buchen lohnt sich, viele Dates schnell ausverkauft |
| Relevante Formate | Tribute-Konzerte, Clubnights, Doku-Screenings, Vinyl-Specials | Häufig in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln, München |
| Offizielle Infos | nirvana.com | News, Merch, offizielle Releases & Historie |
Häufige Fragen zu Nirvana
Um den aktuellen Nirvana-Hype besser greifen zu können, hier ein ausführlicher FAQ-Block mit den Fragen, die in deutschen Suchanfragen und Social-Media-Kommentaren am häufigsten auftauchen.
Wer sind die Mitglieder von Nirvana?
Der Kern von Nirvana bestand aus Kurt Cobain (Gesang, Gitarre), Krist Novoselič (Bass) und Dave Grohl (Schlagzeug). Gerade in den frühen Jahren gab es zudem wechselnde Drummer wie Chad Channing, aber das Trio Cobain/Novoselič/Grohl ist das Line-up, das "Nevermind" und "In Utero" prägte und bei den meisten legendären Auftritten auf der Bühne stand. Nach Kurts Tod 1994 endete die Band faktisch. Dave Grohl gründete wenig später Foo Fighters, Krist Novoselič spielte in verschiedenen Projekten und engagierte sich politisch. Beide sprechen immer wieder öffentlich über Nirvana, betonen aber auch, dass es keinen echten Ersatz für Kurt geben kann.
Kann es 2026 noch ein Nirvana-Comeback geben?
Ein Comeback im klassischen Sinne – also mit Kurt Cobain – ist natürlich ausgeschlossen. Was immer wieder diskutiert wird, sind Tribute- oder Gedenkshows mit Dave Grohl und Krist Novoselič plus Gastsänger:innen. Es hat in der Vergangenheit vereinzelt Momente gegeben, in denen Grohl, Novoselič und Gastmusiker bei Awardshows oder Specials einzelne Nirvana-Songs gespielt haben. Ein durchgeplantes, länger laufendes Projekt wurde bisher aber nicht umgesetzt. Und selbst wenn so etwas irgendwann passieren sollte, würde es eher als "Hommage" verkauft werden, nicht als "Nirvana ist zurück". Die beiden überlebenden Kernmitglieder haben in Interviews deutlich gemacht, dass der Name Nirvana untrennbar mit Kurt verbunden bleibt.
Warum ist Nirvana für Gen Z überhaupt noch relevant?
Das Spannende: Viele Themen, die Nirvana Anfang der 90er verhandelt hat, sind 2026 wieder oder immer noch brutal aktuell. Es geht um innere Leere, Wut, Depression, den Druck, in einer leistungsorientierten Gesellschaft zu funktionieren, Medienüberdruss und das Gefühl, in einer kaputten Welt aufzuwachsen. Kurts Texte sind nicht immer eindeutig, oft fragmentarisch und bildhaft, aber genau das ermöglicht neue Lesarten. Gen Z projiziert Social-Media-Stress, Pandemie-Erfahrungen, Klimakrisen-Angst und ständige Erreichbarkeit in diese Songs hinein.
Dazu kommt die Ästhetik: Flanellhemden, abgerissene Jeans, Chucks, ungeföhnte Haare – alles lässt sich problemlos mit aktuellem Y2K-Revival, E-Girl/E-Boy-Look oder Skate-Mode mischen. Viele TikToker:innen nutzen Nirvana-Songs als Soundtrack für Mood-Clips, Room-Touren oder Mental-Health-Statements. Die Band wird so Teil eines Online-Universums, das weniger von "Wir waren dabei" und viel mehr von "Das fühlt sich an wie ich" lebt.
Welche Nirvana-Songs sollte ich als Einsteiger:in unbedingt kennen?
Wenn du gerade erst in die Welt von Nirvana reinrutschst, gibt es ein paar Songs, die fast alle Fans als Pflichtprogramm sehen:
- "Smells Like Teen Spirit" – der übermächtige Hit, der Grunge weltweit in den Mainstream katapultierte.
- "Come As You Are" – eingängiger, dunkler, perfekt für Einstieg in den Sound.
- "Lithium" – wechselt zwischen ruhigen Strophen und eskalierenden Refrains, emotional extrem direkt.
- "Heart-Shaped Box" – düster, verstörend, mit einer der markantesten Gitarrenlinien der 90er.
- "All Apologies" – fast schon melancholischer Abschiedssong, vor allem in der Unplugged-Version.
- "About A Girl" – melodischer, fast schon Indie-Pop, zeigt Kurts Verständnis für eingängige Hooks.
- "Where Did You Sleep Last Night" (Unplugged) – kein eigener Song, aber die wohl intensivste Nirvana-Performance überhaupt.
Wenn dich das packt, lohnt es sich, Alben am Stück zu hören: "Nevermind" fühlt sich eher wie ein aggressives Pop-Album mit verzerrten Gitarren an, "In Utero" ist sperriger, roher, selbstzerstörerischer. Viele Fans sehen gerade in diesem Spannungsfeld den eigentlichen Reiz von Nirvana.
