Moleculin, Biotech

Moleculin Biotech Aktie: Kurs-Debakel

21.02.2026 - 10:59:01 | boerse-global.de

Moleculin Biotech erlebt eine schwarze Woche an der Bse. Nach einer Kapitalmaßnahme in Höhe von 8,3 Millionen US-Dollar brach der Aktienkurs massiv ein und verlor einen Großteil seines Wertes. Warum reagierten Anleger so extrem auf die eigentlich notwendige Finanzspritze?

Am Donnerstag gab das Unternehmen Vereinbarungen mit Investoren zur Ausübung bestehender Optionsscheine bekannt. Rund 2,12 Millionen Aktien wurden zu einem Preis von 3,90 US-Dollar ausgegeben, um Bruttoerlöse von etwa 8,3 Millionen US-Dollar zu erzielen. Das Kapital soll vor allem in den laufenden Betrieb und die klinischen Programme fließen.

Die Marktreaktion fiel verheerend aus: Die Aktie stürzte am Donnerstag um rund 44 % ab. Auch am Freitag setzte sich der Abwärtstrend mit einem Minus von 8,21 % fort, sodass das Papier bei 2,46 US-Dollar aus dem Handel ging. Besonders auffällig war das enorme Handelsvolumen, das am Tag der Ankündigung mehr als das Achtzehnfache des Durchschnitts erreichte.

Kritische Konditionen der Neuemission

Besonders die Bedingungen der Vereinbarung belasten das Vertrauen der Marktteilnehmer. Um die Investoren zur sofortigen Ausübung der Optionen zu bewegen, emittiert Moleculin neue Series-H-Optionsscheine. Diese umfassen bis zu 6,37 Millionen zusätzliche Aktien ? das Dreifache der aktuell ausgegebenen Menge.

Zudem birgt der Preismechanismus dieser neuen Scheine erhebliche Risiken für Altaktionäre. Der Ausübungspreis wird auf den niedrigeren Wert von entweder 3,90 US-Dollar oder den volumengewichteten Durchschnittskurs (VWAP) der fünf Handelstage nach der Vereinbarung festgesetzt. Diese variable Struktur könnte bei anhaltendem Kursdruck zu einer noch stärkeren Verwässerung führen.

Klinische Erfolge geraten in den Hintergrund

Die heftige Kursreaktion überschattet positive Nachrichten aus der Forschung. Nur einen Tag vor der Kapitalerhöhung veröffentlichte das Unternehmen Daten aus der MIRACLE-Studie der Phase 3. Bei der Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML) mit dem Wirkstoffkandidaten Annamycin wurde eine kombinierte Remissionsrate von 40 % erzielt. Damit übertrafen die Ergebnisse bisherige Vergleichswerte für Standardtherapien deutlich.

In der kommenden Woche steht nun der fünf-tägige Bewertungszeitraum im Fokus, der den endgültigen Ausübungspreis der neuen Optionsscheine festlegt. Diese Kursmarke wird entscheidend dafür sein, wie massiv die strukturelle Verwässerung des Aktienkapitals letztlich ausfällt.

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