Microsoft 365 Copilot: KI-Unterhaltungen mit Dokumenten starten
04.01.2026 - 19:03:12Microsoft verwandelt KI-Sprachzusammenfassungen in interaktive Dialoge. Ab sofort können Nutzer in Word und OneDrive mit der KI in Echtzeit sprechen, um Dokumente zu hinterfragen und zu vertiefen.
Das Unternehmen startet das Jahr 2026 mit einem entscheidenden Update für seine KI Microsoft 365 Copilot. Der bisher passive Dienst Audio Overviews wird zu einer dynamischen Gesprächspartnerin. Statt nur einen Podcast-Stil-Überblick über Dokumente zu hören, können Anwender nun die KI unterbrechen, direkt Fragen stellen und sofort Antworten erhalten. Das Update rollt seit dieser Woche für englischsprachige Nutzer aus.
Die Audio-Übersichten, im Mai 2025 eingeführt, waren ein beliebtes Werkzeug, um lange Texte in hörbare Zusammenfassungen zu verwandeln. Bislang war die Erfahrung jedoch einseitig. Das ändert sich nun grundlegend.
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„Zuhörer konnten bisher nicht nachhaken, ohne den Fluss zu unterbrechen“, beschreibt Microsoft den Grund für die Neuerung. „Das interaktive Feature verwandelt dies in ein dynamisches Gespräch.“ Nutzer treten in die Diskussion der KI-Moderatoren über ihr Dokument ein. Sie können in Echtzeit Fragen stellen und Erkenntnisse auf natürliche Weise vertiefen.
Branchenbeobachter sehen darin die Lösung für ein Kernproblem früher KI-Audio-Tools. Statt einen fehleranfälligen Überblick passiv zu konsumieren, können Nutzer nun sofort eine Aussage hinterfragen. Erwähnt die KI einen „Umsatzanstieg von 20 Prozent“, kann der Anwender dazwischenfragen: „Aus welchem Quartal stammt diese Zahl?“ Die Antwort liefert die KI sofort, basierend auf der Quelldatei.
So funktioniert die interaktive KI-Unterhaltung
Die erweiterte Funktion ist über die Copilot-Oberfläche in Word und OneDrive erreichbar. Wählt ein Nutzer „Audio Overview generieren“, startet die gewohnte Zusammenfassung. Ein neues Mikrofon-Symbol aktiviert nun den Sprachmodus.
Zu den Schlüsselfähigkeiten gehören:
* Echtzeit-Unterbrechung: Nutzer können die KI-Moderatoren unterbrechen, um das Gespräch zu lenken.
* Vertiefende Fragen: Die KI kann aufgefordert werden, einen spezifischen, oberflächlich behandelten Abschnitt detaillierter zu erklären.
* Sofortige Klärung: Komplexe Fachbegriffe oder mehrdeutige Daten können sofort abgefragt werden – ohne manuelle Textsuche.
Die Verarbeitung läuft über den Azure Audio Stack, der für die geringe Latenz bei Echtzeit-Interaktionen optimiert wurde. Die Funktion ist aktuell auf Englisch (US) beschränkt, weitere Sprachen sind für 2026 geplant.
Der größere Trend: KI wird „agentisch“
Das Audio-Update ist Teil einer größeren Feature-Welle im Januar 2026. Sie kennzeichnet einen Shift hin zu „agentischem“ Verhalten, bei dem KI-Systeme eigenständiger und interaktiver agieren.
Parallel rollt Microsoft den „Agent Mode“ für Copilot in Word, Excel und PowerPoint aus. Diese Funktion erlaubt es der KI, Webdaten und referenzierte Dateien für mehrstufige Aufgaben zu nutzen. Ein Nutzer könnte Copilot bitten: „Analysiere diese Tabelle und den begleitenden PDF-Bericht und verfasse dann eine E-Mail mit einer Risikozusammenfassung.“ Die KI führt diesen Workflow autonom aus.
Analysten deuten den Zeitpunkt der Veröffentlichungen als strategisch. Nach der anfänglichen Hype-Phase fordern Unternehmen nun Werkzeuge mit echtem Mehrwert über simple Texterstellung hinaus.
„Die Neuheit, dass ein Computer mit einem spricht, ist verflogen“, sagt ein Cloud-Produktivitätsanalyst. „Der Wert im Jahr 2026 liegt darin, dass der Computer zuhört und den Kontext so gut versteht, dass er spezifische Fragen zu Ihren eigenen Daten beantworten kann.“
Datenschutz und Rollout
Für IT-Administratoren wirft die interaktive Sprachfunktion bekannte Fragen zum Datenschutz auf. Microsoft hat klargestellt, dass „Echtzeit-Sprachinteraktionen“ standardmäßig EINgeschaltet sind für berechtigte Copilot-Nutzer.
Die Sprachdaten werden innerhalb der Compliance-Grenzen des Mandanten verarbeitet, analog zu standard Copilot-Textanfragen. Microsoft betont, dass die Audio-Interaktionen flüchtig sind und nicht zur Training der Basismodelle genutzt werden – eine kritische Unterscheidung für Kunden in regulierten Branchen.
Der vollständige Rollout für das englische Zielgebiet soll bis Ende Januar 2026 abgeschlossen sein.
Ausblick: Die stimmengeführte Arbeitswelt?
Der Konvergenz von hochwertiger Sprachsynthese und KI-Modellen mit geringer Latenz macht „Voice-First“-Interaktionen für Wissensarbeit möglich.
Die Fähigkeit, „mit einem Dokument zu sprechen“, deutet auf eine Zukunft hin, in der Tastatur und Maus nicht mehr die alleinigen Eingabegeräte für die Inhaltsprüfung sind. Für mobile Mitarbeiter – Vertriebsmitarbeiter im Auto oder Techniker, die handsfree Handbücher konsultieren – sind die Implikationen enorm.
Herausforderungen bleiben: Die aktuelle Beschränkung auf Englisch (US) lässt einen Großteil der globalen Belegschaft warten. Zudem wird die Genauigkeit der Echtzeit-Antworten der KI – besonders bei Unterbrechungen – unter Beobachtung stehen, wenn Millionen Nutzer die Systemgrenzen testen.
Für Microsoft-365-Nutzer beginnt ein potenziell produktiveres Jahr. Wenn sich der „Audio Overview“-Button in OneDrive vom „Play“- zum „Call“-Knopf wandelt, verschwimmt die Grenze zwischen dem Lesen eines Dokuments und der Konsultation eines Kollegen immer mehr.
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