Wie unterscheidet sich "Nevermind" von "In Utero"?
"Nevermind" (1991) ist das Album, das Nirvana vom Underground-Phänomen zur Weltsensation gemacht hat. Der Sound ist vergleichsweise aufgeräumt, die Songs sind voller Hooks, die du nach einem Hördurchgang mitsingen kannst. Tracks wie "Smells Like Teen Spirit", "In Bloom", "Come As You Are" oder "Lithium" sind praktisch für Radio und MTV gebaut – auch wenn der Grundton wütend und verzweifelt bleibt. Produzent Butch Vig hat daraus ein Album geschnitzt, das zig Millionen Menschen instinktiv verstanden haben.
"In Utero" (1993) ist dagegen eine Art Gegenreaktion. Kurt Cobain war genervt davon, plötzlich als Sprachrohr einer Generation herumgereicht zu werden. Zusammen mit Produzent Steve Albini entstand ein Album, das deutlich rauer klingt: weniger Politur, mehr Feedback, mehr Schräge, mehr Stören. Songs wie "Scentless Apprentice", "Milk It" oder "Tourette's" sind fast schon Noise-Attacken, während "Heart-Shaped Box" und "Pennyroyal Tea" den Spannungsbogen zwischen Schreien und Melodie perfektionieren. Viele Fans sehen "Nevermind" als Zugangs-Album und "In Utero" als das Werk, das Nirvanas innere Zerrissenheit am ehrlichsten abbildet.
Wie komme ich 2026 in Deutschland an gutes Nirvana-Merch?
Offizielles Nirvana-Merch bekommst du über mehrere Wege. Die sicherste Variante führt über den offiziellen Shop auf der Bandseite, den große internationale Shops und einige lokale Partner vertreiben. Dort findest du lizenzierte Shirts mit Original-Artworks, Hoodies, Poster, Vinyl-Pressungen und teils limitierte Sammler-Editionen. Gerade bei zeitlich befristeten Jubiläumsaktionen lohnt es sich, früh reinzuschauen – bestimmte Farbvarianten von Vinyl oder Special-Shirts sind oft schnell weg.
In Deutschland führen viele große Ketten (von Musikläden bis Fast-Fashion) Nirvana-Prints, allerdings mischt sich hier offizielles Lizenz-Merch mit generischen 90er-Designs. Wenn dir Authentizität wichtig ist, lohnt ein Blick aufs Label oder eine kurze Google-Suche zur Marke. Vintage-Stores und Second-Hand-Plattformen sind ebenfalls spannend: Original-Shirts aus den 90ern sind teilweise extrem teuer geworden, aber du findest immer wieder seltene Drucke oder Tour-Motive, die nicht nachproduziert werden.
Grundsätzlich gilt: Offizielles Merch unterstützt zumindest indirekt die Rechteinhaber und damit das langfristige Management des musikalischen Erbes. Gleichzeitig ist der DIY-Gedanke der Szene nach wie vor lebendig – viele Fans designen eigene Patches, Zines oder Poster, ohne kommerzielle Absicht, eher als Liebeserklärung.
Wie kann ich mich in die Nirvana-Historie richtig reinfuchsen?
Wenn du tiefer als "Ich kenn die Hits" gehen willst, hast du mehrere Wege. Als Basis dienen die Alben und offiziellen Live-Releases, aber drumherum gibt es einen riesigen Kosmos aus Büchern, Interviews, alten Artikeln und Fanprojekten. Biografien über Kurt Cobain, aber auch über die Seattle-Szene insgesamt, helfen, die Zeit einzuordnen: Was lief parallel im Punk, was im Metal, wie entstand überhaupt dieser Schub, der später als "Grunge" vermarktet wurde?
Spannend sind auch alte TV-Mitschnitte und Konzertaufnahmen, die inzwischen oft in guter Qualität auf YouTube oder in Mediatheken liegen. Viele deutsche Fans bauen sich kleine Chronologien: von frühen Clubgigs mit kaum Publikum bis zu überdrehten Festivalshows, bei denen Kurt alles sabotiert, was nach Routine aussieht. Reddit-Threads, spezialisierte Foren und deutschsprachige Blogs liefern zusätzliche Perspektiven – von Technik-Nerds, die Gitarrensounds analysieren, bis hin zu Kulturwissenschaftler:innen, die sich mit Männlichkeitsbildern, Mode und Medienschelte bei Nirvana auseinandersetzen.
Am Ende musst du nichts davon akademisch durchanalysieren, um die Musik zu fühlen. Aber je mehr du dir reinziehst, desto klarer wird, warum diese relativ kurze Bandgeschichte bis heute so intensiv nachwirkt – und warum 2026 überhaupt noch so leidenschaftlich über Nirvana diskutiert wird.
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