Motörhead, Comeback

Motörhead 2026: Comeback ohne Lemmy?

15.02.2026 - 20:42:42

Motörhead-Fans hoffen 2026 auf neue Shows, Tribute-Projekte und unveröffentlichtes Material – was ist dran an den Gerüchten?

Motörhead ohne Lemmy – geht das überhaupt? Zehn Jahre nach seinem Tod ist der Hype um die Band 2026 wieder voll da: neue Tribute-Konzerte, Doku-Gerüchte, Vinyl-Reissues, Fan-Projekte. Auf Reddit und TikTok überschlagen sich die Theorien, ob es nochmal eine große Motörhead-Hommage-Tour durch Europa geben könnte – natürlich mit Fokus auf Deutschland, wo Lemmy immer eine riesige Fanbase hatte.

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Auch wenn die klassische Besetzung Geschichte ist: Der Name Motörhead verschwindet nicht. Im Gegenteil – gerade Gen Z entdeckt die Band über Gaming-Soundtracks, Metalcore-Cover auf TikTok und Vintage-Merch in Streetwear-Stores. Für viele ist Lemmy so etwas wie der letzte echte Rock-&-Roll-Pirat. Und genau dieses Image sorgt jetzt dafür, dass die Nachfrage nach Live-Erlebnissen, Tribute-Shows und exklusiven Releases höher ist als jemals zuvor.

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Um zu checken, was 2026 wirklich bei Motörhead passiert, musst du zwei Ebenen unterscheiden: die "offizielle" Band-Historie und das, was das Umfeld und die Szene daraus machen. Klar ist: Motörhead als aktive Live-Band in Originalform gibt es seit Lemmys Tod Ende 2015 nicht mehr. Das haben die verbliebenen Mitglieder mehrmals betont – dieser Name wird nicht einfach mit neuem Frontmann weitergeführt.

Stattdessen setzt das Motörhead-Camp seit Jahren auf drei große Säulen: Reissues, Archive und Tribute. Über verschiedene Labels kamen in den letzten Jahren Anniversary-Editionen von Klassikern wie Overkill, Bomber, Ace Of Spades oder Iron Fist raus – oft mit Live-Mitschnitten aus Deutschland, etwa aus München, Düsseldorf oder Berlin. Für 2026 wird in Fan-Foren gerade spekuliert, dass weitere Jubiläums-Editionen und bisher unveröffentlichte Konzertaufnahmen folgen könnten, weil mehrere Alben runde Geburtstage feiern.

Gerade spannend für deutsche Fans: Motörhead haben historisch extrem viel in Deutschland gespielt. Festivals wie Wacken Open Air, Rock am Ring, Bang Your Head!!! oder kleinere Hallen wie die Grosse Freiheit 36 in Hamburg oder die Live Music Hall in Köln tauchen in unzähligen Bootlegs und Setlist-Archiven auf. Wenn also ein Label oder das Motörhead-Team eine neue Live-Box schnürt, stehen die Chancen gut, dass wieder ein Mitschnitt aus Deutschland dabei ist. Genau das heizen diverse Metal-Blogs aktuell an, die von "umfangreichen Archiven" berichten, die noch längst nicht ausgeschöpft seien.

Dazu kommt die Doku- und Biopic-Schiene: Bereits in den Vorjahren wurde an einer Lemmy-Filmbiografie gearbeitet, von der immer wieder Updates durch die Medien gingen. 2026 wird in der Szene nun diskutiert, ob begleitend zur Veröffentlichung (oder zu einem Streaming-Deal) eine Reihe von Lemmy- oder Motörhead-Tribute-Shows in Europa stattfinden könnte – mit Gastmusikern aus bekannten Metal- und Punkbands, die Motörhead-Songs live spielen. Gerade Deutschland gilt in diesen Spekulationen als Kernmarkt, weil Ticketabsätze für Metal hier traditionell extrem stabil sind.

