NASDAQ 100 bricht unter SMA20: Bärisches Chartbild dominiert nach Fed-Sitzung
20.03.2026 - 13:28:11 | ad-hoc-news.deDer NASDAQ 100 Index hat am Donnerstag, den 19. März 2026, den wichtigen 20-Tage gleitenden Durchschnitt (SMA20) bei 24.536 Punkten nach unten durchbrochen. Der Schlusskurs lag bei 24.391 Punkten mit einem Rückgang von 0,14 Prozent. Dieser Bruch signalisiert einen Wechsel im kurzfristigen Chartbild zu bärisch und erhöht den Abwärtsdruck auf US-Tech-Aktien.
Stand: 20. März 2026
Dr. Lukas Meier, Chefanalyst US-Tech-Märkte. Spezialist für NASDAQ 100 Futures und Wachstumsaktien-Positionierung.
Dieser technische Wendepunkt trifft auf Unsicherheit nach der jüngsten Fed-Sitzung, die keine neuen positiven Impulse lieferte. Der Index fiel im Tagesverlauf auf ein Tief von 24.100 Punkten und schloss unter allen relevanten kurzfristigen Durchschnitten. Für DACH-Investoren bedeutet das erhöhtes Risiko in NASDAQ-100-ETFs, da der Abwärtstrend Tech-Werte stärker belastet als breitere Indizes.
Technische Analyse: SMA20-Bruch als Signal für weitere Rücksetzer
Im Stundenchart des NASDAQ 100 hat sich das Bild klar eingetrübt. Der Index notiert nun unter der SMA20 (24.536 Punkte), SMA50 (ca. 24.693 Punkte) und SMA200 (24.892 Punkte). Solange keine Rückkehr über die SMA20 gelingt, bleibt der Abwärtsdruck dominant.
Mögliche Abwärtsziele liegen bei 24.275-24.260 Punkten als erstes Niveau, gefolgt vom Monatstief bei etwa 24.148 Punkten. Eine Stabilisierung oberhalb der SMA20 könnte zu einem Test der SMA50 führen, doch das übergeordnete Chartbild bleibt bärisch.
Der 4-Stunden-Chart bestätigt die Schwäche: Der Index scheiterte wiederholt an der SMA200 und zeigt nun volatile Bewegungen ohne klare Trendrichtung. Die Stabilisierung oberhalb von 23.300 Punkten ist das einzige positive Signal, reicht aber nicht für eine Trendwende.
Über fünf Handelstage beträgt der Verlust nun 3,34 Prozent. Vom Höchststand am 16. März bei 24.655 Punkten auf 24.391 Punkte – ein klares Zeichen anhaltender Schwäche in US-Tech-Aktien heute.
Fed-Sitzung ohne Impuls: Warum der NASDAQ 100 stärker leidet
Die Fed-Sitzung am 19. März lieferte keine Überraschungen, doch der Markt reagierte mit Abverkauf. Der NASDAQ 100 fiel um bis zu 1,43 Prozent in früheren Phasen und schloss schwächer als der S&P 500. Dies unterstreicht die Vulnerabilität von Growth-Stocks gegenüber Zinserwartungen.
Trotz stabiler Treasury-Renditen bleibt der Druck auf rate-sensitive Tech-Werte bestehen. Der US-Dollar zeigt leichte Stärke, was europäische Investoren bei unhedged ETFs zusätzlich belastet. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz relevant: Spillover-Effekte auf DAX-Tech wie Infineon oder ASML, da globale Risk-Off-Stimmung AI- und Semiconductor-Themen dämpft.
Marktbreite: Der Rückgang ist breit gestreut, mit Schwerpunkten in Megacaps. NVIDIA und andere Semiconductor-Aktien trugen stark zum Verlust bei, während der S&P 500 moderater fiel. Der NASDAQ 100 underperformt damit klar gegenüber Dow Jones und Russell 2000.
