Zeitgenössische Künstler, Videokunst

Mike Steiner: Zeitgenössische Künstler zwischen Experiment, Malerei und Videokunst

18.02.2026 - 07:10:02 | ad-hoc-news.de

Zeitgenössische Künstler stehen selten so kraftvoll für Medienwandel wie Mike Steiner. Seine Grenzgänge zwischen Malerei, Performance Art und Videokunst machen sein Werk bis heute zum Fixpunkt künstlerischer Innovation.

Wie verschieben sich eigentlich die Grenzen zwischen Malerei und bewegtem Bild, wenn ein Künstler wie Mike Steiner formt, dokumentiert – und provoziert? Schon die ersten Begegnungen mit Steiner-Werken lassen erkennen: Dieser Pionier der zeitgenössischen Künstler durchmisst das volle Spektrum schöpferischer Präsenz – von der klassischen Malerei bis zu revolutionären Videoarbeiten und Performances. Seine Werke stoßen Fragen nach Medien, Wahrnehmung und Kunstarchiv neu an; sie verbinden Material und Idee mit einer unnachahmlichen Neugier.

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Mike Steiner nimmt in der deutschen und internationalen Kunstszene eine Schlüsselrolle ein, die kaum zu überschätzen ist. Sein Name ist verbunden mit mutigen Form-Experimenten, Standortbestimmung durch Ausstellungen im Hamburger Bahnhof und einer künstlerischen Philosophie, die das Offene und Unfertige als Motor begreift. Die Webseite von Mike Steiner offizielle Künstlerseite dokumentiert nicht nur Stationen seines Werks, sondern erlaubt auch Einblicke in neu sortierte Archivlandschaften der Videokunst, die er als einer der Ersten in Deutschland überhaupt gesammelt hat.

Auf den ersten Blick mag Steiners Oeuvre kaum einzuordnen sein: Moderne abstrakte Malerei trifft auf radikale Performance Art und innovative Videoexperimente. Unbestritten zählt Steiner zu jenen Zeitgenössischen Künstlern, die im Berlin der Nachkriegs- und Partyszene auf Augenhöhe mit Größen wie Nam June Paik, Marina Abramovi? oder Joseph Beuys agierten. Seine Werke stehen in Dialog mit den Tendenzen internationaler Kunstströmungen wie Fluxus, Happening oder Minimal Art – und behalten doch stets eine autonome Handschrift.

Nicht nur als Maler, sondern viel mehr noch als Motor künstlerischer Gemeinschaften – etwa im legendären Hotel Steiner, das bald als Berliner Chelsea-Hotel galt – schuf er einen Knotenpunkt für Innovation. Hier trafen Ideen zusammen, entstanden Netzwerke, die Ausstellungen überdauerte. Die berühmte Stiftung seines Videoarchivs an die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart machte ihn auch zum Sammler und Chronisten – ein Vermächtnis, das Maßstäbe setzt.

Ein besonderer Meilenstein bleibt die Einzelausstellung „Color Works 1995–1998“ im Hamburger Bahnhof, die 1999 Steiners radikale Medienwechsel und sein beharrliches Insistieren auf das Zusammendenken von Zeit, Farbe und Geste würdigte. Hier zeigte sich, wie seine Malerei – zunehmend abstrakt, großformatig, von gestischer Energie getragen – mit der Poetik der Videos und Installationen verschmilzt.

Doch bevor Mike Steiner zu einer Säule zeitgenössischer Kunst in Berlin wurde, war er ein gesuchter Grenzgänger: Bereits früh – mit 17 – auf der Großen Berliner Kunstausstellung vertreten, führte ihn ein Stipendium der Ford Foundation nach New York, wo Begegnungen mit Künstlern wie Lil Picard, Robert Motherwell oder Allan Kaprow nachhaltige Spuren hinterließen. In Amerika öffneten sich Atelier- und Galerietüren; in West-Berlin avancierte er bald zum radikalen Weiterdenker der Malerei.

