AKTIEN, FOKUS

AKTIEN IM FOKUS: Sika belastet Baustoffwerte europaweit nach gutem Lauf

13.01.2026 - 11:48:45 | dpa.de

Nach dem starken Lauf in den vergangenen beiden Monaten haben die Aktien aus dem europäischen Baustoffsektor am Dienstag einen Rückschlag erlitten.

Als Belastung galt der schweizerische Bauchemiekonzern Sika, der seine Gewinnprognosen für 2025 senken musste. Dem Unternehmen ist im vergangenen Jahr ein rauer Wind entgegengeweht und der Ausblick suggeriert, dass das zunächst auch so bleiben wird.

Die Sika-Aktien lagen mit einem Abschlag von mehr als sieben Prozent ganz hinten im Branchenindex Stoxx Europe 600 EU0009658202 Construction & Materials, der um 2,7 Prozent absackte. Er fiel damit von seinem jüngsten Rekordhoch zurück. Seit dem Zwischentief im November hatte der Sektorindex in der Spitze mehr als elf Prozent gewonnen in der Hoffnung, dass die Branche 2026 von Investitionen in die Infrastruktur getragen wird, die vor allem in Deutschland vorgesehen sind.

Bei Sika schwächte sich das organische Wachstum im vierten Quartal weiter ab und die gemeldeten Zahlen blieben hinter den Erwartungen zurück. Analystin Priyal Woolf von Jefferies Research zog daraufhin das Fazit, dass das vierte Quartal für die Schweizer erneut schwierig gewesen sei. Das schwache Schlussquartal ist auch der Grund, weshalb Sika die Prognosen für die operative Marge gesenkt hat.

Dem Rückschlag am Dienstag folgten auch die Aktien von Heidelberg Materials DE0006047004, die nach ihrem Rekordhoch als zweitschwächster Dax DE0008469008-Wert um 2,8 Prozent fielen. Im Bausektor verkauft wurden außerdem die Aktien von Eiffage und Vinci FR0000125486 mit vergleichsweise großen Abschlägen von jeweils mehr als drei Prozent. Beide Aktien wurden am Dienstag von der Bank of America abgestuft.

Zu den im Sektor gelisteten Infrastrukturwerten äußerte sich Analyst Marcin Wojtal von der Bank of America am Dienstag kritisch. Für Vinci drehte der Experte sein Votum nach einer vorherigen Kaufempfehlung um gleich zwei Stufen auf "Underperform". Er stufte außerdem Eiffage auf "Neutral" ab und den Flughafenbetrieber Aeroports de Paris auf "Underperform". Das begründete der Experte vor allem mit steuerbedingten Sorgen in Frankreich.

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