Hinzu kommen immer wieder Hinweise auf kleinere, aber fein kuratierte Tribute-Abende, zum Beispiel in Clubs in Berlin, Essen, Stuttgart oder Leipzig, bei denen lokale Bands komplette Motörhead-Alben am Stück zocken. Offizielle Tourdaten im klassischen Sinne gibt es dafür zwar meist nicht, aber Veranstalter bewerben die Abende oft als "Lemmy-Night" oder "Motörhead Tribute Special". In Kombination mit Vinyl-Reissues und Social-Media-Hype entsteht so das Gefühl, dass Motörhead 2026 präsenter sind, als es die nackten Fakten vermuten lassen.

Unterm Strich heißt das: Die Legende lebt, aber in anderer Form. Für dich als Fan ist wichtig: Offizielle News, Reissue-Ankündigungen und Doku-Updates kommen am sichersten über die Kanäle der Band und des Managements – also Website, Socials und Label-Statements. Die Gerüchte über komplette Motörhead-"Comebacks" mit neuem Sänger solltest du dagegen eher skeptisch sehen. Viel realistischer sind groß aufgezogene Tribute-Projekte, Special-Shows und noch mehr Archiv-Schätze, die speziell in Deutschland für volle Clubs sorgen dürften.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Wenn wir über Motörhead 2026 sprechen, reden wir in der Praxis fast immer über Tribute-Shows, Special-Gigs oder Allstar-Projekte – egal ob in kleinen Clubs oder auf großen Festivals. Aber was läuft da musikalisch wirklich? Die Antwort ist ziemlich klar: Niemand will eine "experimentelle" Setlist. Die Fans wollen die Klassiker, laut, dreckig und ohne Schnickschnack.

Typische Setlists von Motörhead-Tribute-Bands oder Allstar-Acts, die Lemmy ehren, sind oft eine Art Best-of der letzten drei, vier Jahrzehnte. Songs, die fast immer dabei sind:

  • "Ace Of Spades" – der unverhandelbare Schluss- oder Höhepunkt. Wenn dieser Song nicht kommt, fühlt es sich für viele nicht wie ein echter Motörhead-Abend an.
  • "Overkill" – mit seinem doppelten Bassdrum-Drive ein Dauerbrenner, der gerne am Anfang oder als Zugabe gezockt wird.
  • "Bomber" – besonders beliebt in Deutschland, weil Motörhead hier schon in den späten 70ern und frühen 80ern intensiv tourten und der Song in vielen älteren TV-Mitschnitten vorkommt.
  • "Iron Fist" – schnelle Abrissbirne, bei der im Pit regelmäßig alles ausrastet.
  • "Killed By Death" – Fan-Favorit, bei dem der Refrain meistens von der gesamten Halle gebrüllt wird.
  • "Orgasmatron" – der dunklere, schwerere Track, der live oft als tonnenschwerer Groove-Moment funktioniert.
  • "Born To Raise Hell" – perfekter Mitgröhl-Song, gerade wenn mehrere Gastmusiker auf der Bühne sind.

Dazu packen viele Bands noch einige Deep Cuts, je nach Zielgruppe: "Stay Clean", "No Class", "Damage Case", "We Are The Road Crew" oder "Fast And Loose" tauchen regelmäßig auf. In Deutschland werden gerne auch Songs hervorgeholt, die mit legendären Touren oder Wacken-Auftritten verbunden sind – weil viele Fans genau diese Shows als Referenz im Kopf haben.

Was die Atmosphäre angeht, unterscheiden sich Motörhead-Tribute-Shows massiv von modernen, durchchoreografierten Pop-Konzerten. Kein LED-Feuerwerk, keine TikTok-Tanzmoves, keine zehn Outfitwechsel. Stattdessen: Backline, Marshall-Wand, leicht brummende Amps, Bier in der Luft, Lederjacken, Nieten, Patches und ein Publikum, das von alten Szenegängern bis zu 18-jährigen New-Metal-Kids reicht. Du merkst sehr schnell, dass es hier weniger um Nostalgie-Kitsch geht, sondern um eine bestimmte Haltung: laut, kompromisslos, direkt.

