Newmont Aktie: Gegenwind nimmt zu
27.03.2026 - 06:34:40 | boerse-global.deDer weltgrößte Goldproduzent hat aktuell mit mehreren Baustellen gleichzeitig zu kämpfen. Neben einer schwächer als erwarteten Produktion im ersten Quartal 2026 sorgt ein handfester Streit mit dem Rivalen Barrick Gold für Unruhe. Erschwerend kommt hinzu, dass der jüngste Rücksetzer beim Goldpreis die Margenfantasien der Anleger dämpft.
Schwache Vorabzahlen und operative Hürden
Die vorläufigen Produktionsdaten für das erste Quartal blieben hinter den Erwartungen der Wall Street zurück. Statt der erhofften 1,9 Millionen Unzen förderte Newmont lediglich rund 1,7 Millionen Unzen Gold. Verantwortlich für diese Delle sind unter anderem ein tödlicher Unfall und pausierte Schachtarbeiten in der Tanami-Mine. Zusätzlich belasten hohe Steuerzahlungen den Cashflow zum Jahresauftakt.
Für das Gesamtjahr 2026 plant das Management ohnehin mit einer Drosselung der Produktion auf 5,3 Millionen Unzen, nachdem im Vorjahr noch 5,9 Millionen Unzen gefördert wurden. Das Unternehmen nutzt diese Phase, um verstärkt in die eigenen Minen zu reinvestieren. Trotz der geringeren Volumina stützt das historisch hohe Goldpreisniveau weiterhin die Profitabilität.
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Eskalation in Nevada
Abseits des operativen Tagesgeschäfts braut sich ein juristischer Konflikt zusammen. Newmont hat dem Joint-Venture-Partner Barrick Gold eine formelle Verzugsmeldung für den Nevada-Goldminen-Komplex zugestellt. Der Vorwurf lautet, Barrick habe Ressourcen unrechtmäßig in das eigene Fourmile-Projekt umgeleitet. Dieser Streit bedroht die Stabilität des größten Goldminenkomplexes der Welt und könnte sich über Jahre hinziehen. Als direkte Konsequenz verweigert Newmont derzeit die Zustimmung für eine von Barrick geplante Abspaltung nordamerikanischer Vermögenswerte.
Analysten bleiben optimistisch
Die Kombination aus internen Problemen und einem von seinen Rekordhochs korrigierenden Goldpreis hat deutliche Spuren hinterlassen. Auf Monatssicht verzeichnete der Titel einen Rückgang von knapp 18 Prozent und ging am Donnerstag bei 86,80 Euro aus dem Handel.
Allerdings lassen sich Analysten von den kurzfristigen Hürden kaum beirren. Von 19 Wall-Street-Experten raten 18 zum Kauf der Papiere, was auf ein intaktes Vertrauen in die langfristige Strategie hindeutet. Im Fokus steht dabei der starke finanzielle Puffer aus dem Vorjahr, in dem Newmont den freien Cashflow massiv steigern und Schulden in Milliardenhöhe abbauen konnte.
Die vollständigen Quartalszahlen am 23. April 2026 vor US-Börsenstart bilden den nächsten konkreten Prüfstein. An diesem Tag muss das Management belegen, ob die liquiden Mittel ausreichen, um das Aktienrückkaufprogramm von bis zu drei Milliarden US-Dollar sowie die Dividenden in einem operativ anspruchsvolleren Jahr zu sichern.
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