Neuroloop-Implantat, Hoffnung

Neuroloop-Implantat: Hoffnung für therapieresistente Bluthochdruck-Patienten

22.02.2026 - 22:23:12 | boerse-global.de

Das Freiburger Start-up Neuroloop entwickelt ein elektrisches Implantat zur Stimulation des Vagusnervs. Es soll Patienten helfen, bei denen Medikamente gegen Bluthochdruck nicht wirken.

Ein deutsches Start-up entwickelt ein Nerven-Implantat gegen schwer behandelbaren Bluthochdruck. Die Technologie von Neuroloop GmbH aus Freiburg könnte eine Alternative für Patienten bieten, bei denen Medikamente nicht ausreichen.

Das dünne Implantat stimuliert den Vagusnerv mit elektrischen Impulsen. Dieser Nerv ist ein zentraler Schaltpunkt für das vegetative Nervensystem und reguliert unter anderem den Blutdruck. Das Gerät wird operativ eingesetzt und kann vom Arzt per Tablet programmiert werden.

Der stille Killer: Warum Bluthochdruck so gefährlich ist

In Deutschland leidet etwa jeder dritte Erwachsene an Bluthochdruck – das sind über 20 Millionen Menschen. Die Tücke der Erkrankung: Sie verursacht oft jahrelang keine spürbaren Symptome. Viele fühlen sich gut, während der erhöhte Druck bereits Gefäße, Herz, Gehirn und Nieren schädigt.

Oft wird die Diagnose erst gestellt, wenn bereits Folgeschäden eingetreten sind. Experten warnen vor den gravierenden Langzeitfolgen. Bluthochdruck ist der wichtigste Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Gefahr fürs Gehirn: Der Demenz-Zusammenhang

Besonders besorgniserregend ist der nachgewiesene Zusammenhang mit der kognitiven Gesundheit. Aktuelle Studien belegen, dass Bluthochdruck das Demenz-Risiko signifikant erhöht. Der dauerhaft hohe Druck kann zu strukturellen Veränderungen und einer Volumenabnahme im Gehirn führen.

Die gute Nachricht: Eine konsequente medikamentöse Senkung des Blutdrucks kann das Demenz-Risiko um über zehn Prozent verringern. Doch was, wenn die Tabletten nicht wirken?

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So funktioniert die neue Implantat-Technologie

Genau hier setzt Neuroloop an. Für Patienten mit sogenannter resistenter Hypertonie soll das Implantat eine Lösung bieten. Nach der Operation kann der Arzt die Stärke und Frequenz der elektrischen Stimulation von außen anpassen.

Die Energieversorgung des Akkus erfolgt drahtlos per Induktion. Dazu legt der Patient einfach ein externes Gerät auf die Brust. Der Ansatz ist innovativ – doch er muss sich erst in klinischen Studien beweisen.

Prävention bleibt der beste Schutz

Technologische Innovationen sind kein Ersatz für Prävention. Experten betonen nach wie vor die Wirksamkeit von Lebensstiländerungen. Dazu gehören eine salzarme Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf Nikotin.

Die europäischen Leitlinien empfehlen mittlerweile eine frühere Intervention. Bereits bei leicht erhöhten Werten soll eine individuelle Risikobewertung erfolgen. Ziel ist es, Organschäden von vornherein zu verhindern.

Die Entwicklung des Implantats zeigt: Der medizinische Fortschritt sucht neue Wege. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die Aufklärung. Denn der erste Schritt gegen den stillen Killer ist immer noch die regelmäßige Blutdruckmessung.

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