NAKO-Studie: Psychische Belastung in Deutschland bleibt hoch
25.02.2026 - 05:09:55 | boerse-global.deEine aktuelle Analyse der NAKO Gesundheitsstudie zeigt alarmierende Zahlen: Fast jeder zehnte Erwachsene in Deutschland leidet unter depressiven Symptomen. Die mentale Gesundheit hat sich auch Jahre nach der Pandemie nicht erholt.
Besonders junge Erwachsene und Frauen sind von der anhaltenden Belastung betroffen. Die Daten von fast 80.000 Teilnehmenden belegen einen deutlichen Anstieg. Der Anteil der Menschen mit depressiven Symptomen kletterte von 5,9 Prozent vor der Pandemie auf 9,7 Prozent im Herbst 2022. Ähnlich sieht es bei Angstsymptomen aus – hier stieg der Wert von 3,9 auf 6,2 Prozent.
Die Studie ist ein klarer Weckruf. Sie zeigt, dass die psychischen Nachwirkungen der Pandemie tiefer sitzen und länger anhalten als viele gehofft hatten. Doch was bedeuten die Begriffe Burnout, Depression und Angst eigentlich genau? Und wo liegen die Unterschiede?
Burnout: Wenn der Job auslaugt
Burnout ist kein medizinischer Krankheitsbegriff, sondern ein berufsbedingtes Syndrom. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt es als Folge von chronischem, nicht bewältigtem Arbeitsstress. Drei Hauptmerkmale kennzeichnen den Zustand: tiefe Erschöpfung, zunehmende geistige Distanz zum Job und eine verringerte Leistungsfähigkeit.
Betroffene fühlen sich ausgelaugt, entwickeln Zynismus gegenüber ihrer Arbeit und können Aufgaben kaum noch bewältigen. Ein Burnout entsteht schleichend und ist eng mit dem Arbeitskontext verbunden. Oft helfen hier Veränderungen im Jobumfeld oder eine bessere Work-Life-Balance.
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Depression: Eine ernsthafte Erkrankung
Im Gegensatz zum Burnout ist die Depression eine klar definierte psychische Erkrankung. Sie durchdringt alle Lebensbereiche. Die Hauptsymptome sind eine anhaltend gedrückte Stimmung und ein Verlust von Freude oder Interesse. Diese müssen über mindestens zwei Wochen an den meisten Tagen auftreten.
Hinzu kommen oft Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme, Schuldgefühle, Schlafstörungen oder sogar Gedanken an den Tod. Eine Depression ist mehr als nur Traurigkeit – sie ist eine ernste Krankheit, die professionelle Behandlung durch Therapie und manchmal Medikamente erfordert.
Angststörungen: Die ständige Alarmbereitschaft
Angst ist normal. Bei einer Angststörung wird sie jedoch übermächtig und beherrscht den Alltag. Bei der generalisierten Angststörung sorgen sich Betroffene ständig und ohne konkreten Anlass um alles Mögliche.
Die psychische Anspannung schlägt auf den Körper: Innere Unruhe, Herzrasen, Zittern, Schwindel oder Magenprobleme sind häufige Begleiter. Angststörungen schränken das Leben massiv ein, sind aber gut behandelbar. Oft treten sie gemeinsam mit Depressionen auf.
Eine langfristige gesellschaftliche Aufgabe
Die NAKO-Ergebnisse machen deutlich: Die psychische Belastung ist kein kurzfristiges Krisenphänomen mehr. Weltweite Daten bestätigen den Trend, angetrieben durch wirtschaftliche Unsicherheit und digitale Überlastung. Unternehmen verzeichnen mehr Freistellungen aus psychischen Gründen.
Dennoch hält die Stigmatisierung viele Menschen davon ab, sich Hilfe zu holen. Experten fordern deshalb gezielte Präventionsangebote für Risikogruppen und einen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung.
Prävention wird zum neuen Fokus
Die Zukunft der psychischen Gesundheit liegt in der Vorbeugung. Organisationen wie das Robert Koch-Institut bauen ein kontinuierliches Monitoring auf, um Entwicklungen früh zu erkennen. Der Fokus verschiebt sich von der reinen Behandlung hin zur Stärkung der Widerstandskraft in der Bevölkerung.
Dazu gehört eine gesündere Arbeitskultur genauso wie der einfache Zugang zu Versorgung. Die WHO drängt auf eine grundlegende Reform. Die Erkenntnis muss sich durchsetzen: Psychische Gesundheit ist kein Luxus, sondern ein fundamentaler Bestandteil des Wohlbefindens für alle.
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