Microsoft, Teams

Microsoft Teams: Nutzer wählen künftig Browser für Links

09.02.2026 - 03:30:12

Microsoft führt in der mobilen Teams-App eine Browserwahl für externe Links ein, die Nutzern mehr Freiheit gibt und IT-Administratoren Kontrollmöglichkeiten belässt.

Microsoft Teams gibt Nutzern die Kontrolle über ihren Browser zurück – ein Schachzug für mehr Flexibilität und Sicherheit auf Smartphones. Ab Februar 2026 können Android- und iOS-Nutzer in der mobilen App selbst entscheiden, mit welchem Browser sie externe Links öffnen. Diese lange geforderte Funktion markiert einen strategischen Kurswechsel des Software-Riesen.

Mehr Freiheit für die mobile Zusammenarbeit

Bisher öffnete Teams Links zu Webseiten oder PDFs oft in einer voreingestellten Umgebung. Das ändert sich nun grundlegend. Tippt ein Nutzer auf einen externen Link, erscheint ein Auswahlmenü am unteren Bildschirmrand. Dort listet die App alle installierten Browser auf – von Chrome und Safari bis hin zu Firefox oder Microsoft Edge.

Die Wahl soll dauerhaft sein. In den Einstellungen von Teams taucht eine neue Option „Links in Teams“ auf. Hier kann ein Standard-Browser festgelegt werden, sodass die Abfrage künftig entfällt. Für IT-Administratoren bleibt die Funktion jedoch steuerbar. Über eine Richtlinie können sie das Auswahlmenü deaktivieren und zum alten Standardverhalten zurückkehren.

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Ein Balanceakt zwischen Empfehlung und Wahlfreiheit

Warum führt Microsoft eine Funktion ein, die Nutzer von seinem eigenen Browser Edge weglocken könnte? Die Antwort ist ein klassischer Kompromiss. Das Unternehmen empfiehlt zwar deutlich die Nutzung von Microsoft Edge – und nennt handfeste Gründe.

Im Unternehmenskontext bietet Edge integrierte Sicherheitsfunktionen, nahtloses Single Sign-On (SSO) und native Unterstützung für den KI-Assistenten Copilot. Für IT-Abteilungen bedeutet dies mehr Kontrolle und Konsistenz. Doch der Zwang zum eigenen Produkt, wie ihn Nutzer von Windows-Desktops kennen, ist auf dem Smartphone passé.

Diese Geste der Nutzerautonomie ist bemerkenswert. Sie spiegelt den Trend zu flexibleren, anpassbaren Apps wider – besonders auf persönlichen Mobilgeräten. Microsoft erkennt an, dass die reibungslose Integration in den individuellen Workflow des Nutzers oft wichtiger ist als die Durchsetzung der eigenen Ökosystem-Logik.

Was bedeutet das für deutsche Unternehmen?

Die neue Funktion wird standardmäßig für alle kommerziellen Kunden weltweit freigeschaltet, inklusive spezieller Government-Clouds. Für deutsche Firmen, die Teams intensiv nutzen, ergeben sich klare Vorteile: Mehrproduktivität durch gewohnte Browser-Tools und weniger Reibungsverluste für Mitarbeiter.

Gleichzeitig erhalten IT-Administratoren die nötigen Werkzeuge, um die Sicherheitspolitik des Unternehmens durchzusetzen. In hochregulierten Branchen kann der Browser-Dialog einfach abgeschaltet werden. So bleibt die Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Compliance gewahrt.

Die Einführung ist ein weiterer Schritt, um Teams zum unverzichtbaren Hub für die hybride Arbeit zu machen. Kleine Verbesserungen der Nutzererfahrung wie diese könnten den entscheidenden Unterschied im Wettbewerb mit Collaboration-Konkurrenten ausmachen. Microsoft will die Akzeptanz und die Edge-Nutzungszahlen genau beobachten – und die Funktion bei Bedarf nachjustieren.

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