Viele Bands versuchen, Lemmys Präsenz nicht einfach zu kopieren, sondern zu respektieren. Das heißt: Der Bass-Sound ist oft bewusst rau, mit viel Mitten und Attack. Der Gesang tendiert weniger zu perfekter Tonhöhe, sondern mehr zu Charakter – heiser, kantig, straight ins Gesicht. Dabei erzählen einige Sänger zwischendurch Anekdoten über Lemmys legendären Humor, seine Liebe zu Spielautomaten, Jack Daniel's und seine spezielle Art, das Publikum anzusprechen. Das gibt dem Ganzen einen persönlichen, fast familiären Vibe.

In größeren Hallen oder auf Festivals wird das Ganze manchmal mit Visuals angereichert: alte Live-Footage, Fotos aus den frühen Tagen, Lemmy-Zitate, oft auch ein großes Banner mit seinem Konterfei. Es ist nicht ungewöhnlich, dass vor "Ace Of Spades" ein kurzer emotionaler Moment eingefügt wird – Schweigeminute, Zitat oder Videoeinspieler – bevor dann der komplette Saal explodiert.

Wenn du selbst eine dieser Shows planst, solltest du dich auf einen langen Abend einstellen. Viele Tribute-Acts spielen locker 90 bis 120 Minuten, inklusive Zugabenblock. Die Lautstärke ist dabei, ganz motörhead-typisch, am oberen Ende des Erträglichen – Ohrschutz ist keine schlechte Idee. Gleichzeitig ist die Stimmung meist überraschend freundlich: Moshpit ja, aber selten toxische Aggression. Eher dieses Gefühl von "Wir sind alle hier, weil dieser Typ mit dem Rickenbacker-Bass unser Leben ein bisschen verändert hat".

Für Gen-Z-Fans, die Lemmy nie live gesehen haben, sind diese Shows oft der erste echte Kontakt mit klassischem, ungefiltertem Rock & Roll im Motörhead-Stil. Viele berichten danach in sozialen Netzwerken, dass sie die rohe Energie krasser getroffen hat als jede polierte Metalcore-Produktion. Genau das macht den Reiz aus: Motörhead-Tribute-Shows sind nicht nur Nostalgie-Events, sondern Einstiegsdrogen in eine ganze Ära von Musik.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Wenn du dich 2026 auf Reddit, in deutschen Metal-Foren oder auf TikTok umschaust, merkst du schnell: Rund um Motörhead wird wild spekuliert. Die Band ist zwar offiziell beendet, aber das hindert niemanden daran, Pläne weiterzuspinnen. Ein paar der größten Themen, die immer wieder hochkochen:

1. Kommt eine große Lemmy-Allstar-Tour durch Europa?
Viele Fans wünschen sich eine einmalige Tour, auf der bekannte Musiker aus Metal, Punk und Rock gemeinsam Motörhead-Songs performen – quasi ein mobiles Tribute-Festival. In Thread-Titeln liest du Fantasie-Line-ups mit Mitgliedern von Bands wie Metallica, Slayer, Saxon, Volbeat oder Anthrax. Gerade Deutschland wird dabei ständig als Pflichtstation genannt: Berlin, Hamburg, Köln, München, dazu Wacken oder ein Special auf Rock am Ring.

Bisher gibt es dafür keine offizielle Bestätigung. Allerdings tauchten in der Vergangenheit immer wieder Einzelshows und Festival-Specials auf, bei denen bekannte Musiker Motörhead-Sets spielten. Die Gerüchte speisen sich vor allem aus dem Wunsch, dieses Konzept größer und strukturierter aufzuziehen. Realistisch? Möglich, aber eher als limitiertes Projekt als als fette Stadiontour.

2. Unveröffentlichtes Material – liegen noch komplette Lemmy-Songs im Tresor?
Ein Dauerbrenner in der Diskussion: Wie viel ungehörtes Material existiert noch? Immer wenn ein Archiv-Release angekündigt wird, hoffen Fans auf komplett neue Songs. In Foren werden angebliche Insider-Infos geteilt, laut denen mehrere Demos und Proberaum-Aufnahmen mit Lemmy-Vocals noch nicht ausgewertet seien. Konkrete Tracklisten oder offizielle Aussagen dazu sind allerdings rar.

