Microsoft Word: KI und Barrierefreiheit im Fokus
06.02.2026 - 19:35:12Microsofts Flaggschiff Word erhält ein Update, das Navigation und KI-Integration neu denkt. Die Änderungen zielen auf mehr Effizienz und Inklusivität für alle Nutzer.
Die Neuerungen, die diese Woche angekündigt wurden, verfeinern die Art, wie Nutzer professionelle Dokumente erstellen und bearbeiten. Im Kern steht eine intuitivere Navigation, die besonders für Menschen mit Sehbehinderung ein großer Fortschritt ist. Gleichzeitig wird die KI-Assistentin Copilot tiefer in die Microsoft-365-Apps eingebettet.
Logische Navigation für Screenreader-Nutzer
Ein entscheidendes Update für Word unter Windows ändert die Steuerung mit den Pfeiltasten grundlegend. Bisher bewegte sich der Cursor nur nach der visuellen Position auf der Seite. In Layouts mit Spalten, Tabellen oder umflossenem Text konnte das dazu führen, dass Screenreader wichtige Inhalte übersprangen.
Jetzt folgt die Navigation der logischen Lesereihenfolge. Am Ende einer Textspalte springt der Cursor mit der Pfeil-nach-unten-Taste zum Anfang der nächsten Spalte – und nicht zum Text, der optisch darunter steht. Dieses Verhalten gilt auch für Text um Bilder und Initialen. So erhalten alle Nutzer die Informationen in der gleichen Reihenfolge.
Die Funktion ist nicht standardmäßig aktiviert. Sie muss in den Barrierefreiheits-Optionen manuell eingeschaltet werden. Verfügbar ist sie ab Word für Windows Version 2603 (Build 19727.20000).
Copilot: Quellen direkt im Chat öffnen
Auf der Entwicklungs-Roadmap hat Microsoft eine weitere Schlüsselfunktion für Copilot in Microsoft 365 angekündigt. Künftig sollen Nutzer direkt im Chat-Fenster auf verlinkte Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien zugreifen können.
Bisher öffnet ein Klick auf eine von der KI genannte Quelle das Dokument außerhalb von Copilot. Die neue Integration soll den Arbeitsfluss erheblich beschleunigen. Nutzer können Informationen aus verschiedenen Dokumenten prüfen, ohne den Chat verlassen zu müssen. Das macht die Content-Erstellung effizienter.
Dieser Schritt unterstreicht die Strategie, Copilot zur zentralen Schaltstelle für professionelle Arbeit in der Microsoft-Welt auszubauen. Die Funktion kommt zunächst im Haupt-Copilot-Interface, nicht in den eingebetteten Versionen in Word oder Edge.
Formatierungs-Grundlagen bleiben essenziell
Trotz aller KI-Hilfen bleiben die Grundlagen professioneller Formatierung unverzichtbar. Der konsequente Einsatz von Formatvorlagen ist entscheidend für ein einheitliches Erscheinungsbild bei Überschriften und Fließtext. Sie sparen Zeit, ermöglichen globale Änderungen und sind die Basis für ein automatisches Inhaltsverzeichnis.
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Auch die Typografie ist wichtig: Für Druckdokumente sind Serifenschriften wie Times New Roman oft die bessere Wahl. Auf Bildschirmen gelten serifenlose Schriften wie Calibri oder Arial als besser lesbar. Eine Kombination – etwa eine klare Sans-Serif für Überschriften und eine klassische Serife für den Text – kann optisch ansprechend und sehr lesefreundlich sein.
Einheitlicher Zeilenabstand, konsistente Ausrichtung (meist linksbündig) und ausreichende Seitenränder (üblicherweise 2,54 cm) runden ein professionelles Layout ab.
KI-Agenten als nächster Schritt
Der Blick in die Zukunft zeigt: Künstliche Intelligenz wird Word weiter prägen. Die Microsoft-365-Roadmap verweist auf einen geplanten „Agent-Modus“ in Word. Diese KI-gesteuerte Funktion soll Nutzer durch komplexe Schreibaufgaben führen.
Der Agent könnte erste Entwürfe erstellen, Feedback zusammenfassen und Anpassungen vorschlagen – und dabei die bestehende Dokumentenstruktur und den Stil bewahren. Dies würde die Erstellung von Dokumenten von einer Einzel- zu einer Kollaborations-Aufgabe zwischen Mensch und Maschine transformieren.
Die fortschreitende Einführung dieser KI-Fähigkeiten im Laufe des Jahres 2026 könnte neu definieren, was „professionelle Formatierung“ bedeutet. Der Fokus verschiebt sich dann vielleicht von manuellen Anpassungen hin zu strategischen Anweisungen und KI-gestützter Verfeinerung.
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