Krebs-Leitlinie, Leitlinie

Neue Krebs-Leitlinie warnt eindringlich vor gefährlichen „Wunderdiäten“

25.02.2026 - 23:40:03 | boerse-global.de

Eine aktualisierte medizinische Leitlinie stuft populäre Krebsdiäten als nutzlos und riskant ein. Sie warnt vor Mangelernährung und empfiehlt evidenzbasierte Ernährung als Therapieunterstützung.

Eine aktualisierte medizinische Leitlinie stellt klar: Strikte Krebsdiäten sind nicht nur nutzlos, sondern gefährden den Therapieerfolg. Experten sehen in der Warnung einen wichtigen Schritt gegen medizinische Fehlinformationen.

Die überarbeitete S3-Leitlinie zur klinischen Ernährung in der Onkologie, die am 23. Februar veröffentlicht wurde, sendet eine unmissverständliche Botschaft an Patienten und Ärzte. Sie warnt vor ketogenen Diäten, Fastenkuren oder der Breuß-Diät. Diese können den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen und wissenschaftlich fundierte Therapien sabotieren.

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Der unterschätzte Risikofaktor: Mangelernährung

Das zentrale Anliegen der Leitlinie ist der Kampf gegen Mangelernährung – ein häufiges und schwerwiegendes Problem bei Krebspatienten. Viele verlieren durch die Erkrankung oder Therapien wie Chemo- und Strahlentherapie an Gewicht und Kraft.

„Unwissenschaftliche Krebsdiäten verschärfen dieses Risiko massiv“, erklärt Leitlinien-Expertin Professorin Jutta Hübner vom Universitätsklinikum Jena. Radikale Einschränkungen führten zu einem Mangel an Kalorien, Proteinen und Vitaminen. Statt den Körper zu stärken, schwächen solche Diäten die Patienten. Die Folge: Sie tolerieren die notwendigen Behandlungen schlechter.

Keine Evidenz für ketogene Ernährung & Co.

Die Leitlinie überprüfte elf populäre Ernährungsformen mit einem klaren Ergebnis. Für Ansätze wie ketogene Ernährung, Fasten oder die Budwig- und Breuß-Diät gibt es keine wissenschaftlichen Belege für einen Nutzen in der Krebstherapie.

Die Autoren raten explizit davon ab. Das Risiko für Gewichtsverlust und Mangelernährung sei zu hoch. Auch für eine rein vegetarische oder vegane Ernährung während der Therapie fehle die Evidenz. Hier sei eine extrem sorgfältige Planung nötig, um Nährstoffdefizite zu vermeiden.

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Der fatale Unterschied: Alternativ vs. Komplementär

Ein entscheidender Punkt der Leitlinie ist die klare Abgrenzung. Alternative Methoden ersetzen die Schulmedizin – wer eine wirksame Therapie zugunsten einer Diät verzögert, riskiert sein Leben.

Komplementäre Ansätze sollen die Standardtherapie ergänzen, etwa um Nebenwirkungen zu lindern. Doch Vorsicht ist geboten: Auch pflanzliche Mittel können Wechselwirkungen haben oder die Wirksamkeit von Krebsmedikamenten beeinträchtigen. Jede ergänzende Maßnahme muss mit dem Behandlungsteam besprochen werden.

Aufklärung als beste Medizin

Die Leitlinie unterstreicht die wachsende Rolle der evidenzbasierten Ernährungsmedizin. Sie soll Ärzte beraten und Patienten vor unseriösen Heilsversprechen schützen. Der Fokus liegt auf Aufklärung, nicht auf Verboten.

Experten fordern eine stärkere Integration von Ernährungsberatung in die Krebsversorgung. Die wichtigste Botschaft bleibt: Eine ausgewogene, kräftigende Ernährung ist die beste Therapieunterstützung. Alles andere muss kritisch hinterfragt und ärztlich begleitet werden.

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