Microsoft, Copilot

Microsoft: Copilot integriert in Windows Explorer

15.02.2026 - 13:22:12 | boerse-global.de

Microsoft hat Copilot als feste Komponente des Windows-11-Dateimanagers verankert und ermöglicht KI-gestützte Dokumentenanalyse per Rechtsklick. Parallel wurden Sicherheitslücken behoben und Funktionen in macOS, Outlook und Teams erweitert.

Microsoft treibt KI-Einbindung voran: Copilot wird Kernbestandteil von Windows Explorer. Die Maßnahme verändert, wie EU-Unternehmen Dateien verwalten, und setzt klaren Fokus auf KI-gestützte Produktivität.

Copilot wird Kernbestandteil des Windows Explorers

Am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, startete Microsoft eine größere Aktualisierung für Windows 11. Copilot wird direkt in das Dateimanagement integriert und ersetzt nicht länger eine eigenständige App, sondern arbeitet als aktive Schicht im Dateiverwalten. Über den Rechtsklick lassen sich Dateien auswählen – etwa PDFs, Word-Dokumente oder Textdateien – und AI-gestützte Aktionen sofort anstoßen, ohne die Dateien zu öffnen.

Zu den Kernfunktionen gehören:
– Sofortige Zusammenfassungen der ausgewählten Dokumente in einer Seitenleiste.
– Dateivergleich zwischen bis zu fünf Dateien mit einer übersichtlichen Gegenüberstellung der Unterschiede.
– Automatisch erzeugte FAQ-Liste basierend auf dem Inhalt eines Dokuments.

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Analysten sehen darin einen Paradigmenwechsel: Copilot wandert von einer Hilfestellung hin zu einer integrierten Betriebssystem-Schicht. Offenbar wird diese Funktion standardmäßig für Nutzer mit Microsoft-365-Copilot-Lizenz freigeschaltet – ein Zeichen, dass Microsoft KI zum unverzichtbaren Bestandteil des Alltags machen will.

Notepad-Sicherheitslücke treibt Debatte über Bloatware voran

Die Ausweitung der KI-Funktionen kam zeitgleich mit einer sicherheitsrelevanten Herausforderung rund um Notepad. Im Februar-Update wurde eine Remote-Code-Execution-Schwachstelle (RCE) behoben, die als CVE-2026-20841 geführt wird. Die Schwachstelle entstand durch neue Parsing-Fähigkeiten für Markdown und anklickbare Links in Notepad. Der Fix wurde am 10. Februar 2026 veröffentlicht und trug einen hohen Schweregrad (CVSS 8,8) – ein Risiko, das on-top der Update-Politik steht.

Sicherheitsexperten kritisierten, dass die Erweiterung von Notepad um Netzwerk- und Parsing-Funktionen das Angriffsfenster vergrößere. Die gleichzeitige Einführung der File-Explorer-Integration habe die Debatte verschärft, ob Microsoft mehr Wert auf Reichweite der KI als auf Systemsicherheit legt. Die Debatte um „Mission Creep“ bei Systemwerkzeugen ist damit erneut aufgenommen worden.

Copilot auch auf macOS und in Outlook/Teams

Über Windows hinaus zieht Microsoft weitere Kreise: Der macOS-Installer von Microsoft 365 wird künftig einen Copilot-Shim enthalten, mit dem IT-Administratoren die vollständige Copilot-Anwendung zentral verteilen können. Ziel ist ein einheitliches KI-Erlebnis über gemischte Endgeräte hinweg.

Gleichzeitig gibt es Verbesserungen in Outlook und Teams. In Outlook kann Copilot-Chat künftig das gesamte Postfach und den Kalender durchsuchen und komplexe Abfragen zu Terminen oder E-Mail-Threads beantworten. In Teams wurde die Funktion „Intelligent Meeting Recap“ erweitert, um Inhalte, die während eines Calls auf dem Bildschirm geteilt wurden, besser in die AI-generierte Protokollfassung zu integrieren.

Marktreaktion und Ausblick

Die Reaktionen in der Branche sind gemischt. Befürworter loben die Zeitersparnis und sehen die neue Dateiverwaltungs-Optimierung als „Killer-App“ für Unternehmen mit hohem Dokumentenaufkommen, insbesondere Rechts- und Verwaltungsabteilungen. Die Möglichkeit, Dateien zu vergleichen, ohne sie zu öffnen, wird als wichtiger Mehrwert für die Produktivität gewertet.

Kritiker warnen vor übersteigerter KI-Durchdringung und Problemen beim Opt-out-Management. Die Notepad-Sicherheitslücke hat den Diskurs über Sicherheitsprioritäten verstärkt: Sollten Funktionen zuerst kommen und Sicherheit nachgereicht werden? Deutsche CIOs dürften in den kommenden Monaten stärker darauf achten, wie Governance-Modelle für KI-Nutzung aussehen.

Experten erwarten, dass Microsoft 2026 den Copilot-Ansatz weiter ausbauen wird – etwa in Systemeinstellungen oder Kontrollen. Für deutsche Unternehmen bedeutet das eine engere Verzahnung von KI mit administrativen Prozessen, aber auch eine verstärkte Notwendigkeit guter Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben, um die Vorteile verantwortungsvoll zu nutzen.

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