Microsoft, Sicherheits-Schutz

Microsoft stellt Sicherheits-Schutz für Windows 10 ein

25.02.2026 - 04:30:34 | boerse-global.de

Microsoft stellt zentrale Sicherheitskomponente für Windows 10 ein, was Millionen alter PCs anfällig für Boot-Level-Angriffe macht und den Druck zum Umstieg erhöht.

Ein Kernbestandteil von Secure Boot läuft im Juni aus – Millionen alter PCs verlieren grundlegenden Malware-Schutz.

Microsoft zieht den Stecker für einen zentralen Sicherheitsbaustein auf allen verbliebenen Windows-10-Rechnern. Die originalen Secure-Boot-Zertifikate, die PCs beim Start vor Schadsoftware schützen, laufen im Juni 2026 ab. Für Privatnutzer und Unternehmen, die noch auf das nicht mehr unterstützte Betriebssystem setzen, erhöht sich der Migrationsdruck auf Windows 11 deutlich.

Anzeige

Da Microsoft den Sicherheits-Support für ältere Systeme schrittweise einstellt, wird der Wechsel auf das neue Betriebssystem für viele Nutzer unumgänglich. Dieser kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie den Umstieg auf Windows 11 ohne Datenverlust und Stress meistern. Stressfrei zu Windows 11 – mit all Ihren Programmen und Dateien

Die Ankündigung ist eine kritische Sicherheitswarnung für die große Nutzerbasis, die den Übergang verpasst hat. Secure Boot verhindert, dass nicht vertrauenswürdiger Code während des Startvorgangs geladen wird. Es ist eine erste Verteidigungslinie gegen tückische Bedrohungen wie Rootkits. Wenn die Zertifikate von 2011 auslaufen, bleiben Geräte ohne aktualisierte Schlüssel angreifbar – selbst wenn sie weiterfunktionieren.

Ein Sicherheitspfeiler wird demontiert

Microsoft begründet den Schritt als notwendige Modernisierung. Die alten digitalen Zertifikate validieren die Integrität von Startkomponenten. Mit zunehmendem Alter werden sie selbst zum Sicherheitsrisiko. Das Unternehmen rollt daher neue Zertifikate aus, die über Windows Update verteilt werden.

Betroffen sind vor allem Nutzer im kostenpflichtigen Extended Security Updates (ESU)-Programm. Der reguläre Support für Windows 10 endete bereits am 14. Oktober 2025. Seither gibt es für die meisten Anwender keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Das ESU-Programm ist der einzige offizielle Kanal für kritische Patches wie die neuen Secure-Boot-Zertifikate. Der Update-Prozess ist in die aktuellen Sicherheitsupdates integriert, darunter das Februar-2026-Update „KB5075912“.

Erhöhtes Risiko für veraltete Systeme

Die Folgen eines verpassten Updates sind gravierend. Laut Microsoft gerät ein Gerät ohne neue Zertifikate in einen „herabgesetzten Sicherheitszustand“. Der PC arbeitet zwar weiter, verliert aber seinen Schutz vor Boot-Level-Angriffen. Es entsteht eine dauerhafte Schwachstelle in der tiefsten Systemebene – ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle.

Diese Entwicklung verschärft den Handlungsdruck für Millionen alter Windows-10-Rechner. Der Umstieg auf Windows 11 scheitert oft an den strikteren Hardware-Anforderungen. Nutzer stehen vor einer schwierigen Wahl: Sie können ein zunehmend unsicheres System weiterbetreiben, einen Windows-11-fähigen PC kaufen oder sich teuer im ESU-Programm einkaufen.

Anzeige

Wenn Ihr aktueller Rechner offiziell als inkompatibel für das neue Betriebssystem eingestuft wird, gibt es dennoch eine sichere Lösung ohne Neukauf. Erfahren Sie in diesem Gratis-Leitfaden, wie Sie die Systemprüfung legal umgehen und Windows 11 schnell installieren. Ihr PC gilt als ‚inkompatibel‘ für Windows 11? Dieser legale Weg funktioniert trotzdem.

Der systematische Abschied vom Legacy-System

Die Zertifikat-Abschaltung ist Teil von Microsofts großer Strategie, die Nutzerbasis auf moderne Plattformen zu drängen. Das Unternehmen schafft systematisch veraltete Funktionen ab. In einem parallelen Schritt stellt Microsoft auch das benutzerdefinierte Hauptpasswort im Edge-Browser ein und migriert Nutzer bis Juni 2026 zu sichereren Anmeldeverfahren wie Windows Hello.

Für Geschäftskunden tickt die Uhr ebenfalls. Spezialversionen wie Windows 10 Enterprise LTSB 2016 erreichen ihr Support-Ende am 13. Oktober 2026. Danach gibt es nur noch Updates über das ESU-Programm – und das bis zu drei Jahre lang zu steigenden Kosten.

Was Nutzer jetzt tun müssen

Das Auslaufdatum im Juni 2026 setzt ein klares Signal. Die sicherste Option bleibt der Umstieg auf einen Windows-11-fähigen PC. Ist die Hardware nicht kompatibel, bleibt nur der Eintritt ins ESU-Programm. Nutzer in diesem Programm müssen regelmäßig nach Updates suchen.

Die Alternative ist riskant: Je näher der Juni rückt, desto größer wird die Sicherheitslücke zwischen einem modernen Windows-11-System und einem ungeschützten Windows-10-Rechner. Microsofts Schritt ist mehr als eine Routine-Abschaltung. Es ist eine definitive Ansage zur Zukunft der Windows-Sicherheit – einer Zukunft ohne den einstigen Dauerbrenner Windows 10.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen - Dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.

boerse | 68609455 |