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Microsoft beendet Support für alte Druckertreiber in Windows 11

07.02.2026 - 22:12:12

Microsoft beendet die Unterstützung für veraltete v3- und v4-Druckertreiber in Windows 11, um die Sicherheit zu erhöhen und auf moderne, standardisierte Technik umzustellen.

Microsoft setzt seine langfristige Strategie zur Modernisierung der Druckerunterstützung in Windows 11 durch. Ab sofort werden veraltete v3- und v4-Treiber schrittweise abgeschafft. Das Ziel: mehr Sicherheit und weniger Komplexität für alle Nutzer.

Warum die alten Treiber verschwinden

Jahrzehntelang benötigte jeder Drucker seinen eigenen, herstellerspezifischen Treiber. Diese v3- und v4-Modelle gelten heute als Sicherheitsrisiko und Stabilitätsproblem. Sie machten den Windows-Druckdienst anfällig für Angriffe und verursachten regelmäßig Probleme.

Die Lösung heißt jetzt: treiberloses Drucken. Kern der neuen Architektur ist der integrierte Microsoft IPP Class Driver. Er funktioniert mit jedem Drucker, der den Mopria-Standard unterstützt – einer branchenweiten Initiative für universelle Druckprotokolle. Herstellerspezifische Funktionen werden über moderne Print Support Apps (PSAs) aus dem Windows Store nachgereicht, nicht über komplexe Treiber-Software.

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Fahrplan: So läuft der Übergang ab

Microsoft setzt auf einen gestaffelten Ausstieg, der bereits läuft:

  • Seit 15. Januar 2026 stellt Microsoft keine neuen Drittanbieter-Treiber mehr über Windows Update für Windows 11 und Windows Server 2025+ bereit. Updates für bestehende Treiber sind nur noch in Ausnahmefällen möglich.
  • Ab 1. Juli 2026 priorisiert Windows automatisch den modernen, integrierten IPP-Treiber vor jedem alten Treiber. Er wird zur Standardwahl.
  • Nach dem 1. Juli 2027 sind über Windows Update gar keine Updates mehr für alte Treiber erlaubt – außer bei kritischen Sicherheitslücken. Die offizielle Unterstützung über diesen Kanal endet damit.

Betrifft mich das? Was Nutzer jetzt tun sollten

Die gute Nachricht: Die meisten Besitzer moderner Drucker werden nichts merken. Geräte der letzten Jahre sind meist Mopria-zertifiziert und nutzen bereits die neue Technik.

Probleme drohen vor allem dort, wo noch ältere Hardware mit exklusiven v3-/v4-Treibern im Einsatz ist. Nach Windows-Updates könnten diese Drucker plötzlich nicht mehr funktionieren.

Microsoft rät betroffenen Nutzern und IT-Abteilungen:
1. Hersteller kontaktieren: Gibt es einen modernen Treiber oder eine Print Support App im Windows Store?
2. Hardware prüfen: Ist ein Upgrade auf ein Mopria-kompatibles Gerät sinnvoll?

Besonders kleine Unternehmen, Schulen oder Heimanwender mit alter, aber funktionierender Druckerhardware stehen vor der Entscheidung: Aufrüsten oder mit manuellen Treiberinstallationen weiterarbeiten.

Mehr Sicherheit durch Standardisierung

Hinter dem Wechsel steckt ein klares Sicherheitsziel. Der alte Druckstapel war ein beliebtes Einfallstor für Schadsoftware. Das neue, standardisierte Modell reduziert diese Angriffsfläche erheblich.

Ein Schlüssel dazu ist der Windows Protected Print Mode (WPP). Dieser Modus nutzt ausschließlich die moderne Druckarchitektur und blockiert alle Drittanbieter-Treiber. Aktiviert man ihn, sind nur noch Mopria-zertifizierte Drucker nutzbar – ein maximal abgesichertes Druckumfeld.

Ausblick: Das Ende der Treiber-Jagd

Die Zukunft des Druckens unter Windows ist treiberlos, standardisiert und sicher. Der Abschied von den alten Treibern ebnet diesen Weg. Kurzfristig mag der Wechsel für einige Nutzer Hürden bedeuten. Langfristig profitieren alle von einem stabileren, sichereren und einfacheren Druckerlebnis.

Für Unternehmen könnte dies den Anstoß geben, veraltete Druckerflotten im Zuge einer Windows-11-Migration gleich mitzuerneuern. Mit der vollständigen Etablierung moderner Standards wie Internet Printing Protocol (IPP) oder cloudbasierten Lösungen wie Universal Print sind die Tage der mühsamen Treibersuche gezählt.

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