Banking-Malware, Banken

Mobile Banking-Malware greift 1.200 Banken in 90 Ländern an

23.03.2026 - 08:00:35 | boerse-global.de

Ein aktueller Report zeigt einen massiven Anstieg von Banking-Trojanern, die Smartphones komplett übernehmen und selbst Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen. Die USA und Europa sind besonders betroffen.

Mobile Banking-Malware greift 1.200 Banken in 90 Ländern an - Foto: über boerse-global.de
Mobile Banking-Malware greift 1.200 Banken in 90 Ländern an - Foto: über boerse-global.de

Banking-Malware greift jetzt massiv Smartphones an. Ein aktueller Report zeigt: Die Angreifer gewinnen die Oberhand und stehlen immer mehr Geld. Ihr Ziel sind die Banking-Apps auf Ihrem Handy.

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Laut dem "2026 Banking Heist Report" von Zimperium zielen derzeit 34 aktive Malware-Familien auf 1.243 Finanzinstitute in 90 Ländern. Die Zahl der gesteuerten Finanztransaktionen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 67 Prozent. Experten warnen vor ausgeklügelten, skalierbaren Kampagnen, die ständig weiterentwickelt werden.

Neue Trojaner übernehmen die komplette Gerätekontrolle

Die neue Malware-Generation geht weit über einfaches Passwortklauen hinaus. Sie kann die vollständige Kontrolle über Ihr Smartphone übernehmen. Ein besonders heimtückisches Beispiel ist "Perseus".

Diese Android-Malware durchsucht infizierte Geräte gezielt nach sensiblen Informationen in Notiz-Apps – wie Passwörter oder Wiederherstellungsschlüssel für Kryptowallets. Verbreitet wird sie oft über inoffizielle App-Stores, getarnt als IPTV- oder Sport-Streaming-Dienste.

Einmal installiert, nutzt "Perseus" Overlay-Angriffe und Keylogger, um Anmeldedaten abzufangen. Selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung kann sie unterwandern, etwa durch das Abfangen von SMS-Codes.

"Blackout"-Modus tarnt Betrug im Hintergrund

Eine weitere Gefahr für Deutschland ist die Malware-Familie "Crocodilus". Dieser Banking-Trojaner spezialisiert sich auf Geräteübernahme, den Raub von Bankdaten und Kryptowährungen.

Seine raffinierteste Technik: ein "Blackout"-Modus. Dabei zeigt das Android-Gerät einen ausgeschalteten Bildschirm an, während im Hintergrund unbefugte Transaktionen stattfinden. So bemerken weder der Kunde noch serverseitige Betrugserkennungssysteme den Diebstahl, bis es zu spät ist.

USA und Europa im Fokus der Cyberkriminellen

Die geografische Ausbreitung ist alarmierend. Die USA verzeichnen mit 162 angegriffenen Banking-Apps die höchste Konzentration weltweit. In Europa sind Großbritannien, Spanien und Italien stark betroffen.

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Drei Malware-Familien dominieren das Feld: TsarBot, CopyBara und Hook. Sie zielen kollektiv auf über 60 Prozent der global analysierten Banking- und Fintech-Apps. Die Professionalisierung der Cyberkriminalität senkt die Einstiegshürde. "Malware-as-a-Service" im Darknet ermöglicht auch technisch weniger versierten Tätern großflächige Angriffe.

Warum herkömmliche Sicherheit oft versagt

Die Angriffsfläche hat sich verlagert – von der Server-Infrastruktur der Banken direkt auf die Smartphones der Nutzer. Was früher Wochen in der Entwicklung brauchte, kann heute in Tagen zusammengestellt werden. Künstliche Intelligenz beschlicerigt diesen Prozess zusätzlich.

Das Ergebnis: Eine nie dagewesene Kluft zwischen Angreifern und Verteidigern. Traditionelle, serverbasierte Betrugserkennung ist oft machtlos, wenn das Endgerät des Kunden bereits kompromittiert ist. Die BaFin stuft Cybervorfälle im Finanzsektor bereits als zentrales Risiko ein und betont strengere Meldepflichten.

So schützen Sie sich vor Mobile Banking-Betrug

Für Verbraucher sind proaktive Schutzmaßnahmen entscheidend:
* Installieren Sie Apps ausschließlich aus offiziellen Quellen wie dem Google Play Store oder Apple App Store.
* Halten Sie Ihr Smartphone und alle Apps stets mit den neuesten Sicherheitsupdates aktuell.
* Prüfen Sie kritisch, welche Berechtigungen eine App fordert.
* Nutzen Sie, wenn möglich, biometrische Sicherungen wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung für Ihre Banking-App.
* Vermeiden Sie gerootete oder "gejailbrokene" Geräte, da sie anfälliger sind.

Die Finanzbranche setzt zunehmend auf Sicherheit, die direkt in die mobile App integriert ist. Nur so kann skalierbarer Betrug effektiv bekämpft und das Vertrauen in das digitale Banking erhalten werden.

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