NASDAQ 100, US-Tech-Aktien

NASDAQ 100 schließt dritte Verlustwoche ab: Geopolitik und Fed-Dilemma drücken Tech-Index

15.03.2026 - 18:43:18 | ad-hoc-news.de

Der NASDAQ 100 fiel um 0,62 Prozent auf 24.380 Punkte und beendet die dritte Verlustwoche in Folge. Iran-Konflikt und steigende Energiepreise schüren Stagflationsängste, während die Fed Zinsen voraussichtlich unverändert lässt.

NASDAQ 100,  US-Tech-Aktien,  Fed-Entscheidung - Foto: THN
NASDAQ 100, US-Tech-Aktien, Fed-Entscheidung - Foto: THN

Der NASDAQ 100 Index hat am Freitag, den 13. März 2026, die dritte Verlustwoche in Folge abgeschlossen. Der Index fiel um 0,62 Prozent auf 24.380,73 Punkte. Auslöser sind geopolitische Spannungen um den Iran-Konflikt sowie steigende Energiepreise, die Stagflationsängste schüren.

Stand: 15. März 2026

Dr. Lukas Meier, Chefanalyst US-Tech-Märkte. Spezialist für Wachstumsindizes und makroökonomische Einflüsse auf den NASDAQ 100.

Was genau ist passiert?

Der NASDAQ 100 notierte am 13. März bei 24.380,73 Punkten, ein Minus von 152,85 Punkten oder 0,62 Prozent. Dies bestätigt die dritte negative Woche hintereinander. Die Marktstimmung wurde durch Eskalationen im Iran-Konflikt belastet, die Energiepreise in die Höhe trieben. Gleichzeitig steht die Fed vor einem Dilemma: Schwächer werdende Arbeitsmarktdaten plädieren für Lockerung, anhaltende Inflation dagegen für Stabilität.

Der Index liegt nun unter der technisch wichtigen 24.600-Punkte-Marke. Nächste Unterstützung folgt bei 24.218 Punkten, dem Tief des Februars. Handelsvolumen blieb erhöht, was auf defensive Positionierungen hindeutet.

Warum drückt das speziell den NASDAQ 100?

Im Gegensatz zu breiteren Indizes wie Dow Jones leidet der NASDAQ 100 stärker unter risikoscheuen Märkten. Megacap-Tech-Werte wie Apple, Microsoft und Nvidia machen rund 50 Prozent des Index aus. Diese rate-sensitiven Growth-Stocks reagieren empfindlich auf Stagflationsszenarien, da höhere Energiepreise Margen drücken und Zinsstabilität Bewertungen belastet.

Geopolitik verstärkt dies: Der Iran-Konflikt treibt Ölpreise, was Inputkosten für Tech-Firmen steigert. Der NASDAQ 100 fiel damit stärker als der S&P 500, der diversifizierter ist. Marktbreite schrumpft – nur 40 Prozent der Komponenten schlossen positiv.

Fed-Entscheidung als nächsten Katalysator

Montag und Dienstag tagt die Fed. Marktteilnehmer erwarten unveränderte Zinsen bei 5,25 bis 5,50 Prozent. Der Arbeitsmarkt kühlt ab, Inflation bleibt hartnäckig bei 3,1 Prozent Kern-CPI. Eine Taube Tönung könnte den Index stützen, eine Hawkish-Note neue Tiefs forcieren.

Treasury-Renditen steigen: Der 10-Jahres-US-Treasury liegt bei 4,35 Prozent, was Growth-Valuations belastet. Der US-Dollar indexiert bei 106, stützt Exporteure, drückt aber globale Tech-Nachfrage. Für den NASDAQ 100 bedeutet das: Jede Andeutung von Zinssenkungen würde schnelle Erholung triggern.

Auswirkungen auf Sektoren im NASDAQ 100

Halbleiter litten am stärksten: Nvidia und Co. fielen um bis zu 1,5 Prozent durch Lieferkettenrisiken aus dem Nahen Osten. Software und Cloud blieben resilienter, da Abonnements stabil sind. Consumer Internet wie Amazon und Meta profitierten marginal von Werbeeinnahmen, konnten den Index aber nicht retten.

Der Index-Umbau ab März 2026 verschärft Unsicherheiten. Methodische Änderungen betreffen inverse und gehebelte Produkte mit täglichem Reset – ein Risikofaktor für ETF-Halter. KI-Trends pausieren vorerst; Fokus liegt auf Makro.

Warum DACH-Investoren jetzt aufpassen müssen

Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der NASDAQ 100 via ETFs wie QQQ oder Lyxor Nasdaq-100 UCITS zentral im Depot. Der schwächere Tech-Index zieht europäische Tech-Aktien wie SAP oder ASML mit – Korrelation bei 0,85. Euro-Dollar bei 1,08 verstärkt Importkosten für DAX-Tech.

ECB-Politik divergiert: Während Fed stabilisiert, könnte die EZB früher lockern, was Carry-Trades begünstigt. Stagflationsängste hemmen globales Risikoappetit, relevant für DAXX-Portfolios. Schweizer Anleger sehen via SMI-S&P-Kopplung Druck auf Nestlé und Roche.

Risiken und Chancen im Überblick

  • Risiken: Fed-Hawkishness treibt Yields über 4,5 Prozent, Index testet 24.000.
  • Geopolitik eskaliert, Öl über 90 Dollar, Margendruck auf Tech.
  • Schwache Breite: Nur Megacaps halten, Small-Caps im Index leiden.

  • Chancen: Taube Fed signalisiert Senkungen im Juni, Rally bis 25.000.
  • Index-Umbau schafft Rotation in frische Namen.
  • Futures deuten Stabilisierung: Nachträge +0,1 Prozent.

Ausblick: Was erwartet den Nasdaq heute?

Nasdaq 100 Futures zeigen leichte Erholung vor Fed. Prognosen sehen Volatilität: März-Ende bei 24.192 Punkten möglich. Langfristig zielt der Index auf 25.000, abhängig von Deeskalation. DACH-Investoren sollten Hedging via VIX-Produkten prüfen.

Historische Daten zeigen: Nach drei Verlustwochen folgt oft Bounce um 2-4 Prozent. Doch Stagflationsrisiko bleibt dominant.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, Aktien und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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