Realistisch ist eher, dass weitere Live-Mitschnitte, alternative Versionen oder Rohmixe aus den Studios der 80er und 90er nach und nach auftauchen. Komplett neue Studioalben sind dagegen extrem unwahrscheinlich, weil Motörhead bis zuletzt recht konsequent veröffentlicht haben und Lemmy nicht gerade dafür bekannt war, massenhaft Material in der Schublade zu horten.

3. Diskussionspunkt Ticketpreise & Merch
Ein immer wieder emotional diskutiertes Thema: Wie weit darf man mit dem Motörhead-Namen noch Geld verdienen? Viele Fans stören sich an überteuertem Merch, Limited-Edition-Vinyl für Sammlerpreise oder Tribute-Shows, deren Tickets locker 60–80 Euro kosten – obwohl kein Originalmitglied auf der Bühne steht. In deutschen Kommentarspalten liest du dann Sätze wie: "Lemmy hätte das gehasst" oder "Das ist doch nur noch Cashgrab".

Auf der anderen Seite stehen Fans und Musiker, die argumentieren: Tribute-Shows, hochwertige Boxsets und kuratierte Releases halten die Musik am Leben und kosten nun mal Produktion, Lizenzen und Logistik. In einigen Threads wird der Kompromiss vorgeschlagen, dass ein Teil der Einnahmen an wohltätige Projekte gehen sollte, die Lemmy wichtig waren – etwa Organisationen für Musiknachwuchs oder soziale Einrichtungen für Roadies und Crew-Mitglieder. Solche Charity-Aspekte tauchen bei einigen Events tatsächlich auf und kommen in der Community relativ gut an.

4. TikTok-Hype & "falsche" Fans?
Spannend ist auch der Generationen-Clash: Viele ältere Motörhead-Fans schauen skeptisch auf TikTok-Clips, in denen Teenager zu "Ace Of Spades" lip-syncen, während sie gleichzeitig über Metalcore- oder Emo-Playlists sprechen. In den Kommentaren entsteht dann gerne die Diskussion, ob man Motörhead "verstanden" haben muss, um sich Fan zu nennen.

Gleichzeitig zeigen die Algorithmen, dass die Songs erstaunlich gut mit der kurzen, direkten TikTok-Ästhetik funktionieren. 30 Sekunden Doublebass, Riff und Lemmy-Stimme – das knallt sofort. Einige Creator erklären in kurzen Edu-Videos, wer Lemmy war, warum er mit Nazisymbolik gebrochen hat, obwohl er Militariasammler war, oder wieso Motörhead stilistisch irgendwo zwischen Punk, Metal und Rock & Roll hängen. Solche Clips holen viele junge Hörer ab, die sonst vielleicht nie über die Band gestolpert wären.

Die Gerüchteküche rund um 2026 lässt sich also so zusammenfassen: Fans wünschen sich große Tribute-Projekte, mehr Archivmaterial und bezahlbare Shows, die den Namen Motörhead nicht verwässern. Die Realität liefert bislang vor allem kleinere, aber intensive Events, neue Auflagen und eine wachsende Online-Kultur, in der Motörhead-Memes, Tattoo-Posts und rare Live-Videos permanent zirkulieren.

Alle Daten auf einen Blick

Viele Details zu zukünftigen Releases und Events stehen 2026 noch nicht offiziell fest. Trotzdem lassen sich einige harte Daten und typische Eckpunkte rund um Motörhead zusammenfassen – besonders mit Blick auf Deutschland.

