MTU Aktie: Prognose-Dämpfer
24.02.2026 - 23:57:56 | boerse-global.deRekordgewinne und eine Dividende, die um 64 Prozent nach oben schnellt – eigentlich Gründe für Jubel am Aktienmarkt. Doch bei MTU Aero Engines herrscht heute Katerstimmung, da der optimistische Blick zurück durch eine vorsichtige Prognose überschattet wird. Warum reagieren Anleger trotz historischer Bestmarken so empfindlich?
Rekorde im Rückspiegel
Das Geschäftsjahr 2025 war für den Triebwerksbauer ein Jahr der Superlative. Der bereinigte Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis (EBIT) sogar um 29 Prozent auf bis zu 1,4 Milliarden Euro zulegte. Besonders die Aktionäre sollen von diesem Erfolg profitieren: Das Management schlägt vor, die Ausschüttung deutlich von 2,20 Euro auf 3,60 Euro je Aktie anzuheben.
Mit einem Auftragsbestand von 29,5 Milliarden Euro ist die Auslastung für die nächsten drei Jahre rechnerisch gesichert. Auch der freie Mittelzufluss verdoppelte sich im vergangenen Jahr auf 378 Millionen Euro. Doch genau bei dieser Kennzahl liegt der Ursprung der aktuellen Marktskepsis.
Cashflow-Sorgen trüben den Ausblick
Trotz der starken Bilanz verlor die Aktie heute 6,32 Prozent an Wert und notiert bei 372,30 Euro. Der Markt fokussiert sich primär auf die Ziele für 2026. Zwar rechnet MTU mit einem weiteren Umsatzanstieg, das operative Ergebnis könnte jedoch im ungünstigsten Fall bei 1,35 Milliarden Euro stagnieren.
Besonders der Ausblick für den Free Cashflow enttäuscht viele Investoren. Belastend wirken hier vor allem die Kosten für den anhaltenden Rückruf der GTF-Triebwerke von Pratt & Whitney, die den Cashflow im laufenden Jahr mit rund 250 Millionen Euro drücken werden. Experten der Investmentbank Barclays verwiesen in diesem Zusammenhang auf die strukturelle Diskrepanz zwischen der hohen Profitabilität und den tatsächlich im Unternehmen ankommenden Barmitteln.
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Analysten uneins über Kurspotenzial
Die Reaktionen der Fachwelt fallen gespalten aus. Während Goldman Sachs das Kursziel bei 370 Euro sieht und die Einstufung auf „Neutral“ belässt, zeigen sich andere Häuser deutlich optimistischer. mwb research hält den aktuellen Kursrückgang für übertrieben und bestätigt ein Ziel von 505 Euro, während Jefferies und Berenberg ihre Kaufempfehlungen mit Zielen zwischen 450 und 500 Euro untermauerten.
Charttechnisch rückt durch den heutigen Rücksetzer der 200-Tage-Durchschnitt bei 371,83 Euro in den direkten Fokus. Sollte diese Marke nachhaltig verteidigt werden, könnte das Papier dort einen Boden finden. Entscheidend für die weitere Entwicklung im Jahr 2026 wird sein, ob MTU die GTF-Kosten stabil halten und die geplante Cash-Conversion-Rate von 45 bis 55 Prozent tatsächlich erreichen kann.
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