NASDAQ 100 Futures: Leichte Erholung, aber Spot-Index schwach
Die NASDAQ 100 Futures (Sep '26) zeigen vorhanden eine leichte Erholung bei 24.831 Punkten (+0,12 Prozent), kontrastieren jedoch zum schwachen Spot-Index bei 24.391 Punkten. Polymarket-Wetten geben 54 Prozent Chance auf ein Tagesplus, basierend auf Mittag-zu-Mittag-Vergleich – doch technische Signale widersprechen.
Short-Szenario: Bruch unter 24.408 Punkte zielt auf 24.340, 24.299 bis 24.158 Punkte. Long nur über SMA20 bei 24.536 Punkten möglich, mit Zielen bis 24.600-24.850. Die erwartete Tagesrange liegt zwischen 24.114-24.244 (Unterseite) und 24.563-24.670 (Oberseite), was hohe Volatilität signalisiert.
Für DACH-Trader: Futures-Positionierung erfordert enge Stops, da Pre-Market-Schwäche anhält. ETF-Inhaber wie bei Lyxor oder Amundi sollten Drawdowns von 3-5 Prozent einplanen.
Ausblick: Wichtige Marken und Szenarien für Freitag
Schlüsselwiderstände: 24.352, 24.512-24.667, 24.850 Punkte (SMA200). Unterstützungen: 24.277, 24.148, 23.979 Punkte. Solange unter SMA20, dominiert das bärische Szenario mit 40 Prozent Wahrscheinlichkeit, bullisch 60 Prozent bei Stabilisierung.
Breiterer Kontext: Keine Earnings aus NASDAQ-100-Komponenten heute, aber anhaltende Schwäche in AI- und Semiconductor-Sektoren. Broadcom und andere fielen stark, was den Index zieht. Im Vergleich zum S&P 500 zeigt der NASDAQ 100 geringere Resilienz, da Growth-Valuations empfindlich auf Fed-Signale reagieren.
Risiken: Geopolitische Spannungen, wie die Attacke auf das iranische South Pars-Feld, könnten Ölpreise und Risk-Appetit beeinflussen. Für europäische Investoren: Stärkerer USD belastet Exporteure und erhöht Hedging-Kosten.
Implikationen für DACH-Investoren: Warum jetzt handeln?
In Deutschland, Österreich und der Schweiz halten viele Privatanleger NASDAQ 100 ETFs (z.B. ISIN IE00B53SZB19). Der SMA20-Bruch erhöht das Risiko von 5-10 Prozent Drawdowns kurzfristig. ECB-Politik bleibt dovish, verstärkt den Druck auf Euro-Tech im Vergleich zu US-Peers.
Read-across: Schwäche in US-Semiconductors trifft ASML und STM direkt. Globale AI-Hype kühlt ab, was Bewertungen in Growth-Sektoren drückt. Positionierung: Reduzieren bei Bruch 24.277, Add-on über 24.536. Volatilität macht taktische Trades attraktiv für erfahrene DACH-Trader.
Sektor-Fokus: Megacaps wie Apple, Microsoft tragen 50 Prozent des Index – ihr Abverkauf dominiert. Kleinere Komponenten zeigen gemischte Breite, aber Gesamtbild bärisch. Gegenüber Dow Jones: NASDAQ 100 lag zurück, da Value resilienter.
Risiken und Chancen: Nächste Katalysatoren
Kurze Termine: Freitag-Handel entscheidend für Weekly-Close. Wichtige Daten: US-Arbeitsmarktdaten nächste Woche könnten Fed-Erwartungen verschieben. Treasury-Yields bei 4,2 Prozent belasten weiter.
Chancen: Erholung über SMA20 könnte zu 24.850 führen, getrieben von Dip-Käufen in Tech. Risiken: Bruch 24.100 öffnet Monatstiefs. Sentiment: Polymarket bullisch, Charts bärisch – Divergenz warnt vor Volatilität.
Für DACH: Europäische Tech-Sentiment folgt, DAX-IT fiel parallel. Schweizer Investoren in USD-ETFs sehen Währungsverlust. Strategie: Diversifizieren in Value-ETFs, warten auf technische Bestätigung.
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