Netflix Aktie: Übernahme abgesagt
27.02.2026 - 06:30:39 | boerse-global.deNetflix zieht im Bieterrennen um Warner Bros. Discovery die Reißleine. Der Streaming-Marktführer entschied sich gegen eine Erhöhung seines 83-Milliarden-Dollar-Angebots und überlässt das Feld dem Konkurrenten Paramount Skydance. Für Anleger ist der Rückzug jedoch keine Niederlage, sondern strategische Disziplin – versüßt durch eine unerwartete Milliardenzahlung.
Das Management in Los Gatos bewertete die potenzielle Akquisition lediglich als "nice-to-have", sofern der Preis stimmt, und nicht als zwingende Notwendigkeit um jeden Preis. Eine Aufstockung der Offerte erschien finanziell nicht mehr attraktiv, nachdem Paramount ein überlegenes Angebot von 31 Dollar je Aktie für den gesamten Medienkonzern vorgelegt hatte. Warner Bros. Discovery akzeptierte diese Offerte gestern offiziell.
Lukrativer Ausstieg
Der Rückzug zahlt sich für Netflix unmittelbar aus. Als Teil der Einigung muss der Käufer Paramount eine Strafzahlung in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar übernehmen, die eigentlich an Netflix fällig gewesen wäre. Damit stärkt der Konzern seine Bilanz, ohne die Integrationsrisiken einer Großfusion tragen zu müssen.
Paramount Skydance geht dagegen hohe Verpflichtungen ein. Der Deal beinhaltet eine regulatorische Ausfallgebühr von 7 Milliarden Dollar sowie eine sogenannte "Ticking Fee": Sollte sich der Abschluss über Ende September hinaus verzögern, werden pro Quartal weitere 25 Cent je Aktie fällig. Das US-Justizministerium prüft den Zusammenschluss derzeit bereits auf kartellrechtliche Bedenken. Durch die Fusion verschmelzen Assets wie CBS, MTV und Paramount+ mit Schwergewichten wie CNN, HBO Max und den Warner-Filmstudios.
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Die Zahlen des Übernahmeziels
Die Entscheidung gegen einen teuren Preiskampf erscheint angesichts der Fundamentaldaten von Warner Bros. Discovery rational. Das Zielunternehmen meldete für das vierte Quartal 2025 einen Nettoverlust von 252 Millionen Dollar bei einem Umsatzrückgang von 6 Prozent auf 9,46 Milliarden Dollar. Besonders das Studio- und Werbegeschäft schwächelte deutlich. Einziger Lichtblick war das Streaming-Wachstum um 3,5 Millionen auf weltweit 131,6 Millionen Abonnenten.
Netflix konzentriert sich nun wieder auf organisches Wachstum und die Bereinigung des eigenen Portfolios, wozu auch die jüngste Einstellung der Serie "With Love, Meghan" zählt. Mit 2,8 Milliarden Dollar zusätzlich in der Kasse und ohne die Last eines angeschlagenen Medienriesen steht der Marktführer finanziell robust da, während Paramount nun die komplexe Integration bewältigen muss.
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