Müttergenesungswerk, Erschöpfungswelle

Müttergenesungswerk warnt vor Erschöpfungswelle nach Haushaltsbeschluss

09.01.2026 - 19:52:12

Das Müttergenesungswerk kritisiert die unzureichende Finanzierung von Beratungsstellen im neuen Haushalt. Studien zeigen eine massive Überforderung bei Eltern, was auch wirtschaftliche Folgen hat.

Der neue Bundeshaushalt 2026 setzt Familien unter Druck. Das Müttergenesungswerk (MGW) kritisiert scharf, dass die Gesundheit von Eltern keine Priorität habe. Die Warnung kommt zu einem alarmierenden Zeitpunkt: Aktuelle Studien zeigen, dass sich mehr als jedes zweite Elternteil häufig überfordert fühlt.

Kritik am Bundeshaushalt: „Keine ausreichende Priorität“

Das Müttergenesungswerk sieht die Lage kritisch. Die Organisation bemängelt, dass der frisch verabschiedete Haushalt die dringende Situation verkenne. Ein zentrales Problem sind die Beratungsstellen, die den Zugang zu Kuren vermitteln. Diese sind nicht dauerhaft finanziert – ein massives Risiko für die Versorgung vor Ort.

Die Diskrepanz ist enorm: Experten schätzen, dass rund zwei Millionen Mütter in Deutschland kurbedürftig sind. Tatsächlich erhalten aber nur etwa 50.000 pro Jahr eine Kurmaßnahme. Fachleute befürchten, dass sich dieser Engpass durch die neuen Haushaltsbeschlüsse weiter zuspitzen wird.

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Generation „Parental Burnout“: Jeder Zweite überfordert

Die politische Zurückhaltung trifft auf eine erschöpfte Gesellschaft. Eine repräsentative Studie der Pronova BKK belegt das Ausmaß: Über 50 Prozent der Eltern fühlen sich häufig überfordert. Besonders betroffen ist die junge Generation.

Unter Müttern und Vätern unter 30 äußern 62 Prozent den dringenden Wunsch nach Zeit ohne ihre Kinder. Experten sprechen vom „Perfektionismus-Paradoxon“: Der Druck, alles perfekt zu machen, kollidiert mit dem Alltag aus Schlafmangel und Care-Arbeit. Internationale Forschungen, etwa der Ohio State University, belegen den direkten Link zwischen diesem Perfektionsanspruch und dem Risiko für Burnout.

Achtsamkeit wird zur Überlebensstrategie

Angesichts der strukturellen Lücken wird Achtsamkeit vom Lifestyle-Trend zur Notwendigkeit. Psychologen raten zu radikal pragmatischen Ansätzen für die Elternzeit:

  • Radikale Priorisierung: Bewusstes „Singletasking“ statt Multitasking. Betreuungszeit strikt von Erholungsphasen trennen.
  • Das „Good Enough“-Prinzip: Ziel ist die „hinreichend gute“ Mutter, nicht die perfekte.
  • Mikro-Pausen systematisieren: Kurze, bewusste Atempausen von ein bis fünf Minuten in den Alltag integrieren.
  • Netzwerke aufbauen: Private „Care-Dörfer“ und Betreuungstausch mit anderen Eltern schaffen Entlastung.

Die Botschaft ist klar: Es geht um aktives Ressourcen-Management in einer fordernden Umwelt.

Erschöpfung kostet die Wirtschaft Millionenstunden

Das Thema ist längst ein ökonomisches. Das Bundesfamilienministerium bezifferte das brachliegende Potenzial: Bessere Rahmenbedingungen könnten Müttern ermöglichen, ihre Arbeitswünsche zu realisieren – ein Plus von rund 14 Millionen Wochenstunden für den Arbeitsmarkt.

Die aktuelle Erschöpfungswelle wirkt dem entgegen. Ausgebrannte Mütter kehren später, in Teilzeit oder gar nicht zurück. Der unsichtbare „Mental Load“ bindet kognitive Ressourcen. Analysten warnen vor hohen Folgekosten durch steigende Burnout-Behandlungen und den verschärften Fachkräftemangel.

Ein Jahr der Entscheidung

2026 wird zeigen, ob die Warnungen Gehör finden. Nach Großdemonstrationen wie „100.000 Mütter vor dem Brandenburger Tor“ im Mai 2025 ist das Thema zwar präsenter. Die politische Umsetzung hinkt jedoch hinterher.

Beobachter erwarten eine Zuspitzung der Debatte, sobald die Haushaltskürzungen in den Beratungsstellen spürbar werden. Für Eltern bleibt die Strategie vorerst: politisch laut bleiben und privat die eigenen Grenzen achtsam wahren.

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