Microsoft Copilot wird zum autonomen Assistenten für Android
27.02.2026 - 03:39:47 | boerse-global.deMicrosoft hat seinen mobilen KI-Assistenten Copilot auf Android grundlegend umgebaut. Statt eines einfachen Chatbots wird die App nun zur eigenständigen Workflow-Engine, die Aufgaben im Hintergrund erledigt. Die Updates Ende Februar 2026 markieren einen strategischen Schwenk im Wettlauf mit Googles Gemini.
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Copilot Tasks: KI plant und handelt selbstständig
Der größte Wandel ist die Einführung von Copilot Tasks. Nutzer geben ein Ziel in natürlicher Sprache vor – die KI erstellt dann einen Schritt-für-Schritt-Plan und führt ihn aus. Das System agiert als autonomer Manager, der nur bei notwendigen Freigaben den Nutzer unterbricht.
„Damit wird aus einem Gesprächspartner ein aktiver Ausführungsmotor“, kommentieren Technologieanalysten den Paradigmenwechsel. Die Funktion nutzt einen integrierten Browser, um Aktionen über Webdienste zu koordinieren. Aktuell ist Copilot Tasks in einer begrenzten Vorschau verfügen, die Integration in die Android-App ebnet jedoch den Weg für einen breiteren Rollout.
Erweiterte Erinnerungen und Geräte-Sync
Parallel zur Aufgaben-Automatisierung wurde das Erinnerungssystem deutlich ausgebaut. Nutzer können nun am PC eine Erinnerung anlegen, die pünktlich als Push-Benachrichtigung auf dem Android-Smartphone erscheint. Diese Cross-Device-Synchronisierung ist Teil der Initiative für eine tiefere Gerätevernetzung.
Kostenlose Nutzer dürfen bis zu fünf aktive Erinnerungen anlegen, Abonnenten von Microsoft 365 Personal bis zu zwanzig. Die Verwaltung erfolgt komplett in der mobilen App. Voraussetzung sind installierte Benachrichtigungsberechtigungen.
Dokumente gehen immer zuerst in die Cloud
Ein strategischer, aber umstrittener Schritt betrifft die Dateiverwaltung. Die App fungiert nicht länger als lokaler Dokumentenbetrachter. Versucht ein Nutzer, eine Word-, Excel- oder PowerPoint-Datei zu öffnen, lädt das System sie automatisch in OneDrive hoch.
Erst dann analysiert die KI den Inhalt und bietet Zusammenfassungen oder beantwortet kontextbezogene Fragen. Dieser „KI-first“-Ansatz stellt einen klaren Bruch zur Vergangenheit als simples „Office Hub“-Viewer dar. Für Unternehmen hat Microsoft gleichzeitig erweiterte Data-Loss-Prevention-Kontrollen eingeführt, die die Verarbeitung sensibel gekennzeichneter Dokumente blockieren.
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Wettlauf mit Google und strategische Neuausrichtung
Die Updates spiegeln den verschärften Wettbewerb im mobilen KI-Sektor wider. Mit einem autonomen Agenten im Hintergrund greift Microsoft Googles Gemini direkt an, das durch die tiefe Android-Integration einen Heimvorteil genießt.
Der Fokus auf Hintergrundaufgaben und proaktive Erinnerungen ist auch eine Reaktion auf strategische Entscheidungen. Da Microsoft die Copilot-Integration aus Dritt-Apps wie WhatsApp zurückgezogen hat, ist die Steigerung der Nutzung der eigenen Android-App ein primäres Ziel. Microsoft bindet so Android-Nutzer fest an sein Ökosystem – selbst auf der Plattform des Konkurrenten.
Ausblick: Mehr Automation, mehr Cloud-Abhängigkeit
Android-Nutzer können weitere schnelle Updates und ausgefeiltere autonome Fähigkeiten erwarten. Die Kehrseite: Die wachsende Abhängigkeit von Cloud-Verarbeitung und automatischen Uploads erfordert ein bewusstes Management der Android-Datenschutzeinstellungen.
Der Erfolg der Neuerungen hängt letztlich davon ab, ob Nutzer den hochautomatisierten, KI-zentrierten Arbeitsfluss annehmen – oder ob der Abschied vom manuellen Dokumenten-Management zu disruptiv für den Alltag ist.
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