Microsoft senkt Cloud-Preise für Europa um bis zu 13,5 Prozent
01.02.2026 - 02:14:11Microsoft verschafft europäischen Unternehmen eine finanzielle Atempause. Ab sofort gelten für die Commercial Cloud-Dienste in der Eurozone um 7,4 Prozent reduzierte Preise. Die Senkung betrifft Kerndienste wie Microsoft 365, Dynamics 365 und die Power Platform und kommt neuen Kunden sowie Bestandskunden bei Verlängerung zugute.
Hinter der Preissenkung steht die halbjährliche Währungsharmonisierung des Konzerns. Microsoft passt seine regionalen Preise zweimal jährlich an die Entwicklung zum US-Dollar an. Für Euro-Kunden führt das diesmal zu einem spürbaren Abschlag. Branchenbeobachter werten den Schritt als strategischen Schachzug im erbitterten Wettbewerb mit Amazon Web Services (AWS) und Google Cloud. Für viele Unternehmen, die gerade ihre IT-Budgets anpassen, kommt die Ersparnis zum idealen Zeitpunkt.
So profitieren Kunden von der Preissenkung
Die Reduzierung um 7,4 Prozent gilt ab dem 1. Februar 2026 für alle neuen kommerziellen Cloud-Abonnements, die in Euro abgeschlossen werden. Bestandskunden mit Jahres- oder Mehrjahresverträgen erhalten die neuen, günstigeren Preise automatisch zum Zeitpunkt ihrer nächsten Vertragsverlängerung. So kommen langfristig alle in den Genuss der Ersparnis.
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Allerdings hat die Anpassung Grenzen. Sie betrifft ausschließlich die Cloud-Angebote. Preise für lokale Software, etwa klassische Server-Lizenzen, bleiben unverändert. Auch Azure-Dienste, die unter dem Microsoft Customer Agreement (MCA) in US-Dollar abgerechnet werden, sind von dieser speziellen Senkung ausgenommen. Adressaten sind gewerbliche Kunden aller Größen, einschließlich Bildungs- und Non-Profit-Organisationen.
Nicht nur die Eurozone profitiert. Microsoft senkt die Preise in mehreren weiteren europäischen Ländern:
* Schweden (SEK): -13,5%
* Schweiz (CHF): -9,5%
* Dänemark (DKK): -7,4%
* Norwegen (NOK): -7,2%
Für Kunden in Großbritannien, die in Britischen Pfund zahlen, ändert sich in dieser Runde nichts.
Strategischer Schlagabtausch im Cloud-Markt
Die Preissenkung ist ein kalkulierter Zug im umkämpften europäischen Cloud-Markt. Durch die verbesserte Preis-Leistung stellt sich Microsoft direkter der Konkurrenz und macht die digitale Transformation für Unternehmen attraktiver. Besonders für mittelständische Betriebe kann eine Ersparnis von 7,4 Prozent bei essenzieller Software bedeutendes Kapital freisetzen – etwa für Innovationen oder Wachstumsinvestitionen.
Die Maßnahme folgt der etablierten Praxis halbjährlicher Preisanpassungen, mit der Microsoft starke Währungsschwankungen abfedern will. Diese vorhersehbaren Reviews im Februar und September sollen Kunden mehr Budgetsicherheit geben. Nach Jahren mit tendenziell steigenden Preisen kommt die jetzige Senkung gut an. Der Zeitpunkt ist geschickt gewählt: Viele Unternehmen befinden sich in der kritischen Verlängerungssaison für Softwarelizenzen zwischen Februar und Juni und können die niedrigeren Sätze sofort für die nächste Vertragslaufzeit sichern.
Komplexes Preisfenster für IT-Entscheider
Die währungsbedingte Preissenkung ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Sie ist strikt von produktbezogenen Preiserhöhungen zu trennen. Tatsächlich hat Microsoft für bestimmte Microsoft 365- und Office 365-Pakete eine globale Preiserhöhung zum 1. Juli 2026 angekündigt. Diese ist auf die Integration neuer KI-, Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen zurückzuführen.
Für IT-Verantwortliche ergibt sich daraus ein strategisches Planungsfenster. Unternehmen, die ihre Abonnements in den kommenden Monaten verlängern, können den Währungsvorteil nutzen und ihre Basiskosten senken, bevor die leistungsbedingten Aufschläge später im Jahr wirksam werden. Das unterstreicht, wie wichtig ein aktives Lizenzmanagement und die Kenntnis der Verlängerungstermine sind, um in der dynamischen Preislandschaft optimale Konditionen zu erzielen.
Was die Senkung für Europas Digitalisierung bedeutet
Die Preissenkung für Microsofts Commercial Cloud in der Eurozone ist ein wichtiges Signal. Sie senkt die Einstiegshürde in die Microsoft-Cloud und könnte die Migration sowie die Nutzung digitaler Tools beschleunigen. Der Schritt dürfte den Wettbewerbsdruck weiter erhöhen und andere große Anbieter zwingen, ihre europäischen Preisstrategien zu überdenken.
Für Tausende Unternehmen bedeutet die Anpassung eine direkte finanzielle Entlastung. In unsicheren wirtschaftlichen Zeiten sind solche Einsparungen bei der digitalen Infrastruktur ein Schlüssel für mehr Widerstandsfähigkeit und Innovationskraft. Kunden werden nun beobachten, wie sich das Wechselspiel aus Währungsharmonisierung und Aufschlägen für Mehrwertdienste auf ihre IT-Investitionen auswirkt. Die aktuelle Botschaft aus Redmond lautet aber klar: mehr Bezahlbarkeit und bessere Ausrichtung auf die europäische Kundschaft.
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