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New York Schluss: Dow schwächelt nach Rekordhoch

13.01.2026 - 22:34:35

Nach dem Rekordkurs der Wall Street zum Wochenstart ist am Dienstag eine gewisse Ernüchterung eingetreten.

Frische US-Inflationsdaten hatten nur relativ wenig Einfluss auf die Notierungen. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 schloss 0,80 Prozent tiefer bei 49.191,99 Punkten. Tags zuvor hatte der US-Leitindex mit 49.633 Punkten eine weitere Bestmarke aufgestellt.

Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 fiel am Dienstag um 0,19 Prozent auf 6.963,74 Zähler, nachdem er am Freitag und Montag Höchststände markiert hatte. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Nasdaq 100 US6311011026 am Dienstag um 0,18 Prozent auf 25.741,95 Punkte nach.

Ein Marktbeobachter sprach von einer Unsicherheit der Anleger angesichts jüngster Aussagen von Präsident Donald Trump. Trump forderte kürzlich eine einjährige Begrenzung der Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent und sprach sich dafür aus, dass Verteidigungsunternehmen keine Dividenden ausschütten oder Aktienrückkäufe tätigen dürfen. Zudem sollte institutionellen Anlegern der Kauf von Einfamilienhäusern untersagt werden.

Die Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen eröffnete am Dienstag JPMorgan US46625H1005. Die Übernahme der Apple-Kreditkarten von Goldman Sachs US38141G1040 hat der größten US-Bank im Schlussquartal 2025 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Die Pläne von Bankchef Jamie Dimon für das laufende Jahr fielen indes höher aus als von Branchenexperten im Schnitt erwartet. Die JPMorgan-Aktie verlor letztlich 4,2 Prozent.

Apple US0378331005 greift unterdessen den Softwarehersteller Adobe US00724F1012 sowie Entwickler von Musik-Anwendungen mit einem deutlich günstigeren Bündel-Abopreis für seine Kreativ-Apps an. Adobe-Aktien sackten um 5,4 Prozent ab, während Apple-Papiere um 0,3 Prozent zulegten.

Die Papiere der Kreditkartenanbieter Mastercard US57636Q1040 und Visa US92826C8394 litten erneut unter Trumps Forderung einer Zinsobergrenze und büßten zwischen 3,8 und 4,5 Prozent ein.

Für die Anteilsscheine von Meta US30303M1027 ging es um 1,7 Prozent bergab. Der Facebook-Konzern will mit einem verstärkten Fokus auf KI rund jeden zehnten Job in seiner verlustreichen Sparte Reality Labs streichen, die einst als Zukunft des Konzerns galt. Die Sparte Reality Labs verbuchte allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen operativen Verlust von gut 13 Milliarden Dollar - bei lediglich 1,2 Milliarden Dollar Umsatz.

Der US-Flugzeugbauer Boeing US0970231058 lieferte nach seiner verschärften Krise von 2024 im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Jets aus. Bei den Bestellungen lag Boeing 2025 mit brutto 1.175 Maschinen sogar klar vor seinem europäischen Konkurrenten Airbus NL0000235190. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an: Die Boeing-Aktie gewann 2,0 Prozent.

Zu den klaren Kursgewinnern zählten auch die Papiere von Intel US4581401001 und AMD US0079031078, die um 7,3 beziehungsweise 6,4 Prozent stiegen. Das Investmenthaus Keybanc Capital Markets hob beide Chipwerte auf "Overweight" an.

Die Titel von Delta Air Lines US2473617023 fielen um 2,4 Prozent. Die Prognose der Fluggesellschaft für den Gewinn je Aktie im Jahr 2026 wurde am Markt als zurückhaltend eingestuft.

Schwächster Wert im Dow war die Aktie des Softwarekonzerns Salesforce. Sie fiel ungeachtet einer positiven Produktnachricht um 7,1 Prozent. Salesforce kündigte eine Weiterentwicklung seines KI-Slackbots an. Die Neuerung zielt darauf ab, die Produktivität in Unternehmen zu steigern.

@ dpa.de

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