BereichInfoKommentar
BandaktivitätSeit 2015 offiziell beendetNach Lemmys Tod keine regulären Motörhead-Touren mehr.
Typische Deutschland-StädteBerlin, Hamburg, Köln, München, Dortmund, StuttgartHistorisch häufige Tourstopps, oft auf Live-Aufnahmen vertreten.
Legendäre Festivals in DEWacken Open Air, Rock am Ring, Bang Your Head!!!Motörhead-Auftritte von dort sind bis heute Kult.
Kultalben (Auswahl)Overkill (1979), Bomber (1979), Ace Of Spades (1980), Iron Fist (1982)Häufig Basis der Setlists bei Tribute-Shows.
Letztes StudioalbumBad Magic (2015)Wird oft komplett gefeiert, weil es Lemmys Abschiedswerk ist.
Typische Tribute-Ticketpreise (DE)ca. 20–45 € Clubshows, 40–80 € Festival-SpecialsStark abhängig von Location, Line-up und Rahmenprogramm.
Beliebteste Songs in Playlists"Ace Of Spades", "Overkill", "Iron Fist", "Bomber", "Killed By Death"Streaming-Daten und Social-Media-Trends zeigen diese Tracks vorn.
Fan-Hotspots online (DE)Reddit /r/Metal, spezialisierte Facebook-Gruppen, Insta-Hashtags #motorhead #lemmyDort tauchen News, Bootleg-Tipps und Event-Hinweise zuerst auf.
Offizielle Infosimotorhead.comOffizielle Bandplattform für Ankündigungen und Releases.

Häufige Fragen zu Motörhead

Um den Überblick im Info-Dschungel zu behalten, hier ein ausführlicher FAQ-Block zu Motörhead – mit Fokus darauf, was 2026 für dich als Fan relevant ist.

Wer war Motörhead eigentlich – Metal, Punk oder Rock & Roll?
Motörhead passen in keine simple Schublade. Lemmy selbst hat immer wieder betont, dass er Rock & Roll spielt, keine klassische Metal-Mucke. Trotzdem wurde die Band zu einem der wichtigsten Einflüsse für Thrash Metal, Speed Metal und diverse härtere Spielarten. Das Rezept: verzerrter Bass, simple, aber sofort packende Riffs, extrem direkte Drums und eine Stimme, die mehr knurrt als singt.

Für viele Fans ist genau diese Mischung der Grund, warum Motörhead sich so zeitlos anfühlen. Sie sind zu hart, um als "Classic Rock" durchzugehen, und zu simpel, um sich in progressive Metal-Gefilde zu verirren. Diese Zwischenposition macht sie für Punk-Fans genauso interessant wie für Metalheads.

Gibt es 2026 eine Chance auf ein echtes Motörhead-Comeback?
Im Sinne einer aktiven Band mit neuen Songs und Tourdatum: Nein. Die verbliebenen Mitglieder haben über die Jahre sehr klar gemacht, dass Motörhead ohne Lemmy nicht weitermachen. Seine Stimme, seine Präsenz und sein Songwriting waren so zentral, dass eine Neubesetzung eher wie eine Coverband mit Originalmitgliedern wirken würde.

Was allerdings realistisch ist: spezielle Tribute-Auftritte unter offiziellem Segen des Motörhead-Umfelds, vielleicht ergänzt um Gastmusiker aus bekannten Bands. Solche Projekte könnten temporär touren oder einzelne Festivals bespielen. Das würde zwar den Namen Motörhead stark im Mittelpunkt haben, wäre aber eher eine Hommage als ein echtes "Comeback".

Wie komme ich 2026 in Deutschland am besten an Motörhead-bezogene Live-Erlebnisse?
Weil es keine regulären Motörhead-Tourneen mehr gibt, musst du ein bisschen Detektivarbeit leisten. Ideal ist eine Kombi aus:

  • lokalen Club-Programmseiten (z.B. große Rockclubs in deiner Stadt),
  • Festival-Line-ups, in denen Tribute- oder Allstar-Sets oft klein im Timetable auftauchen,
  • Social-Media-Kanälen von Tribute-Bands, die häufig regional touren,
  • Szenemagazinen und Metal-Podcasts, die solche Abende ankündigen.

Gerade in Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, Bochum, Essen oder Nürnberg tauchen immer wieder "Lemmy Nights" oder "Motörhead Tribute"-Gigs auf, oft mit Tickets im moderaten Preisbereich. Wenn du auf dem Land wohnst, lohnt sich ein Blick auf kleinere Festivals oder Motorradtreffen, bei denen Motörhead-Sets erstaunlich oft Teil des Programms sind.

