NASDAQ 100 bricht unter SMA20: Bärisches Chartbild dominiert - Prognose für Freitag den 20.03.2026
20.03.2026 - 13:50:54 | ad-hoc-news.deDer NASDAQ 100 Index hat am Donnerstag, den 19. März 2026, den kritischen 20-Tage gleitenden Durchschnitt (SMA20) bei 24.536 Punkten nach unten durchbrochen. Der Schlusskurs lag bei 24.391 Punkten mit einem Rückgang von 0,14 Prozent. Dieser Bruch markiert einen klaren Wechsel im kurzfristigen Chartbild zu bärisch und erhöht den Abwärtsdruck auf US-Tech-Aktien.
Stand: 20.03.2026
Dr. Lukas Meier, Chefanalyst US-Tech-Märkte. Spezialist für NASDAQ 100 Futures und Wachstumsaktien-Positionierung.
Dieser technische Fehlschlag geschah trotz einer Federal-Reserve-Sitzung, die keine neuen Marktimulse lieferte. Der Index fiel im Tagesverlauf auf ein Tief von 24.100 Punkten und schloss unter allen relevanten kurzfristigen Durchschnitten. Für den NASDAQ 100 aktuell bedeutet das eine Phase erhöhter Unsicherheit, in der technische Marken die Richtung bestimmen.
Technische Details des SMA20-Bruchs
Im Stundenchart des NASDAQ 100 notiert der Index nun unter der SMA20 (24.536 Punkte), SMA50 (ca. 24.693 Punkte) und SMA200 (24.892 Punkte). Solange keine Rückkehr über die SMA20 gelingt, bleibt der Abwärtsdruck dominant. Mögliche Abwärtsziele liegen bei 24.275-24.260 Punkten als erstes Niveau, gefolgt vom Monatstief bei etwa 24.148 Punkten.
Der 5-Tage-Chart unterstreicht die Schwäche: Vom 16. März bei 24.655 Punkten auf 24.391 Punkten am 19. März, was einem Wochendruck von rund 1 Prozent entspricht. Der Index eröffnete mit Abschlag und bestätigte den Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends. Nachmittags erreichte er das Tagestief bei 24.100 Punkten.
Für den Freitagshandel zeigen die NASDAQ 100 Futures (Sep '26) eine leichte Erholung bei 24.831 Punkten (+0,12 Prozent), doch der Spot-Index bleibt schwach. Die erwartete Tagesrange liegt zwischen 24.114-24.244 Punkten (Unterseite) und 24.563-24.670 Punkten (Oberseite).
Warum dieser Bruch für den NASDAQ 100 entscheidend ist
Der SMA20 dient als kurzfristiger Trendindikator. Sein Bruch signalisiert, dass Käufer nicht mehr dominant sind und Verkäufer die Kontrolle übernehmen. Im Kontext des NASDAQ 100 Index, der stark von Megacap-Tech wie den 'Magnificent Seven' abhängt, verstärkt dies die Vulnerabilität gegenüber Risikoaversion. Der Index ist nicht breit aufgestellt, sondern wird von wenigen Wachstumsaktien getrieben, was solche technischen Brüche besonders wirkungsvoll macht.
Verglichen mit dem S&P 500, der breiter diversifiziert ist, unterperformt der NASDAQ 100 in solchen Phasen. Der Dow Jones, value-lastig, könnte hingegen relativ stabil bleiben. Dieses Muster zeigt sich aktuell: Während der NASDAQ 100 -0,14 Prozent verlor, fiel der S&P 500 moderater.
Auswirkungen auf DACH-Investoren
Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die über ETFs wie den iShares NASDAQ-100 UCITS ETF exponiert sind, bedeutet der SMA20-Bruch einen Warnsignal. Dieser ETF notierte im STU-Handel leichte Gewinne von 0,05 Prozent auf 204,85 EUR, spiegelt aber die US-Schwäche wider. Europäische Tech-Aktien wie Infineon oder ASML leiden unter Read-across-Effekten, da globale Halbleiter- und AI-Trends korrelieren.
Der starke US-Dollar verstärkt den Druck auf euro-basierte Portfolios. Zudem könnte eine anhaltende NASDAQ-Schwäche das Risikoappetit für risikoreiche Assets in Europa dämpfen, insbesondere vor dem EZB-Zinsentscheid. DACH-Investoren mit Futures-Positionen sollten die Unterstützung bei 24.277 Punkten beobachten.
Trading-Szenarien und Wahrscheinlichkeiten
Das Long-Szenario erfordert eine Stabilisierung über 24.332 Punkten, mit Zielen bei 24.600-24.850 Punkten. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 60 Prozent, solange die SMA20 nicht nachhaltig zurückerobert wird. Im Short-Szenario droht bei Bruch unter 24.332 Punkte ein Rücksetzer bis 24.100 oder tiefer, mit 40 Prozent Chance.
Marktteilnehmer auf Plattformen wie Polymarket sehen eine knappe Mehrheit von 54 Prozent für ein Tagesplus, basierend auf Crowd-Sentiment. Dies widerspricht jedoch dem technischen Bild, wo der Bruch unter SMA20 dominiert. Für Nasdaq 100 Futures heute: Oberseite bei 24.670 Punkten, Unterseite bei 24.114 Punkten.
Macro-Kontext: Fed und Treasury-Yields
Die Fed-Sitzung lieferte keine Überraschungen, was den Druck auf rate-sensitive Growth-Stocks wie im NASDAQ 100 verstärkte. Treasury-Renditen blieben stabil, doch steigende Yields würden die Bewertungen von Tech-Megacaps weiter belasten. Der US-Dollar-Index zeigt Stärke, was Exporteure in Tech-Sektoren trifft.
Im Vergleich zum S&P 500 unterstreicht dies die Konzentration des NASDAQ 100 auf hohe Wachstumsaktien. Eine breitere Marktschwäche könnte den Russell 2000 stärken, während der NASDAQ 100 leidet. Keine Earnings-Saison dominiert derzeit, der Fokus liegt rein technisch.
Risiken und Chancen für die kommende Woche
Entscheidend bleibt, ob der Index die SMA20 zurückerobert. Ein Scheitern würde das bärische Chartbild verstärken und Ziele bei 23.979 Punkten öffnen. Positiv wäre eine Rotation in Value-Sektoren, doch die Tech-Dominanz im NASDAQ 100 macht dies unwahrscheinlich.
Für DACH-Portfolios: Reduzieren Sie Hebel in Tech-ETFs bei Bruch unter 24.277 Punkten. Beobachten Sie EZB-Implikationen, da eine dovishere Haltung den Euro stärken könnte. Halbleiter-Aktien wie Nvidia tragen den Druck, AI-Momentum pausiert vorerst.
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