Microsofts Copilot+ PCs: Direkter Angriff auf Apples MacBook Air
19.01.2026 - 00:21:12Microsoft stellt sich mit neuen KI-PCs offensiv gegen die Dominanz von Apple. Die sogenannten Copilot+ PCs sollen nicht nur die “schnellsten und intelligentesten Windows-Rechner aller Zeiten” sein, sondern sogar das aktuelle M4-MacBook Air in wichtigen Benchmarks übertreffen. Damit eröffnet der Software-Riese eine neue Schlacht um die Laptop-Vorherrschaft, die sich um KI-Leistung und Effizienz dreht.
Im Zentrum der Kampagne steht ein klarer Leistungsanspruch. Microsoft positioniert Spitzenmodelle seiner Partner – ausgestattet mit neuer Hardware von Qualcomm, AMD und Intel – in Benchmarks direkt gegen Apples Flaggschiff. Demnach sollen diese Geräte den M4-Chip bei Multi-Core-Aufgaben überflügeln. Zugleich wirbt der Konzern mit bis zu 27 Stunden Video-Wiedergabe oder 19 Stunden Web-Browsing. Das Ziel ist klar: Man will Apple in den Bereichen schlagen, die dessen Silicon-Chips berühmt gemacht haben – Performance und Akkulaufzeit.
Der Benchmark-Check: Ein differenziertes Bild
Die pauschale Überlegenheitsbehauptung hält einer genaueren Prüfung jedoch nicht stand. Der Vergleich basiert hauptsächlich auf dem Cinebench 2024 Multi-Core-Test. Zwar können hochgerüstete Copilot+ PCs hier punkten, doch unabhängige Tests zeigen ein uneinheitliches Bild. Die reale Leistung variiert stark je nach Modell, Kühlung und Energieeinstellungen.
Viele, die jetzt über neue KI‑PCs nachdenken, übersehen einen wichtigen Schritt: Das Betriebssystem richtig vorbereiten und testen. Microsofts Copilot+ Hardware kann vieles, aber nur mit passender Windows‑Konfiguration läuft alles stabil. Der kostenlose Windows‑11‑Starterpaket‑Report erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Windows 11 gefahrlos testen, Daten sichern und das System optimal für KI‑Workloads einrichten – praktisch für alle, die ein neues „KI‑ready“ Notebook prüfen wollen. Jetzt Windows‑11‑Starterpaket anfordern
Vor allem die Software-Reife spielt eine entscheidende Rolle. Viele Windows-Anwendungen laufen auf der ARM-Architektur noch über eine Emulationsschicht, was Performance kostet. Apples großer Vorteil bleibt seine geschlossene, optimierte Hardware-Software-Einheit. Für Verbraucher gilt daher: Pauschalaussagen sind mit Vorsicht zu genießen. Ein detaillierter, modellspezifischer Check ist unerlässlich.
Der KI-Kern: 40 TOPS als neuer Standard
Das eigentliche Herzstück der Copilot+ Initiative ist die Neural Processing Unit (NPU). Microsoft schreibt für diese PCs eine Mindestleistung von 40 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) vor. Diese Spezialhardware beschleunigt KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät – von Echtzeit-Übersetzung bis zur lokalen Ausführung von Sprachmodellen.
Der Fokus auf On-Device-KI verspricht mehr Geschwindigkeit, besseren Datenschutz und längere Akkulaufzeit. Während Microsoft die rohe TOPS-Zahl als Verkaufsargument nutzt, betont Apple eher die Gesamteffizienz und tiefe Integration seiner “Neural Engine”. Der Nutzen für Anwender wird sich letztlich in einer neuen Generation von KI-gestützten Kreativ- und Produktivitäts-Tools zeigen müssen.
Marktstrategie: Der große Upgrade-Zyklus
Der aggressive Vorstoß ist Teil einer konzertierten Strategie. Microsoft und seine Hardware-Partner wollen zwischen 2024 und 2026 einen großen PC-Upgrade-Zyklus auslösen. Der neue “KI-ready”-Standard soll Wachstum im stagnierenden Markt generieren. Es ist die ernsthafteste Herausforderung für die MacBook-Linie seit Apples eigenem Wechsel zu hauseigenen Chips.
Der Erfolg hängt maßgeblich vom Software-Ökosystem ab. Die Bibliothek nativer Windows-on-ARM-Apps muss schnell wachsen. Solange viele Programme nur emuliert laufen, bleibt dies ein Engpass. Benchmarks sind ein Marketing-Instrument – doch am Ende zählt für Nutzer nur ein reibungsloses und leistungsstarkes Erlebnis im Alltag.
Fazit: Der Wettbewerb wird komplexer
Die Debatte um die Copilot+ PCs markiert den Beginn einer neuen Wettbewerbsphase. Es geht nicht mehr nur um Taktraten, sondern um die Gesamtfähigkeiten KI-beschleunigter Systeme. Microsoft kann in spezifischen Multi-Core-Disziplinen führen, doch das Gesamtfeld bleibt hochkompetitiv und nuanciert.
Die Schlacht wird sich künftig auf drei Feldern entscheiden: der konsistenten Alltagsleistung, der Energieeffizienz und vor allem der Entwicklung überzeugender KI-Software, die die NPU-Hardware auch ausreizt. Für Käufer im Jahr 2026 lautet der Rat: Blick über die Marketingzahlen hinauswerfen und auf unabhängige Tests setzen, die das Wunschmodell im eigenen Arbeitskontext prüfen.
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