Museumswohnung, Haselhorst

Museumswohnung Haselhorst zeigt innovatives Wohnen von 1935

25.01.2026 - 07:33:12

Eine rekonstruierte Kleinstwohnung aus den 1930er Jahren öffnet in Berlin-Spandau und zeigt, wie Architekten der Moderne bezahlbaren Wohnraum schufen. Die Prinzipien sind heute wieder aktuell.

Die originalgetreu rekonstruierte Museumswohnung in Spandau öffnet heute ihre Türen. Besucher erleben auf 45 Quadratmetern, wie Architekten der Moderne in den 1930er Jahren die Wohnungsnot bekämpften – ein Thema mit erstaunlicher Aktualität.

Von 14:30 bis 16:30 Uhr können Interessierte die Wohnung im Burscheidweg 21 besichtigen. Ehrenamtliche des Gemeinwesenvereins Haselhorst beantworten Fragen und betreiben ein begleitendes Museumscafé. Das Motto der Schau: „Innovatives Wohnen anno 1935“.

Ein Denkmal des „Neuen Bauens“

Die Wohnung liegt in der denkmalgeschützten Reichsforschungssiedlung Haselhorst. Dieses wegweisende Projekt entstand in den 1930er Jahren, um die damals große Wohnungsnot zu lindern. Stararchitekten wie Walter Gropius, Otto Bartning und Paul Mebes waren an der Planung beteiligt.

Ihr Credo: „Erst die Küche – dann die Fassade!“ Bis 1935 entstanden über 3.400 Wohnungen für rund 12.000 Menschen. Der Fokus lag auf praktischen, platzsparenden Grundrissen, die Funktionalität über Ornamentik stellten.

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Zeitreise auf engstem Raum

Die Museumswohnung wurde vom Architekten Fred Forbát als Kleinstwohnung für eine vierköpfige Familie konzipiert. Die Rekonstruktion der Gewobag basiert auf historischen Fotos und Baubefunden.

Besucher finden hier eine Fülle erhaltener Originalsubstanz:
* Holztüren mit originalen Klinken
* Terrazzoböden in Küche und Bad
* Ochsenblutrote Holzdielen in den Wohnräumen

Ergänzt wird das Bild durch originalgetreues Mobiliar der Bauzeit – von der Kochmaschine über eine platzsparende Sitzbadewanne bis zur historischen Bettwäsche.

Alte Ideen, neue Projekte

Die Prinzipien von damals sind heute wieder brandaktuell: bezahlbarer Wohnraum durch effiziente Planung. Die Gewobag, einst Mitentwickler der Siedlung, baut ihren Bestand bis 2030 um 10.000 Wohnungen aus.

In unmittelbarer Nähe entstehen bereits neue Großquartiere:
* WATERKANT Berlin: Bis 2026 sollen hier 2.000 Mietwohnungen als nachhaltiges Stadtquartier entstehen. Das Projekt hat bereits ein Platin-Vorzertifikat für Nachhaltigkeit erhalten.
* Das Neue Gartenfeld: Die Gewobag steuert zu diesem neuen Stadtteil etwa 1.500 Mietwohnungen bei.

Was kann die Moderne von 1935 lernen?

Die damaligen Architekten schufen unter Budgetdruck maximale Lebensqualität auf minimalem Raum. Effiziente Grundrisse, viel Licht und gemeinschaftliche Infrastruktur standen im Fokus.

Sind das nicht genau die Themen, die auch den modernen, nachhaltigen Wohnungsbau umtreiben? Der heutige Öffnungstag ist mehr als ein historischer Rückblick. Er zeigt, wie Lösungen für drängende Wohnungsfragen oft aus der Konzentration auf die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen entstehen.

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