Microsoft warnt vor sechs aktiven Zero-Day-Lücken in Windows 10
17.02.2026 - 02:40:12 | boerse-global.deWindows 10-Nutzer müssen sofort handeln: Sechs bereits aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken bedrohen ungepatchte Systeme. Die Schwachstellen umgehen zentrale Schutzmechanismen des Betriebssystems.
Die Warnungen von Microsoft und Cybersicherheitsbehörden sind drastisch. Sechs sogenannte Zero-Day-Schwachstellen, die im Februar-Patch behoben wurden, werden bereits von Angreifern aktiv ausgenutzt. Sie ermöglichen es, fundamentale Sicherheitsbarrieren von Windows zu umgehen und Systeme vollständig zu übernehmen. Die Updates vom 10. Februar („Patch Tuesday“) schließen insgesamt 58 Lücken, doch diese sechs stellen eine unmittelbare Gefahr dar.
Angriffe neutralisieren die wichtigsten Schutzschilde
Das Gefährliche an den Lücken ist ihre Tarnkappen-Funktion. Drei der Schwachstellen (CVE-2026-21510, -21513, -21514) zielen direkt auf Sicherheitsfeatures wie SmartScreen ab. Dieses Tool warnt Nutzer normalerweise vor verdächtigen Dateien aus dem Internet. Die Exploits schalten diese Warnungen jedoch stumm.
Ein Angriffsszenario ist simpel und tückisch: Ein Nutzer erhält eine Phishing-E-Mail mit einem manipulierten Link oder Dokument. Beim Öffnen wird die Lücke ausgenutzt – die Schadsoftware wird ohne jede Sicherheitswarnung im Hintergrund ausgeführt. Der Nutzer merkt nichts, während der Angreifer Fuß fasst.
Zwei weitere ausgenutzte Lücken (CVE-2026-21519, -21533) dienen der Rechteausweitung. Hat ein Angreifer erst einmal Zugang, kann er sich damit Administrator- bzw. SYSTEM-Rechte verschaffen. Die vollständige Kontrolle über den Rechner ist die Folge: Datenklau, Installation von Dauerschadsoftware und das Ausbreiten im Firmennetzwerk werden möglich.
Dringender Appell: Jetzt updaten!
Microsoft hat alle Patches mit dem Update KB5075912 bereitgestellt. Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat alle sechs Lücken in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen – ein klares Signal höchster Dringlichkeit.
Sicherheitsforscher von Google und Microsoft bestätigen, dass es sich nicht um theoretische Risiken, sondern um reale Angriffskampagnen handelt. Da technische Details zu einigen Lücken schon vor dem Patch veröffentlicht wurden, ist das Zeitfenster für Angreifer groß. Die Aufforderung ist eindeutig: Windows Update sofort aufrufen und installieren. Automatische Updates bieten den besten Schutz.
Windows 10 am Scheideweg: ESU oder Migration?
Dieser massive Sicherheitsvorfall unterstreicht die Risiken eines Betriebssystems am Ende seines Lebenszyklus. Der reguläre Support für Windows 10 ist bereits ausgelaufen. Sicherheitsupdates gibt es nur noch gegen Bezahlung im Extended Security Updates (ESU)-Programm.
Die Lage wird durch ein weiteres, drohendes Problem verkompliziert: Die originalen Secure Boot-Zertifikate von 2011 laufen im Juni 2026 ab. Diese Technik verhindert, dass Schadcode beim Hochfahren des PCs geladen wird. Nutzer ohne ESU-Abonnement erhalten die notwendigen Updates dafür nicht – ihre Geräte fallen in einen „herabgesetzten Sicherheitszustand“.
Microsoft betont, dass das ESU-Programm nur eine temporäre Brückenlösung ist. Das langfristige Ziel bleibt die Migration auf ein voll unterstütztes System wie Windows 11. Die aktuellen Zero-Day-Angriffe sollten für alle verbliebenen Windows 10-Nutzer der letzte Weckruf sein, ihre Umstiegspläne entschlossen voranzutreiben.
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