Microsoft Teams drängt Nutzer auf Mobilgeräten zu Edge
20.02.2026 - 22:32:13 | boerse-global.deMicrosoft verschmilzt seine Ökosysteme: Die Teams-App auf Smartphones lenkt Nutzer gezielt zum eigenen Browser Edge. Die seit Februar 2026 rollende Änderung soll die Nutzung in Unternehmen vereinheitlichen und sicherer machen.
Für Millionen Nutzer ändert sich ein simpler Vorgang: Tippen sie in der mobilen Teams-App auf einen externen Link, erscheint nun ein Auswahl-Dialog. Microsoft Edge wird darin als empfohlene Option hervorgehoben. Als Vorteile nennt der Konzern nahtloses Single Sign-On (SSO), integrierte Copilot-KI-Funktionen und höhere Sicherheit. Die Änderung gilt standardmäßig für alle Geschäftskunden.
Gezielte Steuerung im Arbeitsalltag
Bisher öffneten Links im systemweiten Standardbrowser – oft Chrome oder Safari. Die neue Abfrage unterbricht diesen Flow. Ist Edge nicht installiert, leitet Teams direkt zum App Store. Das senkt die Hürde für eine Installation erheblich.
Aus Unternehmenssicht ist der Schritt logisch. Edge ist längst kein reiner Browser mehr, sondern ein zentrales Werkzeug im Microsoft-365-Ökosystem. Die enge Verzahnung mit Azure Active Directory ermöglicht ein durchgängiges Identitätsmanagement. Nutzer müssen sich seltener neu anmelden. Für IT-Administratoren vereinfacht sich die Verwaltung und Absicherung der Arbeitsumgebung.
IT-Abteilungen behalten die Kontrolle
Unternehmen müssen die Neuerung nicht hinnehmen. Administratoren können den Prompt über PowerShell deaktivieren. Dazu setzen sie im TeamsMobilityPolicy das Attribut LinksInTeams auf UseSystemDefaults. Links verhalten sich dann wie zuvor.
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Microsoft will die Akzeptanz genau beobachten. Gemessen werden Nutzerzufriedenheit, Installationsraten und langfristige Bindung an Edge. Für IT-Verantwortliche stellt sich die Frage: Wiegen die potenziellen Produktivitäts- und Sicherheitsgewinne einer Standardisierung die Einschränkung der Nutzerfreiheit auf?
Trend zur geschlossenen Plattform
Die Maßnahme spiegelt einen Branchentrend wider. Anbieter wie Microsoft nutzen die Dominanz einer Kernanwendung – hier Teams –, um andere Dienste zu pushen. Für Nutzer entsteht ein geschlosseneres, aber möglicherweise reibungsloseres Erlebnis.
Die Zukunft dürfte weitere Integrationen bringen. Mit Copilot wird der Browser zur Schnittstelle für KI-gestützte Arbeitsabläufe. Microsoft positioniert Edge damit klar als unverzichtbaren Baustein des digitalen Arbeitsplatzes, nicht nur als Tor zum Web. Die Weichen für diese Vision werden jetzt in der mobilen Teams-App gestellt.
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