Microsoft-Tochter Activision Blizzard in Italien unter Druck
18.01.2026 - 01:54:12Italiens Wettbewerbsbehörde AGCM ermittelt gegen den Gaming-Riesen wegen mutmaßlich irreführender Praktiken in den Top-Spielen „Diablo Immortal“ und „Call of Duty Mobile“. Der Vorwurf: aggressive Monetarisierung auf Kosten der Spieler, besonders Minderjähriger.
Im Zentrum der zwei eingeleiteten Untersuchungen stehen die Geschäftspraktiken in den kostenlos spielbaren (Free-to-Play) Titeln. Die Behörde prüft, ob die Spiele durch ihr Design und wiederholte Nachrichten gezielt Spieler zu häufigerem und längeren Spielen animieren – und damit zu In-Game-Käufen verleiten. Kritisiert werden etwa Push-Benachrichtigungen, die mit limitierten Angeboten eine künstliche Dringlichkeit erzeugen.
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Ein weiterer Kernpunkt ist der Umgang mit virtueller Währung. Die AGCM wirft Activision Blizzard vor, durch den Verkauf festgelegter Währungspakete den Bezug zum realen Geldwert zu verschleiern. Spieler, so die Befürchtung, verlieren so leicht den Überblick über ihre Ausgaben.
Mangelhafter Schutz für junge Nutzer
Besonders scharf geht die Behörde die vermeintlich unzureichenden Jugendschutzeinstellungen an. Die standardmäßig aktivierten elterlichen Kontrollen böten nach Ansicht der AGCM ein zu niedriges Schutzniveau. Sie könnten In-Game-Käufe und uneingeschränkte Spielzeit ohne aktive Einwilligung der Eltern ermöglichen. Das stelle die berufliche Sorgfaltspflicht des Unternehmens in Frage.
Zudem wird die Transparenz bei Datenverarbeitung und Vertragsrechten untersucht. Verdacht besteht darauf, dass Spieler in den AGB zu umfassender Zustimmung, auch für kommerzielles Profiling, gedrängt werden, ohne über Widerrufsrechte ausreichend informiert zu sein.
Kontosperrungen ohne fairen Prozess
Ein weiterer Streitpunkt ist die Praxis bei Kontosperrungen. Die Behörde prüft, ob Activision Blizzard Accounts einseitig und ohne angemessene Begründung oder Widerspruchsmöglichkeit sperren kann. Betroffene Spieler riskieren so, den Zugang zu allen gekauften digitalen Inhalten – und damit teils beträchtliche Investitionen – zu verlieren.
Die Ermittlungen folgen auf den milliardenschweren Erwerb von Activision Blizzard durch Microsoft im Jahr 2023, der weltweit intensive regulatorische Prüfungen durchlief.
Signalwirkung für die gesamte Gaming-Branche
Die Untersuchung in einer der größten Volkswirtschaften der EU könnte Präzedenzwirkung entfalten. Das Ergebnis dürfte Branchenstandards für Monetarisierung, Transparenz bei virtuellen Währungen und Verbraucherschutz in ganz Europa beeinflussen. Bei einem für Microsoft ungünstigen Ausgang drohen nicht nur hohe Strafen, sondern auch Auflagen für das Spieledesign in Italien.
Die Gaming-Industrie beobachtet den Fall genau. Er markiert den verschärften Kurs europäischer Aufseher gegenüber den Geschäftsmodellen der Tech-Giganten. Der digitale Marktplatz rückt zunehmend in den Fokus von Verbraucherschutz- und Datenschutzbehörden.
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