Microsoft Lens: Aus für beliebte Scan-App zugunsten von KI-Integration
09.02.2026 - 06:52:11
Microsoft verabschiedet sich von seiner eigenständigen Scan-App Microsoft Lens. Ab sofort ist der Download nicht mehr möglich, die Funktionen werden in die KI-gesteuerte Copilot– und Microsoft 365-Ökosysteme integriert. Dieser Schritt unterstreicht die Strategie des Konzerns, seine Angebote zu bündeln und Nutzer zu umfassenden Plattformen zu lenken.
Ab heute, dem 9. Februar 2026, ist die App aus den Stores von Google und Apple verschwunden. Der Support wurde eingestellt. Noch installierte Versionen funktionieren vorübergehend weiter, doch alle Scan-Funktionen werden am 9. März 2026 endgültig abgeschaltet. Nutzer können dann keine neuen Scans mehr erstellen, behalten aber Zugriff auf bereits gespeicherte Dokumente.
Strategische Bündelung in KI-gesteuerte Plattformen
Die Einstellung von Lens ist keine Abschaffung der Technologie, sondern eine strategische Integration. Microsoft verlagert die bewährten Scan- und Texterkennungsfunktionen (OCR) in seine Kern-Apps OneDrive und Microsoft 365. Diese sind zentral für die Copilot-Strategie des Unternehmens.
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Hinter der Entscheidung steht der klare Trend, Einzelanwendungen zugunsten umfassender, KI-gestützter Plattformen auszumisten. Wie andere Tech-Giganten auch reduziert Microsoft so Redundanzen und bündelt Ressourcen in seinen Flaggschiff-Produkten. Die Integration soll einen nahtloseren Workflow schaffen: Nutzer scannen Dokumente, Quittungen oder Visitenkarten direkt in der App, in der sie auch speichern, teilen und zusammenarbeiten.
Die Zukunft des Scannens liegt in OneDrive und Copilot
Als primären Ersatz empfiehlt Microsoft die OneDrive-App. Die Scan-Funktion darin übernimmt die Kernaufgaben von Lens. Die digitalisierten Dokumente landen direkt in der Cloud, sind geräteübergreifend verfügbar und leicht teilbar.
Die wahre Stärke zeigt sich in der tieferen Integration: Ein in OneDrive gescannter Text kann sofort in ein Word- oder PDF-Dokument umgewandelt und durchsucht werden. Die Microsoft 365-App, die sich zum mobilen Hub für Copilot entwickelt, dient ebenfalls als Ersatz. Dies ermöglicht komplexere Abläufe: Nutzer könnten ein Dokument scannen und Copilot direkt bitten, den Inhalt zusammenzufassen, Schlüsseldaten zu extrahieren oder es zu übersetzen.
Was Lens-Nutzer jetzt tun müssen
Für Millionen Nutzer bedeutet dies eine Umgewöhnung. Microsoft kündigte den Schritt bereits im Januar 2026 an. Um weiter scannen zu können, müssen sie nun die OneDrive- oder Microsoft 365-App installieren. Die grundlegende Technologie bleibt, doch einige spezifische Funktionen – wie das direkte Speichern in OneNote – könnten im neuen Umfeld anders funktionieren.
Die Kernbotschaft: Die Funktionalität verschwindet nicht, sie wird nur besser integriert. Microsoft treibt damit sein Ziel voran, Copilot zur zentralen Schnittstelle für die Arbeit mit Dokumenten und Daten zu machen.
Ausblick: Ein integriertes, KI-zentriertes Microsoft
Das Ende von Lens ist ein deutliches Signal für die Zukunft des Konzerns. Eigenständige Tools weichen integrierten Features in großen, KI-gestützten Plattformen. Weitere Konsolidierungen dieser Art sind zu erwarten, während Copilot stetig erweitert wird.
Es ist ein kalkulierter Tausch: Ein beliebtes Einzweck-Tool wird geopfert für die langfristige Vision eines nahtlos integrierten, intelligenten digitalen Arbeitsumfelds – mit Copilot im Kern. Nutzer sollten die Ersatz-Apps vor dem Stichtag am 9. März installieren, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
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