Murphy’s, Irish

Murphy’s Irish Stout im Test: Das cremige Schwarze, das Guinness plötzlich alt aussehen lässt

01.01.2026 - 11:51:54

Du kennst dunkles Bier nur als bitter, schwer und irgendwie anstrengend? Dann wird Murphy’s Irish Stout dein komplettes Bild von Stout-Bier auf den Kopf stellen: cremig wie Cappuccino, überraschend mild, fast schon gefährlich süffig – und genau das, was deinem Feierabend bisher gefehlt hat.

Die Szene, die du kennst: Wenn Bier plötzlich langweilt

Stell dir einen typischen Feierabend vor: Du öffnest den Kühlschrank, greifst zum Standard-Pils oder Lager, nimmst den ersten Schluck – und merkst nach drei Sekunden: Es ist okay. Nicht schlecht. Aber auch nicht besonders. Kein Moment, an den du dich morgen erinnern wirst.

Vielleicht hast du dich schon durch Craft-Biere probiert. IPA hier, Double-Dry-Hopped da. Bitterexplosion, Citrus-Bombe, Name wie ein Metal-Song. Spannend, klar – aber oft auch anstrengend. Viel zu laut für den entspannten Abend oder den ruhigen Pub-Moment.

Und dann gibt es da noch diese andere Welt: schwere, pechschwarze Biere. Irish Stout. Guinness & Co. Du hast sie gesehen, vielleicht probiert – und innerlich abgespeichert als: „Zu bitter, zu wuchtig, zu viel.“

Das Problem: Zwischen „langweilig leicht“ und „anspruchsvoll schwer“ scheint es kaum etwas zu geben. Ein Bier, das Charakter hat, aber trotzdem easy trinkbar ist. Das nach etwas schmeckt, ohne mit dem Holzhammer zu kommen. Genau diese Lücke füllt ein irischer Underdog, der in Deutschland noch viel zu unterschätzt wird.

Die Lösung: Murphy’s Irish Stout – der sanfte Rebell unter den dunklen Bieren

Hier kommt Murphy’s Irish Stout ins Spiel – ein irisches Stout aus Cork, das seit Jahren in Fan-Communities als „das cremigere, mildere Guinness“ gehandelt wird. Hergestellt unter dem Dach von Heineken N.V. (ISIN: NL0000009165), aber mit einer ganz eigenen Seele und Geschichte.

Was Murphy’s so spannend macht: Es nimmt dir die Angst vor dunklem Bier. Statt bitterer Wucht bekommst du eine sahnige, fast schokoladige Textur, mit Röstaromen, die eher an Kaffee mit Milch erinnern als an verbrannten Toast. Reddit-Threads, YouTube-Reviews und Tasting-Blogs sind sich erstaunlich einig: Wer einmal ein wirklich gut eingeschenktes Murphy’s im Glas hatte, fragt sich, warum er sich so lange mit langweiligem Standardbier abgegeben hat.

Das Besondere: Murphy’s ist ein Nitro Stout. Das heißt, es wird nicht nur mit Kohlensäure, sondern auch mit Stickstoff gezapft oder aus der Dose ausgeschenkt – das sorgt für diesen ikonischen, langsam fallenden Schaum-Wasserfall und eine cremige, dichte Schaumkrone, die eher an Cappuccino als an Bier erinnert.

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Schauen wir uns an, wie sich Murphy’s Irish Stout im Alltag anfühlt – nicht auf dem Papier, sondern im Glas und am Gaumen.

