Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Risikoscheu steigt - 25.000 Punkte im Dax wieder in Gefahr

19.02.2026 - 14:33:42

Nach dem starken Vortag mit einem vorläufigen Befreiungsschlag bis auf über 25.300 Punkte im Dax DE0008469008 sind die Anleger am Donnerstag wieder vorsichtiger geworden.

Anschlusskäufe gab es erst einmal keine, womöglich auch wegen einer steigenden Gefahr eines Kriegs zwischen dem Iran und den USA.

Während die Ölpreise vor diesem Hintergrund zulegten, ging es für den Dax zurück in Richtung der runden Marke von 25.000 Punkten. Zuletzt sank der deutsche Leitindex um 0,95 Prozent auf 25.038 Zähler. Auffallend waren hohe Kursverluste für Airbus NL0000235190.

Etwas getrübt wurde die Laune zudem von der US-Notenbank, die im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung die Risiken betonte, die von einer zu hohen Inflation ausgehen können. Zuletzt hatte sich die Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed bereits nach hinten verschoben.

Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor am Donnerstag 0,55 Prozent auf 31.569 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 sank um 0,9 Prozent.

Beim Flugzeugbauer Airbus bemängelten Marktteilnehmer den schwachen Ausblick, der zwar konservativ sei, aber doch deutlich unter den Erwartungen liege. Analysten hatten mit noch mehr Flugzeugauslieferungen gerechnet als von Airbus in Aussicht gestellt. Die Papiere rutschten am Dax-Ende um 7 Prozent ab.

Eine Hochstufung von Morgan Stanley für Vonovia DE000A1ML7J1 gab den Aktien des Immobilienkonzerns Auftrieb, sie gewann unter den besten Dax-Werten 1,6 Prozent.

Im MDax setzte eine Verkaufsempfehlung der UBS für Freenet DE000A0Z2ZZ5 den Papieren des Mobilfunkanbieters zu. Das Minus von mehr als 8 Prozent bedeutete das vorläufige Ende des jüngsten Aufwärtsschwungs. Die Anteile der Fondsgesellschaft DWS DE000DWS1007 dagegen legten um 2,6 Prozent zu, hier riet die UBS zum Kauf.

Abwärts um mehr als 6 Prozent ging es für Flatexdegiro DE000FTG1111 trotz Dividendenerhöhung. Die Dividendenrendite sei immer noch niedrig, hieß es am Markt. Zudem liege die Gewinnprognose des Online-Brokers für 2026 unter der Erwartung.

Zu den Jahreszahlen von Krones DE0006335003 sagte ein Händler, sie seien schwächer als befürchtet. Positiver äußerte er sich zum Ausblick des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen. Die Aktien gaben um rund 5 Prozent nach. Besser lief es für die Anteile von Knorr-Bremse DE000KBX1006, die nach Geschäftszahlen um 3,7 Prozent anzogen.

@ dpa.de

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