Nasdaq, US-Arbeitsmarktdaten

Nasdaq 100: Ölpreisschock belastet

13.03.2026 - 02:05:00 | boerse-global.de

Der Nasdaq 100 verliert deutlich, angetrieben durch einen Ölpreisschock und schwache US-Arbeitsmarktdaten. Höhere Anleiherenditen und Stagflationssorgen dämpfen die Aussicht auf Zinssenkungen.

Nasdaq 100: Ölpreisschock belastet - Foto: über boerse-global.de
Nasdaq 100: Ölpreisschock belastet - Foto: über boerse-global.de

Steigende Energiepreise, höhere Anleiherenditen und ein angespanntes makroökonomisches Umfeld – der Nasdaq 100 steht heute unter Druck. Der Index verlor rund 1,07 Prozent und damit etwas mehr als der S&P 500 (-0,90 %) und der Dow Jones (-1,01 %).

Öl und Stagflationssorgen dominieren

Der Auslöser ist klar: Der Ölpreis legte den zweiten Tag in Folge deutlich zu. Hintergrund ist der eskalierte Konflikt zwischen Iran, Israel und Golfstaaten. Tanker meiden zunehmend die Straße von Hormus, der Irak stoppte nach Angriffen auf zwei Schiffe den Betrieb seiner Ölterminals. Die IEA reagierte mit der größten strategischen Ölreservenfreigabe ihrer Geschichte – 400 Millionen Barrel – konnte den Preisanstieg aber nicht bremsen.

Die Folge: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf rund 4,24 Prozent, ein Fünf-Wochen-Hoch. Höhere Energiepreise schüren Inflationserwartungen und reduzieren die Wahrscheinlichkeit baldiger Zinssenkungen der Fed. Marktteilnehmer rechnen derzeit nur noch mit einer Senkung um 25 Basispunkte – frühestens im September.

Zusätzlich belastet der jüngste US-Arbeitsmarktbericht: Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft fiel im Februar um 92.000 Stellen, während Ökonomen ein Plus von 55.000 erwartet hatten. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 Prozent. Schwaches Wachstum kombiniert mit steigenden Preisen – das Stagflationsszenario gewinnt an Konturen.

Chips stark, Software und Finanzen unter Druck

Innerhalb des Index gab es klare Gewinner: Nvidia legte rund 1,8 Prozent zu, gestützt durch Berichte über eine neue Partnerschaft zum Ausbau von KI-Rechenzentren in Südostasien. AMD folgte mit einem Plus von 1,2 Prozent. Microsoft gewann 0,6 Prozent nach einer Ankündigung neuer KI-Funktionen für seine Azure-Plattform.

Auf der anderen Seite gab Apple leicht nach. Finanzwerte standen zusätzlich unter Beobachtung, nachdem Morgan Stanley und Cliffwater Auszahlungen aus privaten Kreditfonds einschränkten – ein Signal steigender Kreditrisiken.

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Technisch bleibt der Nasdaq 100 angeschlagen. Der Index handelt unterhalb des Widerstands bei 25.100 Punkten, die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte zeigen nach unten. Ein Rückfall unter 24.450 Punkte würde weiteren Abgabedruck in Richtung 24.000 Punkte eröffnen. Der VIX notiert bei 25,97 – ein Niveau, das auf anhaltend erhöhte Schwankungsbreite hindeutet.

Adobe-Zahlen als nächster Kurstreiber

Nach Börsenschluss legt Adobe seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent verloren, da Anleger befürchten, dass generative KI-Tools das klassische Softwaregeschäft des Unternehmens unter Druck setzen könnten. Der Optionsmarkt preist eine Kursbewegung von rund 7,7 Prozent in beide Richtungen ein – deutlich mehr als der historische Durchschnitt von 5,4 Prozent nach Quartalszahlen.

Am Freitag folgt der vorläufige Verbrauchersentiment-Index der Universität Michigan, der Aufschluss über Inflationserwartungen und Konsumbereitschaft geben dürfte. Zudem äußern sich mehrere Fed-Vertreter – Hinweise auf den geldpolitischen Kurs in der zweiten Jahreshälfte 2026 werden aufmerksam verfolgt.

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