München feiert Richtfest für innovatives Holzhybrid-Gebäude
12.03.2026 - 00:00:19 | boerse-global.deIn München ist das Richtfest für ein wegweisendes Wohnprojekt gefeiert worden. Die Genossenschaft „Das große kleine Haus eG“ setzt mit ihrem achtgeschossigen Neubau im Kreativquartier neue Maßstäbe für kostengünstiges und nachhaltiges Bauen. Als offizielles Pilotprojekt für den sogenannten Gebäudetyp-e soll es zeigen, wie Bauen in der Stadt wieder bezahlbar werden kann.
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Ein Bauprojekt als Blaupause
Das Gebäude ist eines von 19 Pilotprojekten in Bayern, die den innovativen Gebäudetyp-e erproben. Das Ziel: Durch den Verzicht auf nicht zwingend notwendige Komfortstandards soll Bauen einfacher, schneller und vor allem günstiger werden. Konkret bedeutet das Abweichungen von der Norm – etwa beim Schallschutz oder durch den Verzicht auf eine komplexe Lüftungsanlage.
„Innovative Ansätze sind zwingend erforderlich, um das Bauen wieder für die breite Bevölkerung bezahlbarer zu machen“, sagte Bauminister Christian Bernreiter. Die Rechnung scheint aufzugehen: Durch die technischen Vereinfachungen und eine schlankere Konstruktion spart das Projekt über elf Prozent der Baukosten ein.
Genossenschaftlich, gemischt, gemeinwohlorientiert
Statt teurer Eigentumswohnungen setzt das Projekt konsequent auf Miete und genossenschaftliches Wohnen. In 29 Wohneinheiten entstehen klassische Wohnungen, Cluster-WGs und sogar Kleinhaushalte für Jugendliche. Damit fördert die Genossenschaft eine sozial durchmischte Bewohnerschaft.
Doch hier wird nicht nur gewohnt. Rund 1.300 Quadratmeter sind für Gewerbe und Gemeinschaftsflächen vorgesehen. Ateliers, ein Quartierscafé und eine Multihalle sollen das Haus zum lebendigen Zentrum im Kreativquartier machen. „Wir schaffen ein lebendiges Zentrum für Kreativität und nachbarschaftliche Gemeinschaft“, betonte Münchens Stadtbaurätin Elisabeth Merk.
Holz, Kreislauf und grüne Energie
Ökologie wird hier großgeschrieben. Das Gebäude entsteht als kreislaufgerechter Holzhybridbau. Wände, Decken und Dächer bestehen vorwiegend aus dem nachwachsenden Rohstoff – etwa 160 Kilogramm Holz pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Konstruktion ist so geplant, dass die Materialien später sortenrein recycelt werden können.
Eine Dachbegrünung und eine Photovoltaikanlage runden das nachhaltige Konzept ab. Der bewusste Verzicht auf die Hochhausgrenze von acht Geschossen hilft zudem, sicherheitstechnische Auflagen zu reduzieren und Kosten zu sparen.
Ein Signal für die gesamte Branche?
Kann dieses Münchner Projekt zum Vorbild für andere Städte werden? In einer Zeit, in der viele Bauvorhaben an hohen Kosten scheitern, liefert „Das große kleine Haus“ wichtige Argumente. Die gezeigten Kosteneinsparungen im zweistelligen Bereich könnten den Druck auf die Politik erhöhen, Bauordnungen dauerhaft zu flexibilisieren.
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Auch die genossenschaftliche Trägerschaft erweist sich als Erfolgsfaktor. Durch den Verzicht auf Maximalrenditen und die Unterstützung via städtischer Erbpacht werden Projekte möglich, die für private Investoren unattraktiv sind.
Nächster Halt: Bezug im Herbst
Nach dem Richtfest konzentrieren sich die Arbeiten nun auf den Innenausbau. Der ambitionierte Zeitplan hält: Bereits im Oktober 2026 sollen die ersten Mieter einziehen können. Die kurze Bauzeit seit Beginn im Januar 2025 unterstreicht die Effizienz der Holzhybrid-Bauweise.
Fachleute begleiten das Projekt weiter intensiv. Sollten sich die Einsparungen im Betrieb bewähren, könnte der Gebäudetyp-e Schule machen. Bis dahin bleibt das „große kleine Haus“ ein sichtbares Zeichen dafür, dass neue Wege in der Baukrise möglich sind.
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