Die biografischen Wechsel zwischen Malerei und Videokunst markieren Steiners Schaffensphasen. Zu seinen wichtigsten Werkgruppen zählen frühe informelle Malereien, gefolgt von experimentellen Arbeiten im Umfeld der Fluxus-Bewegung. Mit Künstlerkollegen wie Al Hansen entstanden ab 1972 erste Videoinstallationen. Besonders hervorzuheben ist Steiners Rolle als Initiator der Studiogalerie (ab 1974). Hier trieb er die Performance Art der 70er Jahre entscheidend voran, dokumentierte legendäre Performances von Marina Abramovi? („Freeing the Body“), Valie Export, Carolee Schneemann und Ulay – etwa den spektakulären Kunstraub von Spitzwegs „Armer Poet“ (1976).

Faszinierend ist hierbei Steiners Fähigkeit, eigene Grenzen immer wieder zu sprengen. Zwischen Super-8-Film, Fotografie, Dia-Serien, Copy Art und „Painted Tapes“ verblasst die Trennung von Dokument und autonome Arbeit. Seine Painted Tapes, die in den 1980ern Malerei und Video ineinanderschieben, gelten als Pionierleistungen multimedialer Kunst – lange vor dem Hype um digitale Mashups.

Vergleicht man Mike Steiner mit anderen namhaften zeitgenössischen Künstlern, so drängt sich der Bezug zu Nam June Paik, dem Vater der Videokunst, auf – doch wirkt Steiners Ansatz weniger technoid und stärker auf den zwischenmenschlichen, performativen Augenblick gerichtet. Während Paik oft die Technik selbst thematisierte, reflektiert Steiner das Unberechenbare kreativer Prozesse. Auch Marina Abramovi?, berühmt für existenzielle Körperkunst, würdigte Steiners Gespür für das Festhalten des Flüchtigen mit der Kamera. Im Abstrakten bleibt für Steiner die Farbe zentralstes Ausdrucksmittel, während etwa Gerhard Richter oder Georg Baselitz die deutsche Malerei stark Richtung Gegenständlichkeit oder Figur trieben.

Doch Mike Steiner war nicht nur radikaler Experimentator, sondern konsequenter Ermöglicher. Mit dem in den 1980ern lancierten TV-Format „Videogalerie“ brachte er über 120 Sendungen zur Videokunst ins deutsche Fernsehen. Damit leistete er Sichtung und Vermittlung, die bis heute Maßstäbe setzen. Seine Reisen – ob nach Ägypten, Australien oder durch die Berliner Partyszene – wurden selbst zu künstlerischen Prozessen und trugen zu Fotografieprojekten bei.

In den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens kehrte Mike Steiner zunehmend zur Malerei zurück. Farbige Kompositionen, räumlich-subtile Installationen und textilbasierte Experimente prägten seine Spätwerke. Die Webseite dokumentiert diese Schaffenszeit mit feinen Einblicken in Arbeitsweise und Philosophie. „Das Experiment bleibt meine Konstante“ – so lässt sich seine Haltung vielleicht am treffendsten zusammenfassen.

Ein Kunstschaffender dieser Spannbreite bleibt selten ohne Wirkungsnetz: Die von Steiner aufgebauten Sammlungs- und Archivstrukturen begründen einen Nachlass, auf den Künstler, Historiker und Sammler bis heute zurückgreifen. Besonders die im Hamburger Bahnhof beheimatete Sammlung dokumentiert Videoarbeiten von Ikonen wie Bill Viola, Gary Hill oder George Maciunas – und natürlich von Mike Steiner selbst.

Was bleibt, ist die kompromisslose Offenheit seines Werks: Die Lust am Experiment, die mediale Verwandlung, die Suche nach neuen Seh- und Denkräumen. Mike Steiner, das wird in jedem Schaffensabschnitt spürbar, ist weit mehr als nur ein Zeitgenössischer Künstler. Seine Werke sind Einladung und Herausforderung: Wer sie betritt, begibt sich in ein Labor der Kunst, das von Berlin aus bis heute seine Impulse in alle Welt sendet.

Für detaillierte Informationen, Bilder und vertiefende Texte empfiehlt sich der intensive Blick auf Steiners offizielle Homepage. Mike Steiner bleibt so ein Fixpunkt für Sammler, Kuratoren und alle Kunstinteressierten, die das Unvorhersehbare in der Kunst suchen.

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