Mietpreise, Großstädten

Mietpreise in deutschen Großstädten klettern weiter

03.03.2026 - 10:31:42 | boerse-global.de

Die Durchschnittsmiete in Deutschland hat die 10-Euro-Marke überschritten. Hohe Baukosten und ein massiver Wohnungsmangel lassen die Preise in Metropolen weiter steigen.

Mietpreise in deutschen Großstädten klettern weiter - Foto: über boerse-global.de
Mietpreise in deutschen Großstädten klettern weiter - Foto: über boerse-global.de

Die Mieten in Deutschlands Metropolen steigen unaufhaltsam. Aktuelle Daten zeigen: Der massive Wohnungsmangel, hohe Baukosten und ungebrochene Nachfrage treiben die Preise weiter in die Höhe.

Durchschnittsmiete knackt 10-Euro-Marke

Der durchschnittliche Mietpreis lag im Februar bei 10,67 Euro pro Quadratmeter. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits im Vorjahr deutlich wurde: Im vierten Quartal 2025 stiegen die Angebotsmieten um 4,1 bis 4,5 Prozent – und übertrafen die allgemeine Inflationsrate deutlich.

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Die Spitzenreiter bleiben die großen Städte. München verteidigt seinen Titel als teuerste Metropole. Hier kosten Neubauwohnungen im Schnitt über 22 Euro pro Quadratmeter. Aber auch in Berlin, Hamburg oder Frankfurt klettern die Preise auf Rekordniveau.

Besonders stark legten zuletzt Köln mit plus 7,6 Prozent, Leipzig mit 5,9 Prozent und Hamburg mit 5,4 Prozent zu. Die durchschnittliche Angebotsmiete für eine Wohnung in Deutschland liegt aktuell bei 12,78 Euro.

Warum bauen wir zu wenig?

Die Ursache ist klar: Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Experten schlagen Alarm, denn der Neubau bleibt dramatisch hinter dem Bedarf zurück. Für dieses Jahr prognostizieren sie nur 175.000 bis 215.000 neue Wohnungen.

Der tatsächliche Bedarf liegt jedoch bei rund 372.000 Einheiten pro Jahr. Eine gewaltige Lücke. Können wir sie überhaupt noch schließen?

Die hohen Baukosten machen es nicht einfacher. Seit 2021 stiegen die Materialpreise um etwa 34 Prozent, die Löhne im Baugewerbe um 18 Prozent. Diese Kosten landen direkt in der Mietkalkulation – und machen Neubauwohnungen für viele unerschwinglich.

Mietpreisbremse zeigt Risse

Trotz politischer Instrumente wie der Mietpreisbremse setzt sich der Anstieg fort. Kritiker bemängeln zu viele Ausnahmen und Umgehungen. Studien deuten darauf hin, dass ein erheblicher Teil der Berliner Mietinserate gegen die Obergrenzen verstößt.

Gleichzeitig wächst der Anteil befristeter oder möblierter Angebote, vor allem in den acht größten Städten. Diese Verträge fallen oft nicht unter die strenge Regulierung. Für Wohnungssuchende wird die Lage damit noch schwieriger: Das klassische Angebot schrumpft, die Konditionen werden härter.

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Soziale Spaltung vertieft sich

Die steigenden Kosten entwickeln sich zur sozialen Belastung. Für über ein Drittel der Mieterhaushalte sind die Wohnkosten bereits eine erhebliche finanzielle Überforderung. In Großstädten wenden mehr als 40 Prozent der Haushalte über 30 Prozent ihres Einkommens allein für die Warmmiete auf.

Die Folge: Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen werden aus den Innenstädten verdrängt. Wer umzieht, muss mit drastisch höheren Kosten rechnen als in der alten Wohnung. Das schränkt die Mobilität ein und hält viele in Wohnungen fest, die nicht mehr zu ihrer Lebenssituation passen.

Wann kommt die Entspannung?

Branchenexperten sehen schwarz. Für das restliche Jahr 2026 prognostizieren sie weitere Steigerungen von 3,5 bis 5 Prozent in den Metropolen. Eine Trendwende ist nicht in Sicht, solange der massive Wohnungsmangel fortbesteht.

Die zentrale Herausforderung bleibt die Schaffung von neuem Wohnraum in großem Umfang. Ohne eine deutliche Steigerung der Bautätigkeit, besonders bei bezahlbaren Mietwohnungen, wird der Druck auf die Mieter weiter zunehmen. Die Wohnungskrise bleibt eine der drängendsten Aufgaben der kommenden Jahre.

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