Netflix Aktie: Übernahme-Aus!
01.03.2026 - 01:48:22 | boerse-global.deDie Bieterschlacht ist vorbei – und Netflix hat das Handtuch geworfen. Der Streaming-Riese zieht sein Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery zurück und überlässt dem Rivalen Paramount Skydance das Feld. Die Erleichterung an der Börse ist greifbar: Die Netflix-Aktie schießt nachbörslich um 8,5 Prozent nach oben auf 91,79 Dollar.
Was war passiert? Paramount Skydance, finanziell unterstützt von Oracle-Gründer Larry Ellison, hatte sein Gebot für Warner Bros. Discovery von 30 auf 31 Dollar pro Aktie erhöht – insgesamt rund 111 Milliarden Dollar für den gesamten Konzern inklusive TV-Sparte. Netflix hatte zuvor 83 Milliarden Dollar geboten, allerdings nur für Studio und Streaming. Die Fernsehsender mit CNN sollten abgespalten werden.
Der Warner-Verwaltungsrat wertete das Paramount-Angebot als überlegen. Netflix hätte vier Tage Zeit gehabt zu kontern – doch der Konzern winkte ab. Die Begründung: Ein höheres Gebot wäre finanziell nicht mehr attraktiv gewesen.
2,8 Milliarden Dollar Vertragsstrafe
Die Entscheidung hat ihren Preis: Warner muss nun eine Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar an Netflix zahlen. Paramount erklärte sich bereit, diese Summe zu übernehmen. Bei einem Scheitern des Deals würde Paramount selbst sieben Milliarden Dollar zahlen müssen. Große Teile des Kaufpreises garantiert Larry Ellison persönlich – bei einem geschätzten Vermögen von rund 200 Milliarden Dollar kein Problem.
Für Netflix endet damit ein monatelanger Übernahmekampf, der die Aktie belastet hatte. Analyst James Heaney von Jefferies sieht den Ausstieg positiv und bekräftigt sein Kaufvotum mit Kursziel 134 Dollar. Seine Analyse zeige auch ohne Warner jährlich zehn Prozent Umsatzwachstum und durchschnittlich 20 Prozent Ergebnisplus bis 2030. Netflix kündigte zudem an, das Aktienrückkaufprogramm wieder aufzunehmen.
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CNN unter Ellison-Kontrolle
Mit dem Paramount-Zuschlag dürfte der Nachrichtensender CNN unter Kontrolle der Ellison-Familie wandern. Trump-Kritiker befürchten einen Verlust der redaktionellen Unabhängigkeit – die CBS-Nachrichtenredaktion von Paramount schlug seit der Ellison-Übernahme 2025 einen freundlicheren Ton gegenüber der Trump-Regierung an.
Noch ist der Deal aber nicht durch: Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta kündigte eine Wettbewerbsprüfung an. Auch die Wettbewerbshüter in Washington werden den 111-Milliarden-Deal genau unter die Lupe nehmen. Die Ellisons hoffen auf eine positive Entscheidung – ihre Nähe zu Trump könnte helfen.
Für Netflix-Anleger ist die Entscheidung jedenfalls ein Befreiungsschlag. Statt sich in eine teure Übernahmeschlacht zu verstricken, kann sich der Konzern auf organisches Wachstum konzentrieren. Der Kurssprung zeigt: Die Wall Street honoriert diese Strategie.
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