Erneuter Alarm auf britischem Stützpunkt Akrotiri
02.03.2026 - 13:04:55 | dpa.deZwei unbemannte Fluggeräte, die sich in Richtung der britischen Stützpunkte bewegt hätten, seien rechtzeitig abgewehrt worden, teilte der zyprische Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis mit.
Der weiter westlich gelegene zivile Flughafen von Paphos wurde nach Berichten des zyprischen Rundfunks evakuiert. Flüge nach Paphos wurden zum Hauptflughafen der EU-Inselrepublik in Larnaka umgeleitet.
Weitere Evakuierungen angeordnet
Der zyprische Zivilschutz und das Innenministerium ordneten an, dass alle Einwohner der Dörfer, die sich auf dem Territorium des Stützpunkts befinden, ihre Häuser verlassen und sich in die nahegelegene Hafenstadt Limassol begeben sollen. Das zyprische Fernsehen zeigte Bilder von der Evakuierung.
Die Botschaft der USA warnt
Die Botschaft der Vereinigten Staaten rief ihre Staatsbürgerinnen und -bürger auf, den Flughafen Paphos sowie Militäranlagen zu meiden. "Es liegen Informationen über eine mögliche Drohnenbedrohung für die Region Paphos vor. Bitte kommen Sie nur im Notfall zur Botschaft", teilte die US-Vertretung in der Inselhauptstadt Nikosia mit.
Drohnenangriff in der Nacht
Der Alarm folgt auf einen nächtlichen Vorfall: Kurz nach Mitternacht war die Landebahn des britischen Stützpunkts nach Angaben des zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulidis von einer Drohne des Typs "Shahed" getroffen worden. Verletzte gab es nicht, es entstand jedoch "geringfügiger Schaden", wie die Regierungen in Nikosia und London mitteilten. Behörden beider Länder versuchen nun, den Startort der Drohne zu ermitteln.
Strategisch wichtiger Standort
Der Stützpunkt Akrotiri liegt westlich der Hafenstadt Limassol und dient dem Großbritannien als strategisch wichtiger Standort im östlichen Mittelmeer. Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese entdecken. Die Einsätze starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern.
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