Nippon, Steel

Nippon Steel Aktie: Rekord-Finanzierung

24.02.2026 - 21:21:25 | boerse-global.de

Der japanische Stahlkonzern sichert sich mit einer Rekord-Wandelanleihe Milliarden für die U.S.-Steel-Übernahme, während hohe Sonderkosten zu einem erwarteten Jahresverlust führen.

Nippon Steel setzt auf eine beispiellose Finanzspritze, um die Integration von U.S. Steel voranzutreiben. Mit der größten Wandelanleihe der japanischen Unternehmensgeschichte will der Stahlkonzern rund 3,85 Milliarden US-Dollar einsammeln. Doch während die globale Expansion Form annimmt, belasten hohe Einmalkosten und operative Rückschläge das aktuelle Konzernergebnis massiv.

Refinanzierung der Milliarden-Übernahme

Die heute angekündigte Finanzierung erfolgt über Euro-Yen-Wandelanleihen mit einem Gesamtvolumen von 600 Milliarden Yen. Das Angebot umfasst zwei Tranchen mit Laufzeiten bis 2029 und 2031. Ursprünglich war ein geringeres Volumen geplant, doch aufgrund der starken Investorennachfrage stockte das Management die Summe um 50 Milliarden Yen auf.

Die Mittel dienen primär der Refinanzierung des Brückendarlehens für die 15 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von U.S. Steel. Durch die Struktur als Nullkupon-Anleihen mit Wandlungsrechten versucht das Unternehmen, die unmittelbare Verwässerung der Aktionäre zu begrenzen. Reicht dieser finanzielle Spielraum aus, um die kurzfristigen Belastungen der Expansion abzufedern?

Rote Zahlen durch Sondereffekte

Zeitgleich mit dem Finanzierungsmanöver korrigierte Nippon Steel die Prognose für das im März 2026 endende Geschäftsjahr. Der erwartete Nettoverlust weitete sich auf 70 Milliarden Yen aus. Neben den hohen Transaktionskosten für den U.S.-Steel-Deal belastet vor allem ein Brand an einem Hochofen die Bilanz.

Die Ergebnisse der ersten neun Monate verdeutlichen den Übergang: Der Umsatz stieg zwar auf 7,26 Billionen Yen, doch der operative Gewinn brach um über 81 Prozent auf rund 107 Milliarden Yen ein. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 45 Milliarden Yen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein satter Gewinn von 362 Milliarden Yen erzielt wurde.

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Strategischer Fokus auf die USA

Trotz der aktuellen Verluste hält das Management an seinem aggressiven Wachstumskurs fest. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Betriebsgewinn von 420 Milliarden Yen angestrebt. Den erwarteten Ergebnisbeitrag von U.S. Steel für das laufende Jahr strich das Unternehmen aufgrund schwieriger Marktbedingungen jedoch von 80 Milliarden Yen auf null zusammen.

Erst im nächsten Geschäftsjahr soll die US-Sparte einen positiven Beitrag leisten. Um dieses Ziel zu erreichen, plant Nippon Steel über die nächsten fünf Jahre Investitionen in Höhe von 6 Billionen Yen. Davon sind allein 11 Milliarden US-Dollar für die Modernisierung der US-Werke vorgesehen, um die weltweite Produktionskapazität langfristig auf 100 Millionen Tonnen zu steigern.

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