Mounjaro-Wirkstoff könnte Alkoholsucht bekämpfen
20.02.2026 - 20:02:12 | boerse-global.deTirzepatid, der Wirkstoff des Diabetes-Medikaments Mounjaro, dämpft offenbar das Verlangen nach Alkohol. Das zeigen neue Forschungsergebnisse, die einen völlig neuen Ansatz in der Suchttherapie eröffnen. Ursprünglich für Typ-2-Diabetes und Adipositas entwickelt, greift der Wirkstoff direkt in die Belohnungssysteme des Gehirns ein.
So wirkt Tirzepatid im Körper
Tirzepatid imitiert zwei körpereigene Darmhormone, die nach dem Essen Sättigung signalisieren. Ein entscheidender Effekt: Der Wirkstoff verlangsamt die Magenentleerung. Dadurch gelangt auch Alkohol verzögert ins Blut – die berauschende Wirkung schwächt ab. Pharmariese Eli Lilly hat mit diesem Prinzip bereits Milliarden umgesetzt.
Der Angriff auf das Belohnungszentrum
Der vielversprechendste Effekt spielt sich im Gehirn ab. Tirzepatid scheint das mesolimbische System, unser Belohnungszentrum, zu beeinflussen. Suchtmittel wie Alkohol kapern dieses Dopamin-gesteuerte System und erzeugen zwanghaftes Verlangen.
Tierversuche zeigen: Unter Tirzepatid konsumieren Nagetiere weniger freiwillig Alkohol, neigen seltener zu exzessivem Trinken und haben ein geringeres Rückfallrisiko. Die These: Der Wirkstoff dämpft die dopaminerge Signalübertragung. Erste Berichte von Patienten bestätigen diesen Effekt – sie verspüren weniger Lust auf Alkohol.
Der Weg in die Klinik
Die Beobachtungen haben eine Forschungswelle ausgelöst. Mehrere klinische Studien prüfen gezielt den Einsatz von GLP-1-Agonisten wie Tirzepatid gegen Alkoholabhängigkeit. Eine Phase-II-Studie mit dem verwandten Wirkstoff Semaglutid lieferte bereits positive Signale: Probanden reduzierten ihren Konsum und das Craving.
Eli Lilly testet Mounjaro nun offiziell in Studien zur Behandlung von Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Bestätigen sich die Ergebnisse, könnten entscheidende Phase-III-Studien in den nächsten Jahren starten. Eine Zulassung für die Suchttherapie noch in diesem Jahrzehnt wäre möglich.
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Ein neues Werkzeug gegen die Sucht?
Die potenziellen Auswirkungen sind enorm. Alkoholabhängigkeit ist ein globales Problem mit wenigen medikamentösen Optionen. Tirzepatid könnte eine dringend benötigte neue Waffe werden.
Experten mahnen jedoch zu Geduld. Umfassende Humanstudien müssen erst klären, ob die Wirkung nur bei Übergewichtigen oder auch bei Normalgewichtigen auftritt. Sicherheit und Langzeitwirkung sind noch zu prüfen. Dennoch: Die Forschung zeigt erneut, wie ein Medikament für eine Krankheit unerwartete Türen in anderen Therapiegebieten öffnen kann.
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