  • Überraschend mild statt brutal bitter: Im Vergleich zu vielen anderen Stouts (inklusive Guinness Draught) ist Murphy’s spürbar weicher und süffiger. Die Röstaromen sind da, aber nicht aggressiv – perfekt, wenn du dunkles Bier spannend findest, aber nicht die bittere Keule suchst.
  • Cremige Textur dank Stickstoff: Der Einsatz von Stickstoff sorgt für seidig-feine Perlage und eine Schaumkrone, die du fast löffeln könntest. Im Mund fühlt sich Murphy’s eher wie ein cremiger Kaffee an als wie ein sprudeliges Standardbier.
  • Röstmalz, Kakao, Kaffee – aber leichtfüßig: In vielen Reviews tauchen Begriffe wie Schokolade, Espresso, Karamell auf. Und ja, du schmeckst das – nur ohne, dass es schwer oder klebrig wirkt. Murphy’s ist aromatisch komplex, aber bleibt angenehm leicht und trinkbar.
  • Nur ca. 4 % Alkoholvolumen: Während viele Craft-Stouts bei 6–9 % abheben, bleibt Murphy’s erstaunlich bodenständig. Das macht es ideal für den Feierabend, lange Pub-Abende oder Tastings, bei denen du mehr als ein Glas genießen willst, ohne direkt in den Seilmodus zu kippen.
  • Aus Dose fast wie vom Zapfhahn: Besonders beliebt sind die Dosen mit integriertem „Widget“ (Stickstoff-Kapsel). Beim Öffnen wird der Stickstoff freigesetzt, du bekommst diesen ikonischen Wasserfall-Effekt im Glas und ein Mundgefühl, das vielen Reviews zufolge „fast wie frisch gezapft“ ist.
  • Food-Pairing-tauglich: In der Praxis passt Murphy’s hervorragend zu Burgern, Steaks, BBQ, Eintöpfen oder sogar Schokodesserts. Viele Food-Blogger empfehlen es als Einstiegs-Stout für Leute, die zu ihren Speisen sonst eher Rotwein wählen.

Besonders spannend: In Blindverkostungen beschreiben viele Tester Murphy’s als „das freundlichere Stout“ – weniger metallisch, weniger trocken, etwas runder und schokoladiger als der große Konkurrent aus Dublin.

Auf einen Blick: Die Fakten

Merkmal Dein Nutzen
Stil: Irish Dry Stout (Nitro) Authentisches irisches Pub-Gefühl mit cremiger Textur statt aggressiver Kohlensäure.
Alkoholgehalt: ca. 4,0 % vol. Genug Charakter ohne „Erschlag-Effekt“ – ideal für längere Abende oder mehrere Gläser.
Geschmack: Kaffee, Kakao, Röstmalz, leichte Süße Komplexes Aroma, das selbst Bier-Skeptiker oft begeistert – perfekt zu Herzhaftem und Desserts.
Kohlensäure: Stickstoff (Nitro) + CO? Ultrafeine Perlage, cremiger Schaum, weiches Mundgefühl – null „Blubberbauch“.
Verfügbarkeit: Dose (mit Widget), Fass Pub-Erlebnis zu Hause – aus der Dose eingeschenkt fast wie frisch gezapft.
Hersteller: Murphy’s Brewery, Teil von Heineken N.V. Traditionsmarke mit globalem Qualitäts-Backbone – verlässlich, konsistent, gut distribuiert.
Typischer Einsatz: Feierabend, Pub-Abende, Food-Pairing Vielseitig: vom Sofa-Binge bis zum Dinner mit Freunden immer ein stimmiger Begleiter.

Das sagen Nutzer und Experten

Schaut man in Reddit-Threads, Bierforen und auf YouTube-Reviews, ergibt sich ein klares Bild:

  • Sanfter Einstieg in die Stout-Welt: Viele Nutzer schreiben, Murphy’s sei das erste dunkle Bier gewesen, das sie wirklich mochten. Kommentare in Richtung „Guinness war mir zu bitter, Murphy’s hat mich abgeholt“ findet man immer wieder.
  • Konsens: super cremig: Der wohl meistgenannte Begriff in Reviews: „creamy“ bzw. „cremig“. Gerade das Mundgefühl wird als Highlight gefeiert – insbesondere, wenn das Bier bei der richtigen Temperatur (ca. 6–8 °C) im Glas landet.
  • Kein Bitterschock: Selbst Leute, die sonst eher Lager oder Helles trinken, loben, dass Murphy’s zwar Röstaromen hat, aber nicht „verbrannt“ oder hart wirkt. Die Bittere ist da, aber moderat und gut eingebunden.
  • Kritikpunkte – der ehrliche Teil: Hardcore-Stout-Fans, die extreme Intensität suchen, finden Murphy’s manchmal zu mild oder „zu brav“. Wer 9%-Imperial-Stouts mit Tonkabohne liebt, könnte Murphy’s als „Einsteiger-Stout“ abstempeln. Außerdem ist die Verfügbarkeit im D-A-CH-Raum je nach Region unterschiedlich – im guten Getränkemarkt oder online hast du aber meist gute Chancen.
  • Experten-Bewertungen: Auf internationalen Bierplattformen landet Murphy’s oft im soliden oberen Mittelfeld – nicht als extremer Nischen-Star, sondern als verlässlicher Allrounder mit hohem Trinkspaß.

