TURN, Integration

MY TURN: Zweite Runde für die Integration von Migrantinnen

10.02.2026 - 21:30:12

Das Bundesarbeitsministerium setzt sein Förderprogramm für Frauen mit Migrationshintergrund bis 2028 fort. Ziel ist die bessere Integration in den Arbeitsmarkt und die Bekämpfung des Fachkräftemangels.

Das Bundesarbeitsministerium startet die zweite Förderphase seines Erfolgsprogramms „MY TURN“. Bis Ende 2028 sollen noch mehr Frauen mit Migrations- oder Fluchterfahrung den Weg in den Job oder in die Selbstständigkeit finden. Das Programm, das aus dem Europäischen Sozialfonds Plus kofinanziert wird, gilt als Schlüsselprojekt der Frauenpolitik.

Die Fortsetzung basiert auf den positiven Erfahrungen der ersten Phase, die Ende 2025 auslief. Damals erreichte das Programm über 6.000 Teilnehmerinnen. Die neue Phase soll nun effizienter werden: Ein optimiertes Antragsverfahren und ein möglicherweise erweitertes Netzwerk von Projektträgern sind geplant. Zielgruppe bleiben formal oft gering qualifizierte Frauen, die jedoch wertvolle Kompetenzen mitbringen.

Vom Coaching bis zur Kinderbetreuung

Der ganzheitliche Ansatz von „MY TURN“ hat sich bewährt. Die Teilnehmerinnen erhalten eine maßgeschneiderte Unterstützungskette. Diese reicht von individuellem Coaching und Empowerment-Workshops bis zur praktischen Hilfe im Behördendschungel.

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Ein Schwerpunkt liegt auf der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und gezielten Qualifizierungsmaßnahmen. Ein zentrales Angebot ist die Beratung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn der Zugang zu Kinderbetreuung ist für viele Frauen eine der größten Hürden auf dem Arbeitsmarkt. Das Programm begleitet sie lückenlos von der ersten Orientierung bis zum erfolgreichen Einstieg.

Ein Wirtschaftsfaktor gegen den Fachkräftemangel

Seit dem Start 2022 hat sich „MY TURN“ als wirksames Instrument erwiesen. Über 140 Träger setzten das Programm in fast 70 regionalen Projekten um. Der Erfolg misst sich daran, ob die Frauen eine sozialversicherungspflichtige Stelle finden, eine Ausbildung beginnen oder ein tragfähiges Unternehmen gründen.

Experten sehen in der Förderung dieser Gruppe mehr als soziale Gerechtigkeit: Es ist ein wirtschaftliches Gebot der Stunde. Indem sie qualifizierte Frauen vor Langzeitarbeitslosigkeit bewahrt, erschließt das Programm wertvolle Potenziale für den deutschen Arbeitsmarkt. Es ist eine gezielte Antwort auf den Fachkräftemangel in vielen Branchen.

Impulsgeber für die Gründungskultur

Die Entrepreneurship-Komponente von „MY TURN“ bringt frischen Wind in die deutsche Start-up-Szene. Migrantinnen sind eine wichtige Quelle für Innovation und Jobkreation. Doch sie stoßen oft auf größere Hürden bei Finanzierung, Netzwerken und Beratung.

Das Programm schafft hier gezielt Abhilfe und ebnet den Weg für mehr Vielfalt. Sein Modell zeigt: Erfolgreiche Integration braucht mehr als Sprach- und Fachkenntnisse. Entscheidend sind auch Selbstvertrauen, berufliche Netzwerke und die Überwindung systemischer Barrieren. Die Fortführung des Programms unterstreicht den politischen Willen, eine inklusive Wirtschaft zu fördern.

Langfristige Perspektive bis 2028

Mit der zweiten Phase bis Ende 2028 schafft das Ministerium Planungssicherheit für Teilnehmerinnen und Projektträger. Ein zentrales Ziel ist nun die enge Verzahnung mit Jobcentern und Arbeitsagenturen. So soll der Übergang in den regulären Arbeitsmarkt nahtlos gelingen.

Interessierte Frauen können sich in den kommenden Monaten bei den regionalen „MY TURN“-Projektbüros über die neuen Antragsmodalitäten informieren. Die Investition in migrantische Frauen verspricht eine dreifache Dividende: individuelle Erfolgsgeschichten, gestärkte lokale Wirtschaftskreisläufe und einen diverseren, krisenfesteren Arbeitsmarkt für die Zukunft.

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