NAKO-Studie, Psychische

NAKO-Studie: Psychische Folgen der Pandemie halten an

28.02.2026 - 15:39:40 | boerse-global.de

Die NAKO-Studie belegt einen deutlichen Anstieg depressiver Symptome und Ängste seit der Pandemie. Eine neue Allianz setzt nun auf Prävention und Bewegung als wirksame Gegenstrategie.

NAKO-Studie: Psychische Folgen der Pandemie halten an - Foto: über boerse-global.de
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Depressive Symptome und Angststörungen in Deutschland bleiben auf hohem Niveau. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der NAKO-Gesundheitsstudie, die jetzt im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde. Demnach stieg der Anteil Erwachsener mit depressiven Symptomen von 5,9 Prozent vor der Pandemie auf 9,7 Prozent im Herbst 2022. Als Reaktion auf die anhaltende Krise formiert sich nun eine neue "Mental Health Alliance".

Alarmierende Zahlen für junge Erwachsene

Die Langzeitdaten der Studie mit fast 80.000 Teilnehmern liefern robuste Beweise für die langanhaltenden psychischen Belastungen. Besonders betroffen sind jüngere Erwachsene unter 40 Jahren und Frauen. Die Gruppe der Menschen, die gleichzeitig unter Depressionen, Angst und Stress leiden, hat sich mehr als verdoppelt.

Experten warnen: Diese Spuren in der mentalen Gesundheit sind kein kurzfristiges Phänomen. Sie reichen bis in die späten Phasen der Pandemie hinein und stellen das Gesundheitssystem vor enorme Herausforderungen. Die Nachfrage nach Psychotherapieplätzen übersteigt das Angebot bei weitem – viele Betroffene warten monatelang auf Hilfe.

Bewegung als wirksame Therapie

Die Wissenschaft betont den untrennbaren Zusammenhang von Körper und Psyche. Zahlreiche Studien belegen: Körperliche Aktivität ist eine der wirksamsten Maßnahmen für die psychische Gesundheit. Eine Untersuchung im British Journal of Sports Medicine bestätigt, dass regelmäßiges, moderates Training depressive Symptome signifikant reduzieren kann.

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Doch es muss kein Hochleistungssport sein. Forscher des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim fanden heraus, dass bereits Alltagsaktivitäten wie Treppensteigen oder zügiges Gehen das Wohlbefinden spürbar steigern. Diese Effekte sind selbst bei Menschen nachweisbar, die anfälliger für psychiatrische Erkrankungen sind.

Neue Allianz für Prävention

Angesichts der wachsenden Belastung formieren sich neue Kräfte. Im Februar startete die "Mental Health Alliance", ein Zusammenschluss einflussreicher Stiftungen wie Bertelsmann und Robert Bosch mit Akteuren aus Wissenschaft und Versorgung. Ihr Ziel: die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken und den Fokus von der Behandlung hin zur Prävention verschieben.

Unterstützer fordern, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Praxis zu bringen – in Kitas, Schulen und Familien. Parallel werden die Forderungen aus der Zivilgesellschaft lauter. Die Bundesschülerkonferenz verlangt verbindliche Schutzkonzepte gegen Mobbing und einen besseren Schutz der psychischen Gesundheit in der Schule.

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Eine Billion Dollar Kosten weltweit

Die Daten zeigen: Psychische Gesundheit ist kein Nischenthema mehr, sondern eine zentrale gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wies bereits vor der Pandemie darauf hin, dass weltweit über eine Milliarde Menschen von psychischen Störungen betroffen sind.

Die wirtschaftlichen Folgen sind immens. Allein Depressionen und Angststörungen kosten die Weltwirtschaft schätzungsweise eine Billion US-Dollar pro Jahr. Die NAKO-Ergebnisse verdeutlichen, dass diese Belastung auch in Deutschland manifest ist und das System an seine Grenzen bringt.

Wandel hin zur präventiven Medizin

Die Zukunft der Gesundheitsversorgung liegt in der Integration von körperlicher und psychischer Gesundheit. Experten prognostizieren einen Wandel hin zu einer personalisierten, präventiven Medizin. KI-gestützte Anwendungen und Telemedizin könnten helfen, Versorgungslücken zu schließen.

Der trend geht weg von reiner Selbstoptimierung hin zu entlastenden, alltagstauglichen Maßnahmen. Bewegung, ausgewogene Ernährung und ein gesunder Schlaf werden zunehmend als fundamentale Bausteine für psychische Resilienz verstanden. Die neuen Allianzen schaffen eine Grundlage, diesen Paradigmenwechsel nachhaltig zu verankern.

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