Unterm Strich: Die Stimmung ist erstaunlich einheitlich – Murphy’s ist das Stout für Leute, die eigentlich dachten, sie mögen keine Stouts.

Alternativen vs. Murphy's Irish Stout

Natürlich steht Murphy’s nicht allein im Regal. Vor allem ein Name dominiert die Irish-Stout-Welt: Guinness. Und dann gibt es noch unzählige Craft-Brauereien, die experimentelle Stouts auf den Markt bringen.

Guinness Draught vs. Murphy’s Irish Stout:

  • Geschmack: Guinness wird oft als etwas trockener, leicht metallischer und bitterer beschrieben. Murphy’s dagegen als runder, schokoladiger, weicher. Wenn du Kaffee ohne Zucker liebst, könnte Guinness dein Ding sein – wenn du eher Cappuccino oder Flat White bevorzugst, bist du bei Murphy’s.
  • Mundgefühl: Beide nutzen Stickstoff, aber viele Tester empfinden Murphy’s als noch eine Spur cremiger. Gerade bei der Dosenvariante gewinnt Murphy’s in manchen Blindtests.
  • „Show-Faktor“: Guinness hat den größeren Markenmythos. Murphy’s dagegen ist der Insider-Tipp – die Wahl derer, die bewusst anders bestellen.

Craft-Stouts vs. Murphy’s:

  • Alkohol & Intensität: Viele Craft-Stouts kommen als Imperial-Version mit höherem Alkohol, Vanille, Tonka, Fasslagerung etc. – super spannend, aber nichts für jeden Tag. Murphy’s ist das Alltags-Stout, das du wirklich trinken kannst, statt es nur zu verkosten.
  • Preis-Leistung: Während Craft-Stouts preislich oft deutlich abheben, bleibt Murphy’s meist auf einem moderaten Level – dafür bekommst du konstante Qualität und ein sehr ausgewogenes Geschmacksprofil.
  • Einsteigerfreundlichkeit: Craft-Stouts sind häufig „laut“ – viel Aroma, viel Alkohol, viel alles. Murphy’s ist die brückenbauende Option, mit der du Freunde an dunkle Biere heranführst, ohne sie zu überfordern.

Im direkten Vergleich punktet Murphy’s also weniger als Extremist, sondern als Balance-Künstler: genug Charakter, um spannend zu sein, genug Milde, um massentauglich zu bleiben.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Wenn du bei „Stout“ bisher innerlich abgeschaltet hast, weil du an bittere, schwere, anstrengende Biere gedacht hast, ist Murphy’s Irish Stout deine Einladung, diese Meinung zu überdenken.

Du bekommst ein authentisches irisches Stout, das im Glas wie ein kleines Ritual wirkt – vom langsamen Schaum-Wasserfall bis zur dichten, beigen Krone. Im Mund ist es cremig, mild-bitter, schokoladig-kaffeemäßig, ohne klebrig oder wuchtig zu werden. Und mit rund 4 % Alkohol ist es ein Bier, das du genießen kannst, nicht nur „wegstellen“.

Als Produkt aus dem Haus Heineken N.V. verbindet Murphy’s zudem irische Tradition mit der Verlässlichkeit eines internationalen Players – sprich: Du kannst dich darauf verlassen, dass jede Dose, jede Flasche, jedes Fass ziemlich genau das liefert, was du erwartest.

Wenn du also genug hast von generischen Pils-Abenden und lauten IPA-Feuerwerken – und stattdessen ein Bier suchst, das sich anfühlt wie ein gut gemachter Film: intensiv, aber nicht überfordernd, stilvoll, aber nicht abgehoben – dann ist es vielleicht Zeit für ein Glas Murphy’s.

Die eigentliche Frage ist: Traust du dich, dein Bild von dunklem Bier noch einmal komplett zu ändern?

@ ad-hoc-news.de