MTU, Aktie

MTU Aktie: Berenberg kappt Kursziel

24.03.2026 - 15:40:20 | boerse-global.de

Die Privatbank Berenberg bestätigt ihre Kaufempfehlung für MTU, senkt jedoch das Kursziel auf 420 Euro. Trotz jüngstem Kursrückgang sieht Analyst George McWhirter Aufwärtspotenzial bei historisch günstiger Bewertung.

MTU Aktie: Berenberg kappt Kursziel - Foto: über boerse-global.de
MTU Aktie: Berenberg kappt Kursziel - Foto: über boerse-global.de

Die Privatbank Berenberg hält an ihrer Kaufempfehlung für den Triebwerkshersteller fest, passt aber die Erwartungen leicht nach unten an. Während das operative Geschäft im vergangenen Jahr Rekordwerte lieferte, spiegelt die jüngste Kursentwicklung eine spürbare Zurückhaltung der Anleger wider. Analyst George McWhirter sieht genau in dieser Diskrepanz eine Einstiegschance.

Historisch günstige Bewertung

Berenberg senkte am Dienstag das Kursziel von 450 auf 420 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf „Buy“. McWhirter verweist zur Begründung auf die attraktive Bewertung des Unternehmens. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis notiert derzeit deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Angesichts des aktuellen Kursniveaus von 308,60 Euro – nach einem spürbaren Rückgang von über 22 Prozent in den letzten 30 Tagen – signalisiert das neue Ziel der Analysten ein erhebliches Aufwärtspotenzial.

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten fließen als Risikofaktor in die leicht reduzierte Prognose ein. Die Experten betonen allerdings, dass das direkte operative Engagement von MTU in dieser Region stark begrenzt ist und die Fundamentaldaten stabil bleiben.

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Rekordzahlen treiben Dividende

Diese fundamentale Basis stützt den Optimismus der Analysten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 steigerte das Münchner Unternehmen den Umsatz um 16 Prozent auf den Rekordwert von 8,7 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte sogar um 29 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro.

Aktionäre profitieren von diesem operativen Erfolg unmittelbar. Die Dividende steigt von 2,20 Euro im Vorjahr auf nun 3,60 Euro pro Anteilsschein. Diese deutliche Anhebung unterstreicht das Vertrauen des Managements in die künftige Cashflow-Generierung, nachdem technische Belastungen bei bestimmten Triebwerkstypen die Ausschüttungen in der Vergangenheit temporär gebremst hatten.

Fokus auf Automatisierung

Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Management unter CEO Johannes Bussmann mit weiteren Zuwächsen. Der Umsatz soll auf 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro klettern, während das bereinigte EBIT zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro erwartet wird. Ein wesentlicher Treiber bleibt die zivile Instandhaltung mit prognostizierten Wachstumsraten im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich. Gelingt es dem Unternehmen, die geplante Automatisierung der Fertigungsprozesse trotz globaler Lieferkettenengpässe planmäßig umzusetzen, festigt MTU seine Profitabilität im wichtigen zivilen Seriengeschäft für Kurz- und Mittelstreckenjets.

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