Microsofts Copilot-Offensive verärgert Nutzer
06.01.2026 - 18:01:12Ein Jahr nach der umfassenden KI-Umbenennung kämpft der Tech-Riese mit Verwirrung und dem Vorwurf, Nutzern unerwünschte Software aufzudrängen. Die aggressive Integration der KI in alle Produkte stößt vor allem bei Privatkunden und kleinen Unternehmen auf Widerstand.
Die Strategie, die gesamte Markenidentität um die künstliche Intelligenz Copilot zu zentrieren, zeigt Risse. Nutzer beschweren sich über aufgezwungene „Bloatware“ und undurchsichtige Bezeichnungen. Während Großunternehmen die Effizienzgewinne schätzen, fühlen sich andere Anwender von der allgegenwärtigen KI überrollt.
Ein Jahr „Copilot Everywhere“: Bilanz einer umstrittenen Strategie
Der Grundstein für die aktuelle Verwirrung wurde Anfang 2025 gelegt. In einem als „alles-oder-nichts“-Wagnis bewerteten Schritt benannte Microsoft Kernprodukte um. Die „Microsoft 365“-App, das Portal zu Word und Excel, wurde zur „Microsoft 365 Copilot“-App. Das Ziel: KI nicht als Zusatzfeature, sondern als zentrale Schnittstelle für Produktivität zu etablieren.
Gleichzeitig führte das Unternehmen ein undurchsichtiges Namenschaos für seine Chat-Dienste ein. Aus „Microsoft Copilot“ wurde „Microsoft 365 Copilot Chat“. Für IT-Administratoren und Endnutzer gleichermaßen entstand ein „Wortsalat“ aus ähnlich klingenden Produkten mit komplett unterschiedlichen Lizenzen und Datenschutzstandards.
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Vorwürfe als „Bloatware“ und Datenschutzbedenken
Die Integration wird von vielen Nutzern mittlerweile als störend empfunden. Der Vorwurf: Copilot agiere als unerwünschte Software, die Ressourcen beanspruche und den Bildschirm verkleinere. Diese Kritik gewinnt zum Jahresbeginn 2026 erneut an Fahrt.
Hinzu kommen Datenschutzbedenken. Die Umbenennung war mit Preiserhöhungen für Abonnements verbunden, die mit den KI-Fähigkeiten gerechtfertigt wurden. Nutzer, die die generative KI nicht nutzen möchten, können die omnipräsenten Branding- und Interface-Elemente jedoch kaum deaktivieren. Die Diskussion in Tech-Foren macht deutlich: Der Name „Microsoft 365 Copilot“ suggeriert, dass die gesamte Office-Suite nun ein KI-Tool sei – ein echtes Problem für datenschutzbewusste Kunden.
Kluft zwischen Unternehmen und Privatnutzern
Die Akzeptanz der neuen Strategie fällt je nach Zielgruppe extrem unterschiedlich aus.
Bei Großunternehmen wird der Wandel weitgehend akzeptiert. Treiber sind die von Microsoft veröffentlichten Produktivitätssteigerungen. Für IT-Verantwortliche schafft die Umbenennung sogar Klarheit bei Sicherheitsfragen, insbesondere beim Schutz von Unternehmensdaten.
Bei Privatkunden und KMU hingegen ist die Stimmung frostig. Der aktuelle Bericht über ein Redesign des Edge-Browsers mit „Copilot-inspirierten“ Elementen zeigt: Microsoft drängt die KI weiter in jede Erfahrungsebene – ungeachtet der tatsächlichen Nutzernachfrage. Diese „Zwangsintegration“ führt zu wachsender Frustration.
Zudem herrscht weiterhin Verwirrung, wofür Nutzer eigentlich bezahlen. Die Unterscheidung zwischen dem „Microsoft 365“-Abo, dem kostenpflichtigen KI-Add-on „Microsoft 365 Copilot“ und der kostenlosen „Microsoft 365 Copilot“-App bleibt für viele nebulös. In sozialen Medien kursiert der Irrglaube, die klassische Office-Suite sei vollständig durch einen KI-Bot ersetzt worden.
Ausblick 2026: Weitere Integration oder strategische Korrektur?
Beobachter rechnen damit, dass Microsoft die Integration 2026 weiter vorantreiben wird. Der Fokus liegt zunächst auf dem Browser: Copilot soll in Edge vom Sidebar-Tool zum zentralen Navigationselement werden.
Gleichzeitig laufen viele Übergangsfristen aus. Die Umstellung auf das stark Copilot-integrierte „New Outlook“ wird für Firmenkunden in diesem Jahr voraussichtlich verpflichtend – was neuen Diskussionsstoff liefern dürfte.
Sollte die anhaltende Verwirrung jedoch weiterhin die Nutzerstimmung trüben, könnte Microsoft noch in diesem Jahr zu einer Vereinfachung des Namenswirrwarrs gezwungen sein. Eine mögliche Konsequenz: die Rückkehr zu klaren Trennlinien zwischen KI- und Nicht-KI-Produkten. Der Kampf um die Akzeptanz der Nutzer ist noch lange nicht entschieden.
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