Microsoft, Sicherheitsregeln

Microsoft 365: Neue Sicherheitsregeln und das Aus für reine OneDrive-Pläne

18.02.2026 - 02:52:12 | boerse-global.de

Microsoft beendet eigenständige SharePoint- und OneDrive-Pläne und treibt die Integration in Microsoft 365 voran. Gleichzeitig werden Sicherheitsregeln für Administratoren verschärft.

Microsoft treibt die Integration seiner Cloud-Dienste voran und stellt reine Speicher-Abos ein. Gleichzeitig verschärft der Konzern die Sicherheitsvorgaben für Administratoren – eine strategische Weichenstellung für die Zukunft von Office und KI.

Purview und Entra: Strengere Regeln für Datenzugriff

Ab sofort führt Microsoft eine kritische Aktualisierung ein, die hoheitliche Administrator-Rollen im Compliance-Portal Microsoft Purview mit neu geschaffenen Rollen in Microsoft Entra verknüpft. Bis Ende März 2026 soll dieser Rollout abgeschlossen sein. Das Ziel: ein sichereres und synchronisiertes Berechtigungsmodell für den Zugriff auf sensible Daten in Diensten wie SharePoint Online und OneDrive.

Die Änderung synchronisiert bestehende Zuweisungen automatisch. Hochprivilegierte Operationen – etwa Datensuchen und -exporte – sind künftig nur noch für Nutzer mit den entsprechenden, in Entra verifizierten Berechtigungen möglich. Drei neue Entra-Rollen entsprechen künftig den Purview-Berechtigungen für Administratoren, Schreiber und Leser.

Parallel erweitert Microsoft sein Data Security Posture Management (DSPM) in Purview. Administratoren können jetzt das Übermäßige Teilen von Links in SharePoint und OneDrive analysieren und beheben. Das Tool ermöglicht Massenaktionen, wie das Anwenden von Vertraulichkeitskennzeichnungen oder das Deaktivieren von Links, um Risiken zu minimieren.

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Strategische Wende: OneDrive-Standalone-Pläne werden eingestellt

Die größte strategische Ankündigung betrifft den Vertrieb: Microsoft stellt die eigenständigen Abonnements für SharePoint Online und OneDrive for Business (Plan 1 und Plan 2) ein. Der Verkauf neuer Lizenzen endet nach dem 31. Mai 2026. Bestandskunden können ihre Pläne nach Januar 2027 nicht mehr verlängern; der Dienst wird vollständig bis Dezember 2029 eingestellt.

Hintergrund ist die sinkende Nachfrage. Immer mehr Kunden setzen auf die umfassenden Microsoft 365– oder Office 365-Pakete. Der Schritt unterstreicht Microsofts Fokus auf ganzheitliche Produktivitäts- und Sicherheitslösungen statt Einzelkomponenten. Für Unternehmen, die noch auf eigenständige Pläne setzen – etwa in Kombination mit Microsoft 365 F3-Lizenzen – bedeutet dies eine notwendige Überprüfung ihrer Lizenzstrategie, um potenzielle Preiserhöhungen zu vermeiden.

KI-Integration und Sync-Überwachung im Fokus

Während reine Speicherpläne auslaufen, wird die OneDrive-Erfahrung innerhalb der Suite ausgebaut. Nutzer mit einer Microsoft 365 Copilot-Lizenz können KI nun direkt im Windows-Datei-Explorer und im OneDrive Activity Center nutzen. Dort lassen sich Dokumente zusammenfassen, FAQs generieren oder Dateien vergleichen.

Für Administratoren wird das OneDrive Sync Health Dashboard auf US-Government-Cloud-Umgebungen ausgeweitet. Es bietet eine zentrale Anlaufstelle, um den Synchronisationsstatus proaktiv zu überwachen und Probleme zu lösen – essenziell für regulierte Branchen. Die neueste Sync-App-Version verbessert zudem die Unterstützung für lokale Umgebungen mit SharePoint Server Subscription Edition.

Fazit: Der Weg zur integrierten Plattform

Die Ankündigungen zeichnen ein klares Bild: Microsoft will Nutzer in die umfassenden Microsoft-365-Suiten lenken. OneDrive und SharePoint sollen als Grundpfeiler einer KI-gestützten, sicher verwalteten Content-Plattform dienen. Die Einstellung der Standalone-Pläne ist der Katalysator für diesen Übergang. Unternehmen müssen ihre Strategie anpassen, um die Vorteile dieser tief integrierten Plattform mit Purview-Sicherheit und Copilot-KI zu nutzen.

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