Welche Motörhead-Alben sollte ich als neues Fan zuerst hören?
Wenn du gerade erst einsteigst, bietet sich eine Art Drei-Stufen-Plan an:

  1. Die Klassiker: Ace Of Spades, Overkill, Bomber – die definieren den typischen Motörhead-Sound, den du aus Memes, T-Shirts und Zitaten kennst.
  2. Die härtere Kante: Iron Fist, Orgasmatron, Inferno – hier wird es dunkler, aggressiver, aber immer noch sehr direkt.
  3. Die späte Phase: Motörizer, The Wörld Is Yours, Bad Magic – beweisen, dass Motörhead bis zum Schluss relevant und hungrig klangen.

Streaming-Plattformen sind voll mit Best-of-Playlists, aber gerade bei Motörhead lohnt sich das Hören ganzer Alben, weil du dann verstehst, wie konsequent dieser Sound von Platte zu Platte durchgezogen und trotzdem leicht variiert wurde.

Wie stehe ich als Fan zu den vielen Merch- und Vinyl-Reissues – cash grab oder Liebe?
Die ehrliche Antwort: beides kommt vor. Einige Reissues sind musikalisch extrem wertvoll – etwa, wenn sie alte Live-Mitschnitte in guter Qualität bringen, detaillierte Booklets enthalten oder lange vergriffene Alben wieder zugänglich machen. Andere wirken eher wie Farbvarianten derselben Platte, nur für Sammler, die jede Vinylfarbe im Regal haben wollen.

Als Fan kannst du ein paar Kriterien nutzen, um zu entscheiden, ob sich ein Kauf lohnt:

  • Gibt es neues Audiomaterial (Live-Tracks, Demos, alternative Versionen)?
  • Ist das Mastering verbessert oder nur ein Repackaging?
  • Bietet das Booklet echte Infos, Fotos, Liner Notes – oder nur Standardtext?
  • Ist der Preis im Rahmen vergleichbarer Releases anderer Bands?

Wenn du nur musikalisch einsteigen willst, reichen oft normale Standardpressungen oder Streaming. Die teuren Deluxe-Boxen lohnen sich eher, wenn du wirklich tief in die Bandhistorie eintauchen willst und physische Sammlerstücke feierst.

Wie wichtig war Deutschland für Motörhead historisch wirklich?
Sehr wichtig. Deutschland war über Jahrzehnte ein Kernmarkt – sowohl für Touren als auch für Albumverkäufe. Viele legendäre Tourplakate, Bootlegs und TV-Auftritte stammen aus deutschen Städten. Wacken Open Air und andere Festivals haben Motörhead regelmäßig gebucht, oft auf prominenten Slots kurz vor oder nach den Headlinern.

Für deutsche Fans hat das zwei Effekte: Erstens gibt es überdurchschnittlich viele Live-Aufnahmen, die entweder offiziell erschienen sind oder als Bootlegs kursieren. Zweitens ist die Fanbasis extrem breit gefächert – vom klassischen Metalhead bis zum Biker, vom Punksenior bis zum HipHop-Produzenten, der sich vom Basssound inspirieren lässt. Deshalb tauchen Motörhead-Motive auch in deutscher Popkultur immer wieder auf, sei es auf Shirts, in Memes oder als Referenz in Interviews anderer Künstler.

Was bleibt 2026 vom Erbe der Band – und warum ist das für junge Hörer spannend?
Motörhead stehen 2026 weniger für eine bestimmte Szene und mehr für eine Haltung: Mach dein Ding, spiel laut, sei ehrlich, verstell dich nicht. Diese Energie passt verblüffend gut in eine Zeit, in der viele Produktionen überpoliert und durchgestylt wirken. Für junge Musiker ist Motörhead ein Reminder, dass ein gutes Riff, eine markante Stimme und ein kompromissloser Groove oft mehr bewirken als die teuerste Studio-Software.

Für dich als Hörer heißt das: Auch wenn du nie die Chance hattest, Lemmy live zu sehen, kannst du die Wucht dieser Band noch immer erleben – über alte Livevideos, über heftig gespielte Tribute-Shows in deutschen Clubs und über neue Reissues, die den Sound für aktuelle Anlagen fit machen. Motörhead sind 2026 kein Museumsobjekt, sondern ein immer noch aktiver Bezugspunkt, wenn es darum geht, wie echte Lautstärke, echte Attitüde und echte Songs zusammenkommen.


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