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Microsoft treibt Windows- und OneDrive-Integration voran

22.02.2026 - 11:39:12 | boerse-global.de

Microsoft veröffentlicht umfassende Software-Updates für Windows 11 und OneDrive für Mac, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Betriebssystemen zu verbessern.

Microsoft hat diese Woche gleich mehrere Software-Updates veröffentlicht, die die Grenzen zwischen Windows, Android und macOS weiter verwischen. Neben neuen Testversionen für Windows 11 erhielt auch die Mac-Version von OneDrive ein umfassendes Update.

Die gleichzeitigen Veröffentlichungen für verschiedene Plattformen unterstreichen eine klare Strategie: Microsoft will seine Dienste unabhängig vom verwendeten Gerät nahtlos verfügbar machen. Für Nutzer bedeutet das mehr Komfort – für das Unternehmen ist es ein wichtiger Schritt im Wettbewerb mit geschlossenen Ökosystemen wie dem von Apple.

Canary-Build erweitert Geräte-übergreifendes Arbeiten

Die umfangreichsten Neuerungen brachte das Update KB5077230 für den Canary-Kanal am 20. Februar 2026. Die sogenannte Cross-Device Resume-Funktion, die 2025 eingeführt wurde, wurde deutlich erweitert.

Besitzer von Android-Smartphones der Marken Samsung, Vivo, Honor, Oppo und Xiaomi können jetzt nahtlos zwischen Mobilgerät und Windows-PC wechseln. Dateien, die in der mobilen Copilot-App geöffnet werden, lassen sich sofort auf dem Desktop weiterbearbeiten. Vivo-Nutzer können sogar ihre mobilen Browser-Sitzungen direkt auf den PC synchronisieren.

Auch die Sicherheit wurde verbessert: Windows Hello Enhanced Sign-in Security unterstützt jetzt externe Fingerabdruck-Sensoren. Bisher war diese Funktion auf Laptops mit integrierter Hardware beschränkt. Jetzt können auch Desktop-Nutzer und Besitzer neuer Copilot+ PCs entsprechende externe Leser anschließen.

Beta- und Dev-Updates fokussieren auf Benutzerfreundlichkeit

Parallel veröffentlichte Microsoft auch Updates für die Dev- und Beta-Kanäle. Beide Versionen, Build 26300.7877 (Dev) und Build 26220.7872 (Beta), bringen vor allem optische Verbesserungen und mehr Transparenz bei Systeminformationen.

Die überarbeitete Geräteinformationskarte in den Einstellungen zeigt Hardware-Daten nun übersichtlicher an und sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild. Eine neue Kopierfunktion erleichtert es, Diagnosedaten an Support-Teams weiterzugeben.

Bereits am 18. Februar hatte ein Beta-Update (Build 26220.7859) mehrere Stabilitätsprobleme behoben – darunter einen Fehler, bei dem sich File Explorer-Fenster unerwartet verschoben. Außerdem können Microsoft 365 Family-Abonnenten jetzt ihre Tarife direkt über die Windows-Einstellungen upgraden, ohne einen Browser öffnen zu müssen.

OneDrive für Mac erhält komplett neues Design

Abseits von Windows modernisierte Microsoft auch seinen Cloud-Speicherdienst für Apple-Nutzer. Die OneDrive-App für macOS wurde in der dritten Februarwoche 2026 grundlegend überarbeitet und an die Design-Sprache von macOS 26 angepasst.

Das neue Activity Center basiert auf Apples SwiftUI-Framework und präsentiert Synchronisationsstatus, kürzliche Dateiänderungen und Schnelllinks in einem durchscheinenden, nativen Menü. Selbst Miniaturansichten für Bilder und Videos werden jetzt im Dropdown-Menü angezeigt.

Die Barrierefreiheit wurde deutlich verbessert: Die Oberfläche unterstützt nun vollständig den VoiceOver-Screenreader und umfangreiche Tastaturnavigation. Systemwarnungen erscheinen als native Mac-Dialoge, was die Performance der App spürbar steigert.

Strategie: Brücken zwischen konkurrierenden Systemen

Die zeitgleichen Updates zeigen, wie Microsoft seine Software-Strategie ausrichtet. Das Unternehmen investiert gezielt in native Erfahrungen auf konkurrierenden Plattformen – ein kluger Schachzug für Geschäftskunden mit gemischten Geräteparks.

Die Erweiterung von Cross-Device Resume ist dabei ein deutlicher Gegenentwurf zu Apples geschlossenem Ökosystem. Durch Partnerschaften mit großen Android-Herstellern baut Microsoft eine funktionale Brücke zwischen dem weltweit führenden Mobil- und Desktop-Betriebssystem. Künstliche Intelligenz, verkörpert durch Copilot, dient hier als verbindendes Element.

Für Unternehmen bedeutet das: Sie können unterschiedliche Hardware flexibel einsetzen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Die Investition in SwiftUI für Mac-Apps reduziert zudem den Wartungsaufwand für Microsoft selbst.

Was Nutzer erwarten können

Die aktuell getesteten Funktionen werden in den kommenden Wochen auf Stabilität geprüft, bevor sie für alle Nutzer freigegeben werden. Die Verbesserungen bei den Systeminformationen und die File Explorer-Korrekturen sollen noch im Frühjahr in regulären Windows 11-Updates erscheinen.

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Wer die neuen Windows‑11‑Funktionen direkt ausprobieren oder den Umstieg sicher vorbereiten will, findet im kostenlosen PDF‑Report „Windows 11 Starterpaket“ Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen, wie Sie Windows 11 gefahrlos testen und die wichtigsten Neuerungen nutzen. Ideal für Einsteiger und alle, die das 25H2‑Update im Blick haben. So gelingt der Umstieg: Windows 11 Starterpaket sichern

Unternehmen mit Mac-Nutzern sollten ihre Support-Teams auf das neue OneDrive-Design vorbereiten. Mit dem weiteren Fortschritt des 25H2-Update-Zyklus sind über das Jahr 2026 hinweg noch weitere Integrationen zwischen Desktop, Mobilgeräten und KI-Diensten zu erwarten. Die Grenzen zwischen den Systemen werden also weiter schwinden.

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