Microsoft Lens: Aus dem App-Store im Februar, komplett offline im März
23.01.2026 - 20:52:12
Microsoft verabschiedet sich von seiner beliebten Scan-App Microsoft Lens und verlagert alle Funktionen in die OneDrive-App. Für Millionen Nutzer beginnt damit eine verbindliche Übergangsfrist.
Der Konzern hat den finalen Zeitplan für die Einstellung der eigenständigen App bestätigt. Ab dem 9. Februar 2026 wird Microsoft Lens nicht mehr in den App-Stores von Google und Apple zum Download angeboten. Knapp einen Monat später, am 9. März 2026, stellt die App dann endgültig ihren Dienst ein und kann keine neuen Scans mehr erstellen. Diese strukturierte Abschaltung soll Nutzern Zeit geben, sich an den neuen Workflow in OneDrive zu gewöhnen.
Was Nutzer jetzt wissen und tun müssen
Die Abschaltung erfolgt in zwei Schritten. Ab Februar ist die App nur noch für diejenigen nutzbar, die sie bereits installiert haben. Die entscheidende Deadline ist der 9. März: Danach funktioniert der Scanner nicht mehr.
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Doch was passiert mit den bereits erstellten Dokumenten? Microsoft gibt Entwarnung: Alte Scans bleiben vorerst zugänglich. Nutzer können sie in der installierten App weiterhin einsehen – vorausgesetzt, sie sind mit demselben Microsoft-Konto angemeldet, mit dem die Scans erstellt wurden. Wird die App deinstalliert oder das Konto gewechselt, könnte der Zugriff auf diese Archiv jedoch verloren gehen. Eine klare Methode zur Wiederherstellung nennt Microsoft nicht.
Die klare Empfehlung des Unternehmens lautet: Umsteigen auf OneDrive. Die Kernfunktionen des Scanners – das Erfassen von Dokumenten, Whiteboards oder Visitenkarten mit automatischer Kantenerkennung – sind dort bereits integriert. Der Zugriff erfolgt über das Kamerasymbol in der OneDrive-App. Ein wesentlicher Unterschied: Scans werden nicht mehr lokal auf dem Gerät, sondern direkt in der Cloud gespeichert.
Strategische Konsolidierung statt App-Aus
Hinter der Entscheidung steckt eine klare Strategie. Microsoft bündelt seine Kräfte und verlagert Funktionen aus eigenständigen Apps in seine Kernplattformen. Lens, ursprünglich 2015 als Office Lens gestartet, wird so in den Microsoft-365-Ökosystem integriert. Das vereinfacht die App-Landschaft, spart Entwicklungsressourcen und bindet Nutzer enger an die Abo-Dienste.
Der Schritt folgt einem Branchentrend. Konkurrenten wie Google und Apple bieten Scanner-Funktionen ebenfalls direkt in ihren Drive- bzw. Notes-Apps an. Für Unternehmen, die bereits mit Microsoft 365 arbeiten, dürfte der Wechsel nahtlos verlaufen. Für Fans der einfachen, eigenständigen Lösung könnte das Ende von Lens jedoch ein Grund sein, zu Alternativen wie Adobe Scan oder Genius Scan zu wechseln.
Integration als Zukunftskurs
Die angepasste Timeline – ein erster Ankündigungstermin im August 2025 wurde verschoben – zeigt, dass Microsoft auf Nutzerfeedback reagiert hat. Die nun gesetzten Daten sind verbindlich.
Das Aus für Lens markiert keinen Rückzug, sondern eine Neuausrichtung. Scanner werden künftig nicht als separates Tool, sondern als integrierte Funktion innerhalb einer vernetzten Arbeitsumgebung gedacht. Dieser Weg weist in die Zukunft von Microsoft 365 und Copilot: Weniger einzelne Apps, mehr intelligente Verknüpfung und KI-gestützte Produktivität in einem geschlossenen System.
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